Innovative Idee Krankheiten erkennen – Leeraner gewinnt Preis für KI-Innovation
Lorenz Rutkevich aus Leer wurde bei „Jugend gründet“ mit dem Sonderpreis für Künstliche Intelligenz ausgezeichnet. Mit seiner innovativen Geschäftsidee will der Schüler kranken Menschen helfen.
Leer - Mit seiner Geschäftsidee will der 17 Jahre alte Lorenz Rutkevich aus Leer nichts Geringeres erreichen, als die Patientenversorgung auf der ganzen Welt verbessern – und hatte es damit sogar am 11. und 12. Juni 2024 in das bundesweite Finale von „Jugend gründet“ geschafft. SeesDisease, so der Name der Firma, soll dabei helfen, Krankheiten innerhalb weniger Minuten erkennen. Wie das gehen soll? „Wir bieten KI-Modelle, die Mikroskopieanalysen automatisieren und so schnellere und präzisere Diagnosen ermöglichen. Dadurch wird die Behandlungsplanung optimiert und die Patientenversorgung verbessert. Davon können Patientinnen und Patienten direkt profitieren“, sagte der Schüler des Teletta-Groß-Gymnasiums bereits gegenüber dieser Zeitung.
Den ersten Platz und damit eine Reise nach Silicon Valley in den USA, der Sitz vieler großer Tech-Firmen, hat er nicht erreicht, erzählt er nun. Aber: „Auch wenn ich keine Platzierung erreicht habe, freue ich mich sehr darüber, den Sonderpreis Künstliche Intelligenz erhalten zu haben“, sagt der 17-Jährige.
Finale mit den besten zehn Teams
Beim Bundesfinale von „Jugend gründet“ waren die besten zehn Teams des Wettbewerbsjahres nach Stuttgart eingeladen, um dort ihre Geschäftsideen ein letztes Mal der Jury zu präsentieren, teilen die Organisatoren mit. „Die Konkurrenz war so groß wie nie: Erstmalig wurden im bundesweiten Schülerwettbewerb für mehr Gründungsgeist über tausend Businesspläne eingereicht“, heißt es in einer Mitteilung. Die Herausforderung für die Jugendlichen beim Finale in Stuttgart: Die Expertinnen und Experten mit einem selbst gestalteten Messestand inklusive Pitch von der eigenen Geschäftsidee überzeugen.
Auch der Leeraner TGG-Schüler hinterließ Eindruck. „Der systematische Ansatz und die Tiefe der KI-Forschung, die hier bereits geleistet wurden, haben mich besonders beeindruckt“, wird Preisstifter Carsten Kraus, KI-Experte sowie Gründer und Geschäftsführer der CK Holding GmbH, zitiert. Mit dem Sonderpreis Künstliche Intelligenz wolle der Unternehmer Lorenz Rutkevich darin unterstützen, seine KI-Geschäftsidee weiterzuentwickeln. Der Schüler dürfe sich über einen Hochleistungsrechner zur Berechnung von KI-Anwendungen freuen. „Die Jury lobte die weit ausgereifte Idee, die Lorenz durchweg souverän und präsentierte“, heißt es weiter.
Bundessieg für innovative Sonar-Sehhilfe
Aber auch insgesamt hätten die Preisrichter „das extrem hohe Niveau“ der Finalistinnen und Finalisten betont. Die Entscheidung, welche Teams auf den ersten Plätzen landen sollten, sei den Expertinnen und Experten entsprechend schwer gefallen.
Den 1. Platz und damit den „Jugend gründet“-Bundessieg 2024 habe sich das Team „blind Sonar“ mit Ferdinand Horn, Julian Schenker und Dominik Schuler vom Lichtenstern-Gymnasium in Sachsenheim (Baden-Württemberg) gesichert. Ihre Geschäftsidee ist eine selbst entwickelte Sonar-Sehhilfe, die Menschen mit Sehbehinderung eine haptische Wahrnehmung der Umgebung ermöglicht.