Großkräne im Einsatz  Stahlträger am Gymnasium in Leer montiert

Karin Lüppen
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Von Karin Lüppen
| 05.06.2024 15:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Auf jeder Seite der Schule steht ein Schwerlastkran. Die Ubbo-Emmius-Straße war zeitweise gesperrt. Foto: Wolters
Auf jeder Seite der Schule steht ein Schwerlastkran. Die Ubbo-Emmius-Straße war zeitweise gesperrt. Foto: Wolters
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Zwei Großkräne waren beim Ubbo-Emmius-Gymnasium im Einsatz. Sie schoben wuchtige Stahlträger direkt unters Dach. Ein Blick ins Innere. Mit Bildergalerie.

Leer - Bei der Sanierung der Fassade und des Dachs am historischen Altbau des Ubbo-Emmius-Gymnasiums in Leer waren am Dienstag zwei Großkräne gleichzeitig im Einsatz. Mit dem Gerät schoben die Handwerker sieben schwere Stahlträger direkt unter das Dach über dem Musiksaal. Dabei musste präzise gearbeitet werden.

An der Stelle hatte es zuvor Probleme mit dem Dachstuhl gegeben. Unter anderem war ein Tragbalken gebrochen. Das Schulgebäude stammt aus dem Jahr 1909, so alt ist auch der Dachstuhl. Die Schule hatte den Dachboden als Lagerraum genutzt, obwohl er dazu nicht gedacht war. Das hatte Folgen.

Bildergalerie
15 Bilder
Wuchtige Stahlträger am Ubbo-Emmius-Gymnasium in Leer eingehängt
04.06.2024

Mit den neuen Stahlträgern, die pro Stück 850 Kilogramm wiegen, soll der Dachstuhl so gefestigt werden, dass er künftig wieder als Archiv und Lagerraum genutzt werden kann. Das Dach der Schule wurde abgedeckt, die historischen Dachziegel sollen wiederverwendet werden. Vor allem das Dach über der Aula soll damit eingedeckt werden. Für die Dachflächen, die dann noch übrig sind, werden originalgetreue Nachbildungen aus einer Spezialziegelei verwendet.

12.000 Ziegel werden nachgebildet

12.000 Ziegel werden von der Manufaktur Ullrich aus Forst, die auf historische Dachziegel spezialisiert ist und zum Beispiel die Dacheindeckung für die Kirche St. Ludwig München oder die Trinkhalle Baden-Baden geliefert hat, hergestellt. Dafür muss der Landkreis allein eine halbe Million Euro berappen. Weitere 235.000 Euro kostet die Erneuerung des Holztragwerks. Dafür gab es eine Unterstützung in Höhe von 100.000 Euro von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Nach dem Dach kommt noch die Fassade dran, und die liegt Schulleiterin Ute Wieligmann am Herzen. Tür- und Fensterrahmen seien marode, „einige lassen sich nicht mehr öffnen“, sagt sie. An der Fassade gibt es Elemente aus Sandstein, die restauriert werden müssen. Diese Arbeiten kosten zusammen rund 497.000 Euro. Das über 100 Jahre alte Gebäude sei für die Schule von großer Bedeutung, sagt Wieligmann. Der markante Altbau sei eine Art Werbung für das Gymnasium. „Es ist ein Schatz in Leer, der muss erhalten werden“, findet sie.

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