Tolles Ossiloop-Finale in Leer  Der lauteste Empfang gebührt Sieger Tammo Oldigs

| | 17.05.2024 22:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Unter ganz viel Applaus: Tammo Oldigs machte am Freitag bei der letzten Ossiloop-Etappe nach Leer den Gesamtsieg perfekt. Fotos: Ortgies
Unter ganz viel Applaus: Tammo Oldigs machte am Freitag bei der letzten Ossiloop-Etappe nach Leer den Gesamtsieg perfekt. Fotos: Ortgies
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Der Ossiloop 2024 ist vorbei. Der Titelträger der Männer ist mit Tammo Oldigs ein Neuling. Dabei stand sein Start bei der letzten Etappe am Freitag etwas auf der Kippe.

Verena Coordes verteidigte den Titel bei den Frauen und klatschte hier mit Moderator Heino Krüger ab. Fotos: Ortgies
Verena Coordes verteidigte den Titel bei den Frauen und klatschte hier mit Moderator Heino Krüger ab. Fotos: Ortgies
Leer - Den finalen Ossiloop-Zieleinlauf genoss Tammo Oldigs in vollen Zügen. Das Publikum in der Leeraner Innenstadt feierte den ersten ostfriesischen Gesamtsieger der Kult-Laufserie seit 2012 lautstark. Oldigs selbst strahlte und hatte noch die Kraft, die Zuschauer mit Handgestiken noch mal mehr anzuheizen. So erhielt der Athlet von Concordia Ihrhove am Freitagabend den lautesten Empfang aller rund 1400 Läufer. Im Ziel wartete auf Oldigs ein großer „Fanclub“. Dazu gehörten unter anderem zwei Fußballmannschaften: seine eigene, also die 1. Herren der Concordia, und ein Mädchenteam der SG TiMoNo. Dieses wird von Enno Heidergott trainiert, welcher auch der Laufcoach von Tammo Oldigs ist.

Der Titelgewinn des Ihrhovers hatte sich nach den ersten Etappen abgezeichnet. „Als Andreas ausgeschieden war, war mir klar, dass ich das Ding wirklich gewinnen kann“, sagte der diesjährige Gesamtsieger im Ziel. Vorjahressieger Andreas Kuhlen, bis dato Zweiter hinter Oldigs, hatte bei der dritten Etappe verletzungsbedingt aufgeben müssen.

Auch am Freitag gab es wieder besondere Outfits bei den Läufern.
Auch am Freitag gab es wieder besondere Outfits bei den Läufern.

Tagesläufer Lars Schwalm gewinnt Etappe

Vor der letzten der sechs Etappen musste Oldigs allerdings noch etwas bangen. Denn eine Erkältung gefährdete den Start. „Wenn es nur ein Einzelevent gewesen wäre, wäre ich wohl nicht angetreten“, gestand Tammo Oldigs. Doch das war es ja nicht. Fünf Etappen waren schon geschafft und er startete praktisch von der Pole-Position auf den Gesamtsieg. Also biss Oldigs auf die Zähne und ließ am Freitag auch etwas kränklich der Ossiloop-Konkurrenz keine Chance. Nach 32:44 Minuten hatte er die 10,2 Kilometer von Nortmoor nach Leer bewältigt.

Video
Ossiloop 2024: Sechste Etappe von Nortmoor nach Leer
17.05.2024

Einer, Tagesläufer Lars Schwalm (Leichtathletikclub Kronshagen) aus Schleswig-Holstein, war allerdings um 41 Sekunden schneller als Oldigs. Zwei Etappen gewann in diesem Jahr also ein Tagesläufer, vier der diesjährige Gesamtsieger Tammo Oldigs.

Die Top-Drei der Gesamtwertung der Männer (von links): Stephan Immega, Tammo Oldigs und Johannes Wiltfang.
Die Top-Drei der Gesamtwertung der Männer (von links): Stephan Immega, Tammo Oldigs und Johannes Wiltfang.

Ist Frauen-Siegerin Coordes 2025 dabei?

Zahlreiche Glückwünsche nahm er am Leeraner Denkmalsplatz entgegen. Auch Stephan Immega (LG Harlingerland), der letztmalige ostfriesische Ossiloop-Sieger von 2012 herzte Champion Oldigs. „Das ist wie eine Staffelübergabe. Die junge Läufergeneration kommt jetzt“, sagte Immega, den wieder das Lauffieber gepackt hatte. Er landete in der Gesamtwertung auf Rang drei. „Ich bin super, super zufrieden.“

In diesem Jahr ist das Podium bei den Herren und Frauen rein ostfriesisch. Das freut besonders Verena Coordes (TuS Weene), die ihren Titel bei den Frauen aus dem Vorjahr souverän verteidigen konnte. „Wir sind alle ganz normale Leute hier aus der Region, die jeden Tag zur Arbeit gehen“, betonte Coordes. Doch ob sie auch im kommenden Jahr beim Ossiloop an den Start geht und nach dem Triple strebt, stellte Coordes zumindest mal infrage. „Das heute war bei der schwülen Luft wieder eine absolute Herausforderung“, sagte sie nach der finalen Etappe am Freitag. „Ich weiß nicht, ob ich mir das noch mal antun will.“

Die Freude nach den geschafften sechs Etappen war bei einigen Ossilopern groß.
Die Freude nach den geschafften sechs Etappen war bei einigen Ossilopern groß.

Wie mit Tammo Oldigs bei den Herren wächst auch bei den Frauen die von Stephan Immega angesprochene nächste Läufergeneration heran. Die erst 13-jährige Fenna Schoon (Fehntjer Optik) landete auf Gesamtplatz 36, Rang drei bei den Frauen und Platz eins bei der weiblichen Jugend. In dieser folgte ihr mit Amy-Kate Ruck eine erst zwölfjährige Vereinskollegin vom SV Großefehn. Die männliche Jugend gewann Fabian Weermann vom Braunschweiger Laufclub mit wenigen Minuten Vorsprung.

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