Sechste Etappe am Freitag Tolles Ossiloop-Finale in Leer erwartet – krönt sich Oldigs?
Bei der letzten Etappe könnten Ossiloper ungewollt von einer geschlossenen Bahnschranke gestoppt werden. Vor der letzten Etappe wurde der Ossiloop-Termin für 2025 bekannt gegeben.
Nortmoor/Leer - Endspurt beim Ossiloop: Die Läufer freuen sich auf die letzte der sechs Etappen an diesem Freitag von Nortmoor nach Leer (10,2 Kilometer). Im Ziel am Leeraner Denkmalsplatz gibt es dann im Tausch gegen den Chip für die Zeitmessung auch das begehrte Dörlopershirt für alle, die alle sechs Etappen gemeistert haben. Für alle anderen gibt es das Shirt ohne Dörloper-Aufdruck. Das gilt allerdings nur für diejenigen, die das Shirt auch vorbestellt hatten. Details zum Dörlopershirt ließ sich Organisator Jasper Poppens von Spaß mit Sport noch nicht entlocken. „Es sieht sehr gut aus“, sagt Poppens und schmunzelt.
Er erwartet beim Zieleinlauf eine „tolle Kulisse“. Die Wetteraussichten sind auch gut. „Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Wetter um 180 Grad gedreht. Da hatten wir fast immer Regen – diesmal gar nicht“, so Poppens. Das hat auch viele Athleten dazu animiert, spontan mitzulaufen. Bei jeder der bislang fünf Etappen hat mehr Tagesläufer gegeben als 2023. Die meisten gab es mit 251 bei der Aurich-Etappe. Für diesen Freitag hat es bis Donnerstagmittag 122 Voranmeldungen gegeben. Die 200er Marke an Tagesläufern dürfte auch hier geknackt werden.
Immega war der letzte ostfriesische Sieger
Bei der Etappe von Nortmoor nach Leer gibt es mit der Bahnstrecken-Überquerung in Leer eine Besonderheit. Denn während der Zeit, in der die Ossiloper auf der Strecke sind, werden die Bahnschranken mindestens einmal unten sein. Dann gilt es für die Läufer, vor den Schranken zu warten. Dabei können sie ganz entspannt sein – Sorge, dass die Zeit in der ungewollten Pause weiterläuft, müssen sie nicht haben. Etwa 200 Meter vor dem Bahnübergang und etwa 50 Meter dahinter wird jeweils ein Mattensystem von Runtiming liegen. „Zwischen den Matten läuft die Zeit nicht weiter“, betont Jasper Poppens. Wer bei Rot den Bahnübergang betritt, wird disqualifiziert. So klipp und klar wird es in der Infomail an alle Teilnehmer geschildert.
Die Spitzenläufer dürften nicht durch den Bahnverkehr gestört werden. „Zeitlich ist es so, dass sie schon vorbei sein sollten, wenn der Zug um 19:41 Uhr von Leer Richtung Oldenburg abfährt“, sagt Poppens. Ganz vorne wird Tammo Oldigs von Concordia Ihrhove erwartet. Er hat in der Gesamtwertung einen Vorsprung von 2:47 Minuten auf den Zweiten (Pewsumer Windhunde). Oldigs könnte der erste ostfriesische Ossiloop-Sieger seit zwölf Jahren werden. 2012 hatte Stephan Immega (LG Harlingerland) als letzter Ostfriese den Titel geholt. In diesem Jahr läuft Immega wieder sensationell vorne mit, dürfte Gesamt-Dritter werden.
Ehrung der Top-Platzierten und Jubilare
Die Top-Zehn jeder Einzelkategorien werden im Anschluss an die sechste Etappe am Denkmalsplatz geehrt – ebenso Jubilare, die beim diesjährigen Ossiloop die 100. oder sogar 150. Etappe geschafft haben. Bis 22 Uhr dürften die Ehrungen andauern.
Derweil hat Veranstalter Spaß mit Sport am Donnerstag auch schon den Ossiloop-Termin für das kommende Jahr bekannt gegeben. Los geht es am Dienstag, 29. April, letzte Etappe ist am Freitag, 16. Mai. Dann geht es von Leer ans Meer.