Bunde-Patzer macht es möglich Bierduschen inklusive – Germania Leer ist Bezirksliga-Meister
Am Dienstagabend haben sich die Fußballer von Germania Leer den Titel gesichert. Die Leeraner machten ihre Hausaufgaben mit einem 3:0-Sieg in Wiesmoor. Parallel verlor Konkurrent Bunde.
Wiesmoor - Rund sechs Minuten mussten sich die Fußballer von Germania Leer nach dem Abpfiff ihres eigenen Spiels in Wiesmoor noch gedulden. Als dann auch das Parallelspiel am Dienstagabend zu Ende war und Titelkonkurrent TV Bunde sein Heimspiel gegen den FC Norden mit 1:3 verloren hatte, durften die Leeraner jubeln. Sie sind Meister der Fußball-Bezirksliga Weser-Ems I.
Der VfL Germania Leer gewann seine Partie am Dienstagabend mit 3:0 bei Germania Wiesmoor. Dadurch hat Leer das Punktekonto auf 78 ausgebaut, der TV Bunde kann durch zwei Siege in den noch ausstehenden beiden Spielen nur noch auf 77 Punkte kommen. „Ich bin so stolz auf die Mannschaft“, sagt Leer-Coach Erhan Colak „Wir haben in dieser Saison gegen so viele Widerstände ankämpfen müssen. Die Jungs haben es sich verdient, Meister zu werden und in die Landesliga aufzusteigen.“
Hennes Janssen trifft doppelt
Nach dem Abpfiff des eigenen Spiels war noch kein Leeraner Jubel zu erkennen. Erst nach etwa sechs Minuten erhielt die Mannschaft, die zu einem Kreis zusammengekommen war, die erlösende Info des Schlusspfiffes aus Bunde. Sie haben es live miterlebt, weil der am Oberschenkel verletzte Leeraner Spieler Salim Schick mit seinem Vater Aku Schick telefonierte. Dieser war Zuschauer in Bunde. Dann sangen die Germania-Spieler „Campeones, campeones, olé, olé, olé“ und es gab einige Bierduschen. Die meisten bekam Trainer Erhan Colak ab. Auch eine „Humba“, angestimmt von Salim Schick, durfte natürlich nicht fehlen.
„Wir haben es geschafft. Es freut mich sehr, dass ich jetzt zuletzt etwas mehr Spielzeit bekommen habe und heute sogar doppelt treffen konnte“, sagte Hennes Janssen, der die ersten beiden Leeraner Tore erzielte (20. und 56. Minute). Den 3:0-Endstand markierte Kapitän Nick Kaßmann, der in der 61. Minute einen Abpraller über die Linie drückte.
Nach dem ersten Jubel auf dem Wiesmoorer Platz ging die Meisterfeier in der Kabine und dann im eigenen Sportheim am Hoheellern-Stadion in Leer weiter.