Berlin Jakobskreuzkraut im Garten: So entfernen Sie die giftige Pflanze
Das Jakobskreuzkraut wächst häufig am Straßenrand oder auf Weideflächen. Doch auch im heimischen Garten kann die hochgiftige Pflanze vorkommen. Was in solchen Fällen zu tun ist.
Mit seinen gelben Blüten sieht das Jakobskreuzkraut – häufig auch Jakobsgreiskraut oder einfach nur Jakobskraut genannt – recht hübsch aus. Doch zu Dekozwecken oder gar für kulinarische Zubereitungen eignet sich die Pflanze nicht: Sie ist nicht nur extrem hartnäckig, sondern auch hochgiftig.
Besonders Pferdebesitzer fürchten das Greiskraut, auch für Menschen ist es nicht ungefährlich. Was Sie darüber wissen sollten.
Das Jakobskreuzkraut wächst meistens am Straßenrand, auch an Böschungen oder auf Weideflächen ist es häufig zu finden. In den vergangenen Jahren hat es sich weiter ausgebreitet, sodass es mittlerweile auch im Garten beziehungsweise auf Grundstücksflächen vorkommt. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass das Jakobskreuzkraut als relativ anspruchslos gilt.
Das Greiskraut fängt im Juni an zu blühen. Seine vollständige Pracht entfaltet es dann im darauffolgenden Monat. Der Blütezeit um den 25. Juli – dem Jakobstag – verdankt die Pflanze im Übrigen auch ihren Namen.
Wegen der gelben Blüten ähnelt das Jakobskreuzkraut einigen anderen Pflanzen, wie beispielsweise Löwenzahn. Damit es nicht zu Verwechslungen kommt, sollten Sie auf diese Merkmale achten:
Alles Pflanzenteile des Jakobskreuzkrauts sind giftig, das gilt auch für die Blüte. Vor allem für Weidetiere wie Pferde und Rinder kann der direkte Kontakt gefährlich werden. Zwar besitzen sie ein natürliches Gespür für den bitteren Geschmack der Pflanze. Im getrockneten Zustand geht dieser jedoch verloren. Im gemähten Heu wird das Jakobskreuzkraut so zur Gefahr für die Tiere, warnt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen.
Für Menschen kann bereits ein Hautkontakt zu Reizungen führen. Das Greiskraut enthält Pyrrolizidinalkaloide. Es handelt sich dabei um sekundäre Pflanzenstoffe, die langzeittoxisch wirken. Das heißt, dass der Stoff sich im Organismus erst langsam anreichert, bevor die Symptome erkannt werden können.
Die Folgen sind Leberschäden, Kreislaufprobleme, allgemeine Vergiftungserscheinungen sowie Magen-Darm-Probleme, wie etwa blutiger Durchfall. Zwar ist bislang ungeklärt, ab welcher Menge Jakobskreuzkraut für den Menschen tödlich ist. Hat ein Mensch die Pflanze gegessen, sollte jedoch in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.
Wächst Jakobskreuzkraut in Ihrem Garten, müssen Sie damit rechnen, dass schnell weitere Exemplare nachkommen. Denn die Samen der Pflanze und die langen Wurzeln sorgen dafür, dass sich das Greiskraut hartnäckig ausbreitet. Mit einer Hacke oder einem Rasenmäher ist es nicht getan. Im Gegenteil: Das Stutzen sorgt lediglich dafür, dass die Pflanze noch stärker wächst.
Daher sollte die gesamte Pflanze ausgegraben werden. Voraussetzung dafür ist, dass nur geringe Mengen Jakobskreuzkraut in Ihrem Garten wachsen. So sollten Sie vorgehen:
Hat sich das Jakobskreuzkraut bereits massiv ausgebreitet, helfen in der Regel chemische Mittel, beispielsweise Glyphosat. Die Anwendung ist lediglich durch fachkundiges Personal erlaubt, wie unter anderem das Bundeslandwirtschaftsministerium informiert. Nach der Behandlung muss die betreffende Fläche abgesperrt werden, da die chemischen Mittel höchst gesundheitsschädlich für Kinder und Haustiere sind.