Unterwegs mit Auto oder Rad Diese Straßen wurden in Emden saniert – und diese folgen noch
Die Trogstrecke in Emden ist zwar eine Dauerbaustelle. Anderswo in der Stadt laufen Sanierungen aber zügiger. Und weitere sind dieses Jahr geplant.
Emden - Es wird viel gemeckert, aber in Sachen Straßensanierung hat sich in Emden in diesem Jahr schon einiges getan. Die Arbeiten bei den Straßen Treckfahrtstief, Althusiusstraße und Wolthuser Straße wurden abgeschlossen. Auf der Nesserlander Straße wurde auf Höhe des Bahnübergangs der Abschnitt neu asphaltiert und markiert. Eigentlich hätte das parallel zur Sanierung des Bahnübergangs passieren sollen, doch die Deutsche Bahn bummelte.
Die Sanierungen an den Übergängen an der Cirksenastraße und Am Eisenbahndock laufen, doch für die an der Nesserlander Straße nannte die Bahn zuletzt kein konkretes Startdatum mehr. Gute Nachrichten: Die Eggenastraße als wichtige Verbindung vom Krankenhaus zur Auricher Straße ist mittlerweile keine Buckelpiste mehr. Hier laufen aktuell nur noch Restarbeiten im Gehwegbereich, teilt Nils Andersson, Betriebsleiter des Bau- und Entsorgungsbetriebs Emden (BEE), auf Nachfrage mit.
Welche Straßensanierungen stehen als nächstes an?
Die Dauerbaustelle Trogstrecke besteht seit 2020. Aktuell laufen die Betonierungsarbeiten planmäßig in dem Abzweig „Zur alten Brikettfabrik“, schreibt Dinkela auf Nachfrage. An diesem Donnerstag, 30. Mai 2024, soll die Presse bei einem Termin vor Ort über das weitere Vorgehen bei der wichtigen Verkehrsanbindung zum Hafen informiert werden. In der Thorner Straße werden die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt weitergeführt. Die gesamte Straße ist dann abschließend saniert. Zwischen der Butjadinger Straße und dem Zweiten Polderweg soll in Asphaltbauweise eine Verbindungsstraße hergestellt werden.
Weiterhin steht an, dass die Brücke an der Bolardusstraße nahe des Blumenpavillons zum Wall ersetzt werden soll. Die Ausführungsplanung läuft, Ende September soll das bereits beauftragte Unternehmen die neue Brücke aufsetzen. Mit 2,50 Meter Breite wird sie für Fußgänger und Radfahrer deutlich komfortabler sein als jetzt, so der Plan. In der Bahnhofstraße in Widdelswehr soll die Asphaltfahrbahn von der Kreuzung der Blumenstraße bis einschließlich der Brückenrampe über den Ems-Seitenkanal saniert werden. Zudem soll die Straßenentwässerung in diesem Bereich verbessert werden. Der Auftrag wurde vergeben und der Beginn der Bauarbeiten ist für das Frühjahr angesetzt.
Was ist mit Schlaglöchern?
In den vergangenen Wochen wurden auch ein paar Schlaglöcher in der Innenstadt aufgefüllt und die Straßen damit weniger „rumpelig“ gestaltet. Das ist beispielsweise auf der Kreuzung Neutorstraße/Zwischen Beiden Bleichen, beim Agterum, an der Nordertorstraße passiert. Insbesondere nach dem Winter sind Löcher in den Straßen meist stark ausgeprägt.
Wir haben beim BEE nachgefragt, nach welchem Prinzip die Straßen ausgebessert werden: „Die Straßenkontrolleure des BEE inspizieren in regelmäßigen Zeiträumen die Emder Straßen und nehmen die Schäden auf“, schreibt Nils Andersson. Je nach Schwere der Schäden und der Wichtigkeit der Straßen, also je nach Verkehrsaufkommen dort, würden diese Schäden dann repariert. „Hierbei handelt es sich dann aber nur um Ausbesserungen und nicht um größere Sanierungen“, erklärt er. Auf die Frage hin, welche Straßen als nächstes dran sind, schreibt er: „Diese Arbeiten werden sukzessive weitergeführt.“
Was ist mit Fahrradstraßen?
Vor kurzem ist auch der rund 950 Meter lange Radweg am Frisia-Schlot, der insbesondere als Verbindung zum VW-Werk genutzt wird, fertig gestellt worden. „Der vorhandene Schotterweg wurde aufgearbeitet, ein Vlies und eine neue Tragschicht aus Mineralgemisch eingebaut“, schreibt Stadtsprecher Eduard Dinkela dazu. Die neue Asphalttragdeckschicht wurde abschließend aufgetragen. Jetzt ist der Radweg 2,50 Meter breit. Die Auftragssumme lag bei brutto 127.000 Euro. Die Kosten werden über das Radweg-Etat des BEEs abgerechnet. Eine Förderung war nicht möglich.
Am Radweg sollen nach und nach noch Sitzbänke aufgebaut werden. Die Flächen für die Möbel wurden bereits erstellt, schreibt Dinkela. Auch sollen noch „zahlreiche Jungbäume in der jetzt kommenden Pflanzsaison (Winter 24 bis Frühjahr 25) gepflanzt“ werden. Der Rad- und Wanderweg war nach schweren Stürmen im Februar 2022 unpassierbar geworden. Unter anderem waren auf dem Abschnitt 30 alte Pappeln umgestürzt oder umgeknickt. Nach langen Diskussionen hatte der Rat beschlossen, alle 53 Pappeln entlang des Weges zu fällen, durch länger lebende Winterlinden zu ersetzen und eine Asphaltdecke auf den Weg aufzubringen.
Welchen Plan gibt es für den Radverkehr?
Die Stadt Emden will in den kommenden zehn bis 15 Jahren den Fahrradanteil an dem Verkehr in Emden auf 40 Prozent erhöhen. Im Rahmen dessen „entstehen weiterhin neue Fahrradstraßen in Emden“, so Dinkela. Sie sollen ein prägendes und wiederkehrendes Element im Zuge von Hauptradrouten darstellen, damit sie eine attraktive Alternative abseits der Radwege an Hauptverkehrsstraßen bieten. Für dieses Jahr ist geplant, dass die Jahnstraße und im Anschluss die Braunsberger Straße im Herrentor-Viertel zu Fahrradstraßen umgebaut werden.
Nach Abschluss dessen gibt es in Emden zwölf Fahrradstraßen. Dazu gehören zum Beispiel die Straßen Alte Heringsfischerei, Am Treckfahrtstief, Außer dem Beckhofstor, Außer dem Nordertor, Conrebbersweg, Hermann-Löns-Straße, Lienbahnstraße, Sielweg und Ziegeleistraße. Auch die wichtige Verkehrsachse Neutorstraße war im Abschnitt zwischen Agterum und Rathausplatz im Rahmen der Verkehrsexperimente eine Zeit lang als Fahrradstraße markiert. Dauerhaft soll dort allerdings ein sogenannter verkehrsberuhigter Geschäftsbereich eingerichtet sein und keine Vorfahrtsstraße für Fahrräder.