Europa Zahl der Drogentoten in Europa steigt - die meisten davon in Deutschland
Die Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) hat ihren Bericht für 2024 veröffentlicht. Besonders besorgniserregend sind die Zahlen in Bezug auf Opiate und Amphetamine wie Kokain.
Die EMCDDA hat ihre jährlichen Zahlen zum Thema Drogennutzung und Drogentote in Europa herausgebracht. Seit Jahren steigt die Gesamtzahl der Drogentode in Europa an. Für Deutschland gilt das Gleiche.
Laut des Berichts gab es in der gesamten EU im Jahr 2022 6392 Drogentote. In Deutschland waren es im selben Jahr 1631. Damit sind knapp mehr als 25 Prozent der Tode in Deutschland erfolgt. Zum Vergleich hat Deutschland aber nur einen Anteil an der europäischen Gesamtbevölkerung von etwa 14 Prozent.
Heroin bleibt weiterhin das meist genutzte Opiat in Europa. Trotzdem wird auch die Situation um andere Formen von illegalen Opiaten genau beobachtet, denn in 2022 erfolgten etwa 74 Prozent der Drogentode in der EU im Zusammenhang mit Opiaten. Fentanyl und Nitazen sind synthetische Opiate, die in den vergangenen Jahren gehäuft auch in Europa vorkommen. Eine Opiate-Krise wie in den USA gibt es in der EU allerdings noch nicht.
Kokain steht laut des Berichts, hinter Cannabis, auf Platz zwei der am meisten konsumierten illegalen Drogen in Europa. Die beim illegalen Import von Kokain beschlagnahmte Menge hat 2022 zum sechsten Jahr in Folge einen neuen Höchstwert erreicht. Laut der Europäischen Kommission waren es insgesamt 323 Tonnen, die hauptsächlich in Spanien, Belgien und den Niederlanden, vor allem im Hafen von Antwerpen, gesichert werden konnten.
Während die Daten keine sehr detaillierte Analyse von besonders gefährlichen Kombinationen von bestimmten Drogen hergeben, wird trotzdem vermutet, dass Mischkonsum „die Norm“ sei. Außerdem wird dort, wo toxikologische Informationen über Tode vorhanden ist, „üblicherweise die Präsenz von mehreren Substanzen“ berichtet.
Laut dem Bericht der EMCDDA sind ebenfalls bestimmte Alters- und Geschlechterverhältnisse klar zu erkennen. So sind EU-weit 77 Prozent der Drogentoten Männer, in Deutschland waren es zu 83 Prozent Männer. Die Altersgruppe 25 bis 44 Jahre hat sowohl bei Männern als auch Frauen mit Abstand die meisten Tode.