Von Stockholm über Florida nach Hamburg Ostfriesen feiern Taylor Swift weltweit – und berichten
Nicht nur in Hamburg und Gelsenkirchen waren Swifties aus Ostfriesland dabei: Sie sahen die Sängerin auch schon in anderen Ländern. Hier berichten sie, was Taylor Swift ausmacht.
Ostfriesland/Gelsenkirchen/Hamburg - Als Magic, Madness, Heaven und Sin waren sie verkleidet. Ayse Akbas, Ina Wienbeuker, Saskia Hannappel und Ida König aus Emden waren gut vorbereitet auf das Konzert von Taylor Swift in Hamburg. Die vier Begriffe stammen aus dem Song „Blank Space“ der US-Sängerin, die derzeit mit ihrer Eras-Tour die Welt bereist und am laufenden Band Rekorde damit bricht. Verkleidungen ihrer Fans sind dabei fester Bestandteil der Konzerte. So haben die vier Emderinnen sich eben nach Begriffen aus dem Song verkleidet. Auch Laryssa Dünhölter aus Woltzeten hat sich zum Konzert der 34-Jährigen Amerikanerin in Hamburg extra in Schale geworfen: Ganz im Stil der Swifties glitzerte ihr Outfit.
Mehr als ein Jahr mussten Tausende Fans auf die Konzerte in Deutschland warten. Im Juli des vergangenen Jahres startete der Vorverkauf für die Tickets, die in Windeseile vergriffen waren. „Wir schreiben den 12. Juli 2023, um 9 Uhr deutscher Zeit habe ich (Nathalie) mich in den Kampf um Taylor Swift THE ERAS TOUR Tickets begeben. Nach nervenaufreibenden 15 Minuten war der Kampf gewonnen! Drei Sitzplatzkarten auf Schalke für Night 2“, berichtet Nathalie Backer aus Oldersum, die mit ihrem Freund Jens Heeren und dessen Bruder Peter in Gelsenkirchen dabei war. Es sei ein einmaliges Erlebnis für die drei gewesen. „Dieses Erlebnis war für uns alle unbeschreiblich und wird für immer ein Teil von uns sein“, schreibt Nathalie auf einen Aufruf in dieser Zeitung.
„Ich bin schon seit Jahren beeindruckt von den Songs aus ihrer Feder. Seit ich mit meinem Freund Jens zusammen bin wurde er natürlich von mir swiftifiziert“, schreibt sie. Doch nicht nur die Show an sich gefiel der Truppe aus Moormerland. „Es ist wundervoll, was Gelsenkirchen drum herum geschaffen hat. Tagsüber auf den Heinrich-König-Platz ist Taylor Town aufgebaut. Hier gibt es diverse Foto-Spots, man kann T-Shirts bedrucken, Armbänder basteln und es gibt ein Pop-Up-Tattoo Studio für Taylor Tattoos, für eine lebenslange Erinnerung“, beschreibt sie die Lage.
Laura Nannen aus Uplengen war mit einer Freundin in Hamburg dabei. „Hammer Stimmung, tolle Show und eine Wahnsinns Power Frau. So ein tolles Konzert hab ich selten erlebt. Es war eine unglaubliche Erfahrung. Trotz des langen Wartens und des nicht so schönen Wetters war es toll, einen solchen Weltstar live zu sehen... um es mit Taylor’s Worten zu sagen ,It was enchanted to meet her‘, schreibt sie auf unseren Aufruf.
Nach Florida für Taylor Swift geflogen
Ein Swift-Ultra kann sich Jörg Lobitz eigentlich nennen. Denn er ist nicht erst seit diesem Jahr im Taylor-Swift-Fieber. Der Emder ist Fan seit 2009 und ist bei der Eras-Tour in Gelsenkirchen, Hamburg, München und London dabei. „Zudem bin ich letztes Jahr schon nach Florida zur Eras-Tour geflogen, konnte nicht warten“, schreibt er. Auch seine Liste in der Vergangenheit ist lang: Von 2010 an war er in Oberhausen, Köln, Amsterdam, Berlin und mehrfach in London.
Tanja Brenner aus Südbrookmerland war mit ihrer Tochter in Hamburg. „Es war ihr allererstes Konzert überhaupt und wir hatten jede Menge Spaß“, schreibt sie.
Besonders war es auch für Miriam und Mareike Schnell aus Leer: „Es war grandios, wirklich absolut beeindruckend. Miriam ist seit vielen Jahren ein Swiftie durch und durch, ich habe erst mit dem Kauf der Karten begonnen, ein Fan zu werden“, schreibt Mareike Schnell.
Gut vorbereitet mit viel Glitzer waren Nele Hinrichs, Angelika Lipert, Julia Meier aus Leer und Lena van Westen aus Moormerland. Sie besuchten das Konzert in Gelsenkirchen.
Auch Birte Eggert aus Leer ist Swiftie mit Leib und Seele. „Ich war bei drei Konzerten: Gelsenkirchen, Hamburg und im Mai schon in Stockholm. Eine tolle Erfahrung, ganz besonders in Schweden. Dort war die ganze Stadt auf das Konzert ausgerichtet (,Swiftholm‘). Dort waren so viele internationale Swifties unterwegs. Ich habe welche aus allen möglichen Ländern getroffen. Die weiteste Anreise hatte dorthin wohl ein Mädel aus Venezuela“, beschreibt sie ihre Erlebnisse.
Das Knüpfen von Freundschaftsbändern und das Austauschen eben dieser ist so ein Ding, das Taylor Swift initiiert hat. Und ihre Fans zelebrieren es auf ihren Konzerten ausgiebig. „Vor dem Konzert habe ich mit anderen Fans Armbänder getauscht und mich auch über deren Lieblingsalben und Outfits unterhalten. Da hat man schon ganz schnell neue Freunde gemacht“, schreibt Jana Hagedorn, die gebürtig aus dem Landkreis Leer stammt. Sie war in Gelsenkirchen dabei.
Dort habe es ein besonderes Projekt von den Fans für die Sängerin gegeben: „Während des Songs Lover wurden Herzen aus Papier hochgehalten und Taylor hat sich sehr darüber gefreut“, erzählt Jana. Die Sängerin habe sich übrigens gut zehn Mal umgezogen. Für jedes ihrer Alben, aus denen sie Songs spielte, ein neues Outfit. Insgesamt spielte sie dreieinhalb Stunden, erzählt Jana Hagedorn. „Das Besondere an Taylor Swift für mich ist, dass sie eine super Stimme hat und ihre Gefühle durch ihre Texte darstellt. Außerdem ist für jeden etwas dabei – von Country über Pop Richtung Folklore. Durch Taylor Swift habe ich auch viele neue Freunde im Internet kennengelernt. Auch wenn wir verschiedene Meinungen über ihre Alben haben, halten wir alle trotzdem zusammen“, erzählt die Ostfriesin.