Tolles Ossiloop-Finale in Leer Der lauteste Empfang gebührt Sieger Tammo Oldigs
Der Ossiloop 2024 ist vorbei. Der Titelträger der Männer ist mit Tammo Oldigs ein Neuling. Dabei stand sein Start bei der letzten Etappe am Freitag etwas auf der Kippe.
Der Titelgewinn des Ihrhovers hatte sich nach den ersten Etappen abgezeichnet. „Als Andreas ausgeschieden war, war mir klar, dass ich das Ding wirklich gewinnen kann“, sagte der diesjährige Gesamtsieger im Ziel. Vorjahressieger Andreas Kuhlen, bis dato Zweiter hinter Oldigs, hatte bei der dritten Etappe verletzungsbedingt aufgeben müssen.
Tagesläufer Lars Schwalm gewinnt Etappe
Vor der letzten der sechs Etappen musste Oldigs allerdings noch etwas bangen. Denn eine Erkältung gefährdete den Start. „Wenn es nur ein Einzelevent gewesen wäre, wäre ich wohl nicht angetreten“, gestand Tammo Oldigs. Doch das war es ja nicht. Fünf Etappen waren schon geschafft und er startete praktisch von der Pole-Position auf den Gesamtsieg. Also biss Oldigs auf die Zähne und ließ am Freitag auch etwas kränklich der Ossiloop-Konkurrenz keine Chance. Nach 32:44 Minuten hatte er die 10,2 Kilometer von Nortmoor nach Leer bewältigt.
Einer, Tagesläufer Lars Schwalm (Leichtathletikclub Kronshagen) aus Schleswig-Holstein, war allerdings um 41 Sekunden schneller als Oldigs. Zwei Etappen gewann in diesem Jahr also ein Tagesläufer, vier der diesjährige Gesamtsieger Tammo Oldigs.
Ist Frauen-Siegerin Coordes 2025 dabei?
Zahlreiche Glückwünsche nahm er am Leeraner Denkmalsplatz entgegen. Auch Stephan Immega (LG Harlingerland), der letztmalige ostfriesische Ossiloop-Sieger von 2012 herzte Champion Oldigs. „Das ist wie eine Staffelübergabe. Die junge Läufergeneration kommt jetzt“, sagte Immega, den wieder das Lauffieber gepackt hatte. Er landete in der Gesamtwertung auf Rang drei. „Ich bin super, super zufrieden.“
In diesem Jahr ist das Podium bei den Herren und Frauen rein ostfriesisch. Das freut besonders Verena Coordes (TuS Weene), die ihren Titel bei den Frauen aus dem Vorjahr souverän verteidigen konnte. „Wir sind alle ganz normale Leute hier aus der Region, die jeden Tag zur Arbeit gehen“, betonte Coordes. Doch ob sie auch im kommenden Jahr beim Ossiloop an den Start geht und nach dem Triple strebt, stellte Coordes zumindest mal infrage. „Das heute war bei der schwülen Luft wieder eine absolute Herausforderung“, sagte sie nach der finalen Etappe am Freitag. „Ich weiß nicht, ob ich mir das noch mal antun will.“
Wie mit Tammo Oldigs bei den Herren wächst auch bei den Frauen die von Stephan Immega angesprochene nächste Läufergeneration heran. Die erst 13-jährige Fenna Schoon (Fehntjer Optik) landete auf Gesamtplatz 36, Rang drei bei den Frauen und Platz eins bei der weiblichen Jugend. In dieser folgte ihr mit Amy-Kate Ruck eine erst zwölfjährige Vereinskollegin vom SV Großefehn. Die männliche Jugend gewann Fabian Weermann vom Braunschweiger Laufclub mit wenigen Minuten Vorsprung.