Pewsum siegt im Elferkrimi  Turnierfavorit Firrel scheidet nach Hin und Her im Tor aus

| | 19.07.2024 22:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Bei GW Firrel kam auch Neuzugang David Goguadze (helles Trikot) zum Einsatz.
Bei GW Firrel kam auch Neuzugang David Goguadze (helles Trikot) zum Einsatz.
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Ein verrücktes Ostfriesland-Cup-Viertelfinale, das mit 16 Elfmetern endete, brachte am Freitagabend einen Überraschungssieger hervor. Eine große Torwart-Not sorgt bei GW Firrel für ein Debüt.

Firrel - Der Turnierfavorit ist ausgeschieden: GW Firrel hat am Freitagabend das erste Viertelfinale des Ostfriesland-Cups mit 7:8 nach Elfmeterschießen gegen den TuS Pewsum verloren. Vorausgegangen war ein Hin und Her auf der Torwartposition.

Kurz vor Anstoß hatte Torwart René Carstens signalisiert, verletzungsbedingt nicht auflaufen zu können. Also kam Pascal Hötzel, Keeper der 2. Herren, plötzlich zu seinem Debüt in der Landesliga-Mannschaft. Als dann beim Stand von 1:1 das Elfmeterschießen näher rückte, kam Carstens dann aber doch noch zum Einsatz. Der Debütant musste weichen. Geholfen hatte es nichts. Carstens konnte keinen Elfmeter parieren, nach 16 Elfmetern war das Firreler Aus besiegelt.

Pewsums Trainer Jonas Petersen ist stolz auf die Leistung seiner Mannschaft in Firrel. Fotos: Doden, Emden
Pewsums Trainer Jonas Petersen ist stolz auf die Leistung seiner Mannschaft in Firrel. Fotos: Doden, Emden

1:1 nach 90 Minuten leistungsgerecht

„Pewsum hat gut verteidigt und den einen Konter stark ausgespielt. Das 1:1 war gerecht, im Elfmeterschießen ist immer Glück dabei“, sagte GW-Coach Grotlüschen. Ähnlich sah es sein Gegenüber Jonas Petersen. Pewsums Trainer betitelte das Weiterkommen als „kleine Sensation“.

An diesem Wochenende werden zwei weitere Viertelfinals ausgetragen. Am Sonnabend empfängt der Holter SV den Süderneulander SV zum Ostfrieslandliga-Duell, am Sonntag hat Landesligist Germania Leer Bezirksligist SV Großefehn zu Gast. Anstoß ist jeweils um 16 Uhr.

Soldat Pascal Hötzel sagt sofort zu

Für die allermeisten der 250 Zuschauer am Freitagabend stand mit Pascal Hötzel ein völlig neues Gesicht im Firreler Tor. Der 29-jährige Soldat kommt gebürtig aus Nordrhein-Westfalen, wohnt mittlerweile in Ostfriesland und hatte in der abgelaufenen Spielzeit schon ein paar Einsätze für GW Firrel. Allerdings für die Reservemannschaft, die in der C-Klasse spielt. Eine große Torwart-Not machte es nun möglich, dass Hötzel sein Debüt in der ersten Mannschaft gab.

Mit Jann Hellmers und Pascal de Buhr sind zwei Keeper des Landesliga-Kaders aktuell nicht einsatzfähig. Als am Mittwoch die erste und zweite Mannschaft parallel trainierte, wurde Pascal Hötzel gefragt, ob er am Freitag als Ersatztorwart dabei sein will. Ohne zu zögern sagte er zu. Da dann nach dem Aufwärmen auch noch Torwart René Carstens wegen einer Zerrung ausfiel, schlug die Stunde von Pascal Hötzel.

Spieldaten

Firrel: Hötzel (90. +4 Carstens); Goguadze, Schouwer, Dierks, Bennert, Röbke, Karius, Suda, Janßen, Olbrys (70. Steinheuser), Re. Grotlüschen.

Pewsum: Groenewold; Gwosdenko, Visser, Eeten, Beer (70. J. Lübbers), Müller, S. Lübbers, Diekmann, Schoneboom, Hempelmann, Bamezon (89. Scholz).

Tore: 1:0 Re. Grotlüschen (31.), 1:1 Schoneboom (78.).

Elfmeterschießen: Pewsums Eeten verwandelt, Firrels Janßen scheitert an Groenewold, Pewsums Müller verwandelt, Firrels Goguadze verwandelt, Pewsums Scholz verwandelt, Firrels Suda verwandelt, Pewsums S. Lübbers verwandelt, Firrels Karius verwandelt, Pewsums Hempelmann schießt über das Tor, Firrels Re. Grotlüschen verwandelt, Pewsums Visser verwandelt, Firrels Schouwer verwandelt, Pewsums Schoneboom verwandelt, Firrels Röbke verwandelt, Pewsums J. Lümmers verwandelt, Firrels Steinheuser scheitert an Groenewold.

Hempelmann und Visser verpassen das 2:1

Der Keeper erlebte eine recht ruhige erste Halbzeit in der ersten Mannschaft. Firrel war spielbestimmend. Pewsums Derk Schoneboom schoss knapp vorbei. Kurz darauf gingen die Gastgeber durch Reinhard Grotlüschen in Führung. Firrels Nummer 31 traf in der 31. Minute aus 16 Metern nach einem Rückpass von Felix Karius. Manuel Suda verpasste in der 41. Minute das 2:0, als er einen Freistoß knapp über das Tor setzte.

Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel an Fahrt auf. Pewsum agierte mutiger. Bei einem Steilpass auf Heiko Visser kam Firrel-Keeper Hötzel aufmerksam raus und eher an den Ball (60.), dann hielt der Debütant einen Schuss aus spitzem Winkel von Schoneboom (76.). Nachdem Pewsums Schlussmann Joachim Groenewold nach einem Suda-Distanzschuss mit einer Glanzparade das mögliche 2:0 der Gastgeber verhindert hatte, hieß es dann plötzlich 1:1. Derk Schoneboom traf aus spitzem Winkel (78.).

Fast wäre das Spiel komplett gedreht. Doch eine Direktabnahme von Jannis Hempelmann knallte an den Pfosten. In der siebenminütigen Nachspielzeit kam René Carstens dann doch noch aufs Feld – mit Blick auf ein Elfmeterschießen. Dieses hätte es beinahe gar nicht mehr gegeben. Der Ex-Kickers-Emden-Spieler Heiko Visser lief alleine aufs Tor zu und schoss rüber.

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