Hamburg  Neue Corona-Welle: Was Urlauber vor ihrer Reise beachten sollten

Alexander Barklage
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Von Alexander Barklage
| 16.07.2024 19:25 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Vor Reisebeginn sollten sich Urlauber mit den Bestimmungen des jeweiligen Landes beschäftigt haben. Foto: dpa/PA Wire
Vor Reisebeginn sollten sich Urlauber mit den Bestimmungen des jeweiligen Landes beschäftigt haben. Foto: dpa/PA Wire
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In Deutschland leiden aktuell überdurchschnittlich viele Menschen an Atemwegserkrankungen, darunter auch Corona. Kurz vor dem Start in den Urlaub sollte man dabei einiges beachten.

Sommergrippe oder Corona: Aktuell ist die Zahl der Atemwegserkrankungen in diesem Sommer in Deutschland sehr hoch. Das Robert-Koch-Institut spricht in seinem wöchentlichen Bericht zur epidemiologischen Lage von 5,1 Millionen Betroffenen.

Auch im Norden, wie zum Beispiel in Schleswig-Holstein, haben nach Zahlen der AOK aktuell so viele Menschen Atemwegsinfektionen wie sonst nie zu dieser Jahreszeit. Mehr als 14.000 AOK-Mitglieder seien deswegen in den vergangenen vier Wochen krankgeschrieben worden. Das seien fast 40 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte die AOK mit.

Auch im europäischen Ausland sowie in den USA steigen die Covid-19-Fälle leicht. Das RKI führe das auf die derzeit zirkulierenden Varianten JN.1 und KP.3 zurück, hieß es. In Deutschland sei Covid-19 gemäß Infektionsschutzgesetz weiter meldepflichtig. „Testungen erfolgen wie bei anderen meldepflichtigen Krankheiten auf Grundlage der ärztlichen Entscheidung.“ Eine generelle Testpflicht gibt es bundesweit aber schon seit Frühjahr 2023 nicht mehr. Sehr viele Infektionsfälle dürften daher auch nicht in der Sieben-Tage-Inzidenz berücksichtigt sein, die derzeit niedrig ausfällt.

Auch wenn es längst keine volle Erfassung der Infektionsfälle mehr gebe, könnten die aktuellen Meldezahlen den saisonalen Verlauf doch zuverlässig abbilden, schilderte das Ministerium. Und Covid-19-Erkrankungswellen ließen sich nach wie vor erkennen.

Generell gibt es laut WHO keine Covid-Reiseeinschränkungen mehr. Die internationale gesundheitliche Notlage für Covid-19 wurde im Mai 2023 aufgehoben. Es müssen keine Impfnachweise, Genesenennachweise oder Testnachweise vorgezeigt werden.

Das Auswärtige Amt weist weiterhin auf die mit dem internationalen Reiseverkehr verbundenen Risiken hin, die vor allem Personen ohne vollständigen Impfschutz sowie vulnerable Personengruppen betreffen.

Die Behörden des jeweiligen Landes, in das man einreisen will, ergreifen unterschiedliche Maßnahmen. Egal, ob der Reisende schon mit einer Covid-Erkrankung einreist oder sie sich erst im Urlaubsort eingehandelt hat. Bei häufig wechselnden Einreisebestimmungen ist es deshalb wichtig, sich vor ab gut über die aktuell geltenden Regeln für das Urlaubsziel zu informieren. Aktuelle Informationen kann man sich immer auf der Seite des Auswärtigen Amts einholen. Aus moralischer Sicht sollte jeder selbst entscheiden, ob man krank Urlaub machen möchte und dabei auch noch Mitreisende ansteckt.

Eine gut ausgestattete Reiseapotheke kann für eine Reihe von Gefahren wappnen, auch wenn das Coronavirus selbst nicht dazugehört. Eine Schutzmaske gehört mittlerweile auch mit dazu.

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