Berlin  Viel Vitamin C: In diesem Obst und Gemüse ist am meisten von dem Immunbooster enthalten

Jakob Patzke
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Von Jakob Patzke
| 04.07.2024 15:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
Viele Obst- und Gemüsesorten enthalten Vitamin C. Doch wo ist am meisten drin? Foto: Imago/Zoonar
Viele Obst- und Gemüsesorten enthalten Vitamin C. Doch wo ist am meisten drin? Foto: Imago/Zoonar
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Vitamin C schützt die Zellen und ist wichtig für die Haut, Knochen und Zähne. Vor allem aber stärkt es unser Immunsystem und bewahrt uns somit häufig vor Erkrankungen. Wir zeigen Ihnen, welches Obst und Gemüse besonders viel Vitamin C enthält.

Eines vorweg: Die Früchte mit dem meisten Vitamin C befinden sich nicht in dieser Liste. Dazu gehört unter anderem die australische Buschpflaume, die einen Vitamin C-Gehalt von bis zu 3150 Milligramm pro 100 Gramm Fruchtfleisch enthält.

Auch die exotische Frucht Camu-Camu aus dem Amazonasgebiet verfügt über reichlich Vitamin C, bis zu 1800 Milligramm pro 100 Gramm. Allerdings sind diese Obstsorten in unseren Breitengraden kaum bekannt und schlecht verfügbar. Daher konzentriert sich diese Liste auf Obst und Gemüse, das problemlos in herkömmlichen Läden gekauft werden kann.

Ist die Zitrone wirklich das Obst mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt? Ein Blick auf unsere Rangliste zeigt, dass es Obstsorten mit weit mehr Vitamin C gibt.

Viele Menschen dürften eher unschöne Erinnerungen an Hagebutten haben, unter anderem wegen des verhassten Hagebutten-Tees in Schullandheimen. Dabei ist das Rosengewächs extrem förderlich für eine gute Gesundheit.

Bis zu 1250 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm enthalten laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) Hagebutten. Wer mit einem Tee keine schlechten Erinnerungen hervorrufen will, der kann die Früchte roh verzehren oder als Marmelade einkochen.

Sanddorn ist unter mehreren Namen bekannt: Fasanbeer, Haffdorn, Seedorn oder auch „Zitrone des Nordens.“ Dabei besitzt diese heimische Beere deutlich mehr Vitamin C, als die gelbe südländische Frucht. Mit 450 Milligramm pro 100 Gramm enthält Sanddorn fast zehnmal soviel von dem immunsystemfördernden Stoff wie eine Zitrone.

Speziell im Winter eignen sich die Früchte perfekt für Marmelade oder Kompott. Sie können auch roh gegessen werden, allerdings sind sie sehr sauer. Zudem ist Sanddorn auch in vielen gesunden Säften enthalten.

In Deutschland hat die Schwarze Johannisbeere von Juni bis August nur eine kurze Saison. Es lohnt sich aber, die Zeit zu nutzen. Denn die dunklen Beeren beinhalten bis zu 180 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm und sind damit noch gesünder als die verwandten Roten Johannisbeeren. Dieses Obst eignet sich ebenfalls für Marmelade oder für die Zubereitung von gesunden Säften.

Goldene Kiwis gehören laut einer Studie mit 161 Milligramm Vitamin C auf 100 Gramm zu den Spitzenreitern bei den Obstsorten mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt. Die grüne Sorte schneidet mit 93 Gramm aber auch noch sehr gut ab.

Ursprünglich kommt die Frucht aus dem zentralen und östlichen China, inzwischen wird sie aber auch in Europa angebaut. Eine Frucht reicht, um den täglichen Vitamin-C-Bedarf eines Erwachsenen zu decken – ganz ohne Nahrungsergänzungsmittel.

Die saisonale Frucht gehört nicht nur zu den beliebtesten Obstsorten in Deutschland, Erdbeeren sind auch sehr gesund und reich an Vitamin C. Davon enthalten die roten Früchte bis zu 65 Milligramm pro 100 Gramm. Greifen Sie in der Erdbeersaison also wieder beherzt zu.

Die meisten dürften das Thema Vitamin C vor allem mit der Zitrone in Verbindung bringen. Auch wenn die gelbe Frucht nicht den höchsten Gehalt enthält, können sich 53 Milligramm durchaus sehen lassen. Mit einer heißen Zitronen oder einem Ingwerwasser mit einem Spritzer des gelben Saftes kann ohnehin niemand etwas falsch machen. Mit 50 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm folgt übrigens kurz dahinter die Orange, die neben dem wertvollen Vitamin auch Kalium, Magnesium und Calcium enthält.

Doch nicht nur diverse Obstsorten besitzen einen hohen Gehalt an Vitamin C, auch das Gemüse braucht sich dahingehend nicht zu verstecken – zumal einige Sorten durchaus mehr Milligramm des Vitamins besitzen, als ihre fruchtigen Kollegen.

Zugegeben, mit der australischen Buschpflaume oder Camu-Camu kann die Paprika nicht mithalten, doch durchschnittlich 135 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm sind ebenfalls ein stolzer Wert. Dabei variiert der Gehalt zwischen den unterschiedlichen Farben: Das meiste Vitamin C enthält die rote Paprika, dahinter folgen die grüne und die gelbe Paprika.

Das grüne Gemüse enthält wichtige Stoffe wie Carotin, Vitamin B, Kalium, Calcium und Phosphor. Doch das stärkste Potenzial steckt im Vitamin C-Gehalt: bis zu 115 Milligramm pro 100 Gramm. Damit das Vitamin C und die anderen wertvollen Inhaltsstoffe nicht verloren gehen, sollte der Brokkoli schonend gegart und nicht zu lange gekocht werden.

Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Fakt ist aber, dass Rosenkohl äußerst reichhaltig an Vitamin C ist, 110 Milligramm pro 100 Gramm. Der hohe Vitamin C-Gehalt gilt übrigens für alle Sorten des Kohlgemüses, der Rosenkohl besitzt jedoch mit Abstand das meiste. Darüber hinaus sind die enthaltenen Bitterstoffe cholesterinsenkend und verdauungsfördernd. Für Verächter von Rosenkohl dürfte dies dennoch nur ein schwacher Trost sein.

Speziell in Norddeutschland besitzt der Grünkohl Tradition. Doch während ihn die meisten in Kombination mit Pinkelwurst und Kassler kennen, gibt es noch mehr Zubereitungsvarianten, die darüber hinaus weniger gehaltvoll ausfallen. So bietet sich der Grünkohl beispielsweise als Salat oder als Smoothie an. Das Immunsystem wird es danken. Denn 100 Gramm Grünkohl enthalten bis zu 105 Milligramm Vitamin C.

Wer an Magen-Darm-Problemen leidet, greift mittlerweile neben dem klassischen Pfefferminztee auch zum Fencheltee. Kein Wunder, denn die ätherischen Öle wirken sich heilend auf die gereizten Organe aus. Doch auch für ein starkes Immunsystem ist der Fenchel förderlich, besitzt er doch 93 Milligramm pro 100 Gramm davon.

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