Osnabrück  SPD sieht mit FDP-Attacke auf Kanzler Olaf Scholz „rote Linie überschritten“

Lucas Wiegelmann
|
Von Lucas Wiegelmann
| 29.05.2024 14:47 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
„Man erreicht ihn nicht“: Die Ampel-Koalitionäre Olaf Scholz (SPD) und Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) Foto: dpa/Michael Kappeler
„Man erreicht ihn nicht“: Die Ampel-Koalitionäre Olaf Scholz (SPD) und Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) Foto: dpa/Michael Kappeler
Artikel teilen:

FDP-Verteidigungsexpertin Strack-Zimmermann hat Bundeskanzler Scholz „autistische Züge“ bescheinigt. Nun reagiert der Ampel-Koalitionspartner SPD, und zwar heftig. Europakandidatin Katarina Barley spricht von „Pathologisierung des Konkurrenten“.

Die SPD sieht mit der FDP-Grundsatzkritik an der Ampel-Zusammenarbeit mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) eine Grenze überschritten.

„In Talkshows wird geschrien und beleidigt. Und nun erleben wir auch noch die Pathologisierung des Konkurrenten“, sagte die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Katarina Barley, im Gespräch mit dieser Redaktion. „Das überschreitet eine rote Linie im demokratischen Wettbewerb.“ Sie merke, „wie Maß und Mitte in der Debatte verloren gehen“.

Barley reagierte auf Interviewäußerungen der FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Die Europa-Kandidatin und Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag hatte über Scholz gesagt, er habe „geradezu autistische Züge“ und sei „ein krasser Rechthaber“. Das betreffe „alle Belange“ und werde auch von seinen Parteifreunden so gesehen.

„Ich bin froh, dass der Kanzler überlegt, bevor er entscheidet, und dann besonnen handelt“, sagte Barley unserer Redaktion. „Seine ruhige Art ist eine Tugend, mit der er dieses Land sicher durch die vielen Krisen steuert.“ Es sei leicht, alles besser zu wissen, wenn man nicht die Verantwortung für das Wohl eines ganzen Landes trage. „Olaf Scholz macht sich kundig, berät sich umfangreich und beschließt. Er steht dann für seine Entscheidungen ein“, so Barley.

Ähnliche Artikel