Hamburg  38 Stunden Anreise für Taylor Swift: Der lange Hamburg-Trip einer Familie aus Kanada

Yannick Kitzinger, Guido Behsen
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Von Yannick Kitzinger, Guido Behsen
| 23.07.2024 16:36 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Stephanie und ihre Tochter Olivia fiebern dem Konzert von Taylor Swift entgegen. Foto: Yannick Kitzinger
Stephanie und ihre Tochter Olivia fiebern dem Konzert von Taylor Swift entgegen. Foto: Yannick Kitzinger
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Kein Weg zu weit für die Pop-Ikone Taylor Swift: Fangeschichten aus Kanada, Kalifornien und Leipzig rund um das Konzertereignis im Hamburger Volksparkstadion.

Um die Welt für Taylor Swift. Der Auftritt des US-Megastars elektrisiert auch in Hamburg die Massen. Schon seit dem frühen Morgen stehen die Swifties vor dem Volksparkstadion in Schlangen. Unter ihn auch Stephanie mit ihrem Mann und den beiden Kindern. Die vierköpfige Familie ist aus Vancouver an der kanadischen Westküste.

Es war eine Reise mit Hindernissen: „Unser Flug kam mit Verspätung in München an und wir haben unseren Zug nach Hamburg verpasst“, sagt die Kanadierin. „Mein Mann hat dann ein Auto gemietet und wir sind acht Stunden hierhergefahren.“ Insgesamt war die Familie 38 Stunden unterwegs.

Gelohnt hat es sich trotzdem. Stephanie: „Für zwei Tickets im Fansale für ein Konzert in Vancouver hätten wir 6000 Dollar zahlen sollen. Da habe ich gesagt: Komm, wir machen einen Familienausflug.“ Ein paar Tage wollen die vier nach dem Konzert noch in Hamburg bleiben.

Für Taylor und Nolan aus Kalifornien geht die Reise hingegen noch weiter. Die beiden US-Amerikaner verbinden das Konzert mit einer Europarundreise. „Wir wollen noch nach Amsterdam und London“, sagt der Namensvetter der Popsängerin. In seinem Glitzeroutfit inklusive Cowboy-Hut ist Taylor als Swiftie der ersten Stunde unschwer zu übersehen. Und was ist mit Nolan? „Ich soll es noch werden“, so die Antwort. „Nach dem Konzert wissen wir mehr.“

Taylor Swift gibt am Abend das erste von zwei Hamburg-Konzerten im Rahmen ihrer „Eras“-Tour. Insgesamt werden rund 100.000 Fans im Volksparkstadion erwartet. Viele von ihnen warten seit Stunden auf ihren Star und hoffen darauf, sich einen Platz so nah wie möglich an der Bühne zu sichern.

Um 8 Uhr waren es schon Hunderte Fans, einige im Glitzerlook, andere wollten sich erst später umziehen. So wie Tommy aus Leipzig. „Meine Freundin hat mir extra ein Taylor-Swift-T-Shirt geschenkt“, sagt er. Die beiden warten bereits seit dem Vorabend am Stadion, um die ersten in der Warteschlange zu sein, die zum Einlass in den Innenraum berechtigt: „Das hat auch geklappt. Jetzt hoffe ich auf einen Platz in der ersten Reihe“. Dafür haben Tommy und seine Freundin sogar vor dem Stadion übernachtet. „Viel geschlafen haben wir aber nicht.“

Willkommen sind die Fans auch dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). „Es gab eine verstärkte amerikanische Nachfrage auf dem Markt, den haben wir schon mit dem Start des Vorverkaufs bemerkt“, sagte eine Sprecherin.

Am Mittwoch folgt ein zweites Konzert von Taylor Swift in der Hansestadt, danach geht es zum Abschluss der Deutschlandtournee nach München weiter. Seit über einem Jahr reist die Sängerin mit ihrer „Eras Tour“ durch die Welt. Es ist eine musikalische Reise durch ihre Schaffensphasen – jeder „Era“ (Epoche) widmet sie ein eigenes Bühnenbild.

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