Ein Ort für Kinderrechte Das wünschen sich Mädchen und Jungen in Emden
Der Kinderschutzbund und die Berufsbildenden Schulen I in Emden haben einen neuen Ort für die Rechte und Wünsche von Kindern geschaffen. Diese Zeitung hat zehn Forderungen der Jüngsten ausgewählt.
Emden - Kinder in Emden können jetzt wieder an einem zentralen Ort ihre Wünsche und Forderungen für alle sichtbar machen. Am Burgplatz in der Innenstadt gibt es dafür eine neue Stele, die in Zusammenarbeit des Emder Kinderschutzbundes und der Berufsbildenden Schulen (BBS) I der Stadt entstanden ist. Am 75. Geburtstags des Grundgesetzes wurde die Säule am 23. Mai 2024 mit einem bunten Fest für die Kinderrechte ihrer Bestimmung übergeben.
Die Stele am Eingang zum neuen Spielplatz am Burgplatz steht neben dem sogenannten Kinderrechtebaum. Diese Linde wurde im November 2011 gepflanzt. In deren Äste konnten Mädchen und Jungen zunächst bunte Kärtchen hängen, auf denen sie ihre Wünsche und Forderungen äußerten. Zuletzt war es aber still um dieses Projekt geworden. Das hatte auch praktische Gründe. Denn die Linde ist mittlerweile so hoch gewachsen, dass ihr Geäst für Kinder nicht mehr erreichbar ist.
Anstoß kam von den BBS I
Die Initiative dazu, das Projekt wiederzubeleben ging von den BBS I aus, die auch angehende Erzieherinnen und Erzieher ausbilden. Maßgeblich beteiligt waren und sind Klassen der Fachschule für Sozialpädagogik und des Beruflichen Gymnasiums. Die BBS I übernehmen laut Schulleiterin Sabine Noetzel künftig auch die Patenschaft für die neue Kinderrechtsstele.
Finanziert hat die Stele der Emder Kinderschutzbund aus einer Spende, die aus einer Erbschaft stammt. Der Entwurf der grünen und geschwungene Säule stammt von der Emder Firma NHM Werbung. Die Wünsche und Forderungen der Kinder sind dort an zwei Seiten hinter Glas platziert und so für alle gut lesbar. Mit dem Projekt hat sich der Kinderschutzbund um den Niedersächsischen Kinderhabenrechtepreis 2024 beworben. Die Entscheidung soll im September 2024 fallen.
OB: Kinderrechte sollen ins Grundgesetz
Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) und die Vorsitzende des Emder Kinderschutzbundes, Regina Meinen, nahmen die Übergabe der Stele zum Anlass, die Aufnahme von Kinderrechten in das Grundgesetz zu fordern. „Es ist wichtig, dass ihr den Mund aufmacht und sagt, was eure Wünsche sind“, sagte der Rathauschef an die Kinder gewandt.
Unsere Zeitung hat sich die neue Kinderrechtestele näher angesehen sowie zehn Wünsche und Forderungen von Mädchen und Jungen exemplarisch ausgewählt. Hinweis; Die Wünsche hat unsere Redaktion im Original - also auch mit Rechtschreibfehlern - übernommen.
Zehn Wünsche und Forderungen von Kindern
- „Ich wünsche mir, dass alle lieb sind für immer.“
- „Jedes Kind darf reiten gehen“
- „Ich wünsche mir für jedes Kind einen tollen Partner.“
- „Jeder soll Freunde finden und eine Familie haben und einen Schlafplatz haben“
Die Wünsche und Forderungen der Kinder an der neuen Stele sind jetzt hinter Glas geschützt. Foto: H. Müller - „Ich wünsche mir mit Freunden zu spielen und die ganze Zeit zu spielen.“
- „Ich wünsche mit, dass alle zur Schule gehen können“.
- „Ich wünsche mir Frieden ohne Mobing und sehr gute Freunde.“
- „Ich wünsche mir, dass der Krieg in der Ukraine aufhört und das es nicht noch mer gibt.“
- „Ich wünsche mir das Alle Lieb sind für immer.“
- „Ich wünsche mir das Kinder nicht geschubst werden.“