Ehemaliges Café Die Alte Zollstation in Detern hat neue Besitzer
Das ehemalige Café an der Jümme in Stickhausen hat neue Besitzer gefunden. Das sind die Pläne des jungen Paares.
Stickhausen - Mit dem weiten Ausblick, der direkten Lage an der Jümme und der Burg direkt nebenan scheint das ehemalige Café in Stickhausen, einem Ortsteil von Detern, eigentlich optimale Voraussetzungen zu haben, um wiederbelebt zu werden. Vor gut zwei Jahren hatten die Inhaber Uschi und Thorsten Dorloff den Betrieb in der Alten Zollstation aufgegeben und das historische Gebäude zum Verkauf angeboten.
Entsprechend lange hatte das Ehepaar aus Nordrhein-Westfalen nach neuen Besitzern gesucht, jetzt sind sie gefunden. Damit ist nun auch klar: Die Hoffnung, dass es in der Alten Zollstation wieder ein gastronomisches Angebot geben wird, ist gestorben.
Paar will im Alten Zollhaus in Stickhausen wohnen
Ein junges Paar, erzählt Uschi Dorloff im Gespräch mit dieser Zeitung, habe inzwischen den Kaufvertrag unterschrieben. Das Café werden sie aber nicht betreiben, weiß Dorloff. „Sie wollen es privat nutzen und dort wohnen“, erzählt sie. Die Renovierung laufe schon. Unter anderem bei der Haushaltsauflösung des alten Amtshauses an der Burg Stickhausen hätte das Paar im April nach passendem Inventar gesucht – und ist fündig geworden. „Sie möchten den alten Charme des Gebäudes behalten“, sagt Gertrud von Heymann vom Burgverein, der den Verkauf organisiert hatte.
„Die beiden warten nur noch darauf, dass sie eine Bescheinigung zur Nutzungsänderung vom Landkreis erhalten, weil es vorher gastronomisch genutzt wurde“, erklärt Dorloff. Auch Ruben Grüssing, der Bürgermeister von Detern, ist froh, dass das historische Gebäude nun wieder in festen Händen ist. „Es wäre natürlich schön, wenn wieder ein Café oder eine andere Gastronomie eingezogen wäre. Aber so ist das nun einmal, mit Angebot und Nachfrage“, sagt er. Es sei nun einmal nicht attraktiv ein Gebäude, das so viele baurechtliche Bestimmungen mit sich bringt, wieder zu bewirtschaften. „Wir freuen uns jetzt auf zwei neue Bürger“, sagt er.
Frühere Versuche der Wiederbelebung sind gescheitert
Dabei schien es im vergangenen Jahr noch mit einem Café zu klappen. Denn: Eigentlich hätte das Gebäude längst verkauft sein sollen. Sonja Wagner und ihr Mann aus Weener hatten sich ein Konzept für die Nutzung des Gebäudes überlegt. Doch es scheiterte an, wie sie sagen, Schwierigkeiten mit den Behörden und letztendlich am Geld. „Wir waren Feuer und Flamme, mussten jedoch lernen, dass es zu viele Auflagen gibt, die erfüllt sein müssten oder gar nicht erfüllt werden können, weil sich die Bestimmungen verschiedener Ämter nicht in Einklang bringen lassen“, sagte Wagner gegenüber dieser Zeitung.
„Wir wollten nicht selbst dort wohnen, sondern Ferienwohnungen schaffen und das Café wieder eröffnen. Dies ist jedoch mit der derzeitigen Genehmigung nicht gestattet und auf Duldungen wollen wir uns nicht verlassen, da diese jederzeit widerrufen werden können“, so Wagner weiter.
Frühere Inhaber sind wieder in Nordrhein-Westfalen
Die früheren Inhaber Uschi und Thorsten Dorloff leben inzwischen hauptsächlich wieder in Duisburg. „Wir sind froh, dass es jetzt verkauft ist. Und besser so, als dass es verfällt“, sagt Uschi Dorloff. Das Ehepaar will aber auch künftig in Ostfriesland auf sich aufmerksam machen, sagte sie schon gegenüber dieser Zeitung. „Wir werden immer ein Bein in Ostfriesland behalten“, so Dorloff.
Es gebe einige musikalische Pläne, verrät sie. Das Paar machte in der Vergangenheit immer wieder mit TV-Auftritten auf sich aufmerksam. So nahm Uschi Dorloff 2022 unter ihrem Künstlernamen Uschi Frei an einer Sat1-Show teil. Gemeinsam verkauften die beiden außerdem in der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ eine 140 Jahre alte Vase, die sie bei der Renovierung der Alten Zollstation entdeckten.