OHV Aurich siegt zum Abschluss Bei der Verabschiedung von Josip Crnic kullern auch Tränen
Der OHV Aurich beendet die Handball-Drittliga-Saison mit einem 32:24-Erfolg. Torwart Kuksa trifft zweimal nacheinander. Acht Spieler wurden verabschiedet.
Aurich - Mit einem am Ende doch standesgemäßen 32:24-Sieg (Halbzeit 18:12) gegen den bereits feststehenden Absteiger LIT 1912 II beendeten die Handballspieler des OHV Aurich am Samstagabend vor 1050 Zuschauern in der Auricher Sparkassen-Arena die Saison 2023/2024. Mit diesem Erfolg schaffte das nach der Entlassung von Trainer Pedro Alvarez übergangsweise von Eric Hettmann trainierte Team am Ende doch noch mit dem neunten Platz in der Schlusstabelle einen insgesamt zufriedenstellenden Saisonabschluss.
Nach dem Schlusspfiff tanzten die Akteure des OHV noch eine Runde in der Halle, danach wurden insgesamt sechs Stammspieler der ersten Mannschaft sowie zwei weitere Nachwuchsspieler aus dem erweiterten Kader von Teammanager Ewald Meyer verabschiedet.
Edgars Kuksa nutzt Überzahl aus
Mit viel Tempo begann die Partie gegen die Ostwestfalen, die in der ersten Viertelstunde gleich fünfmal an Edgars Kuksa, dem lettischen Nationaltorhüter im Auricher Kasten, scheiterten und von den Fehlern im Auricher Angriff profitierten. Gleich zweimal traf Rostyvlas Polishchuk das gegnerische Tor nicht, einmal warf auch Kevin Wendlandt weit über das gegnerische Gehäuse, Evgeny Vorontsov leistete sich einen Fehlpass und Polishchuk einen technischen Fehler. Erst ein erfolgreicher Gegenstoß von Jannes Hertlein zum 7:5 nach einem Superpass von Vorontsov läutete die Wende ein.
LIT-Trainer nahm zwar noch eine Auszeit, doch der OHV ließ sich nicht stoppen, Wendlandt knallte das Spielgerät noch einmal gegen die Latte, danach hatte Kuksa seinen besonderen doppelten Erfolg, gleich zweimal nacheinander traf er während der einzigen Zeitstrafe gegen die Gäste aus seinem Wurfkreis knapp 40 Meter zum 11:7 und 12:7 in leere gegnerische Tor. Bis zum Seitenwechsel hielten die Gastgeber trotz einiger Auswechslungen den Vorsprung bis zum 18:12-Halbzeitstand.
Aurichs Jugendteams standen Spalier
Nach dem Wiederbeginn hütete zunächst Kai Ebeling in seinem letzten Spiel für den OHV das Auricher Tor und konnte sich während seiner zehnminütigen Einsatzzeit mit zwei erfolgreichen Paraden auszeichnen. Doch insgesamt lief es im Angriff des OHV nicht zusammen, auch weil jetzt bei den Gästen mit Joonas Klama ein wesentliche stärkerer Keeper das Tor hütete. LIT 1912 II verkürzte gegen die unsortierten Auricher auf 20:21, Hettmann holte seine Mannschaft zur Neujustierung an die Bank, doch auch die dann agierende Stammsechs brauchte eine Anlaufzeit, um die Partie am Ende mit 32:24 doch noch deutlich zu gewinnen.
„Unterm Strich sind wir mit dem neunten Platz zufrieden, wir wären zwar gerne mindestens Sechster geworden, aber nach den vielen Problemen ist auch der neunte Platz okay“, resümierte Aurichs Teammanager Ewald Meyer. Er wurde am Samstagabend auch für die nächste Saison als Teammanager verpflichtet.
Spieldaten
Aurich: Kuksa (2), Jungvogel (n.e.), Ebeling; de Buhr, Wendlandt (5), Fujita (2),Vorontsov (3), H. Stoehr (4), Dannehl (1, davon 1 Siebenmeter), Hertlein (4), Polishchuk (5), Molnar (1), Hegyi, Crnic (2/1), S. Stoehr, Puljic (3).
Spielfilm: 5:3 (7.), 10:7 (18.), 18:12 (30.), 21:20 (41.), 23:23 (47.), 29:23 (56.), 32:24.
Zeitstrafen: Aurich (2), LIT 1912 (1).
Zuschauer: 1050.
Siebenmeter: Aurich 3 / 2 verwandelt , LIT 1 / 2 verwandelt.
Viel Beifall für ihre Leistungen im Trikot des OHV Aurich gab es während der Abschiedszeremonie. Verabschiedet wurden Petar Puljic (Plauen), Balázs Molnar (Landshut), Jorit Reshöft (Hildesheim), Kai Ebeling, Ryuga Fujita (beide Ziel unbekannt), Lukas Meinke (Wilhelmshaven) und Simon Stoehr (Oldenburg). Richtig emotional wurde es, als Josip Crnic seine Spielerkarriere beendete. Die bereits jetzt von ihm trainierten Jugendmannschaften standen Spalier, mit einer kroatischen Fahne drehte er eine Runde durch die Arena. Er wird für den OHV als sportlicher Leiter und Trainer von Jugendmannschaften weiterhin im Einsatz sein.