Hamburg  Handy mit SIM-Swapping fremdgesteuert: Teilen Sie diese Information nie auf Social Media 

Jessica Chen
|
Von Jessica Chen
| 13.05.2024 19:16 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Informationen, die Sie online teilen, können für den Identitätsdiebstahl durch SIM-Swapping ausgenutzt werden. Foto: IMAGO / SOPA Images
Die Informationen, die Sie online teilen, können für den Identitätsdiebstahl durch SIM-Swapping ausgenutzt werden. Foto: IMAGO / SOPA Images
Artikel teilen:

SIM-Swapping bezeichnet den Hacker-Angriff, bei dem mithilfe Ihrer Handynummer Verbrechen verübt werden. Wie Sie sich vor diesem Identitätsdiebstahl schützen.

Die eigene Handynummer kann für Erpressungen und Diebstahl missbraucht werden. Die Betrugsmasche funktioniert so: Hacker geben sich für Sie aus und bestellen eine eSIM mit Ihrer Handynummer beim Mobilfunkanbieter. Dadurch wird es Tätern möglich, in Ihrem Namen Erpressungen und Diebstähle durchzuführen. Gleichzeitig werden Sie aus den eigenen Online-Diensten ausgesperrt, sodass keine Eingriffe möglich sind.

Zwar sind die Konsequenzen eines erfolgreichen Cyber-Angriffs sehr ernst, doch gibt es einige einfache Funktionen, mit denen Sie SIM-Swapping vorbeugen können. Die wichtigsten Schutzmechanismen sind starke Sicherheitsabfragen und Authentifizierungswege.

Benutzen Sie auf keinen Fall das gleiche Passwort für verschiedene Konten. Das macht es Hackern schwerer, die Zugänge zu allen möglichen Informationen zu erhalten. Je mehr Zeit das Knacken und Zurücksetzen Ihrer Passwörter benötigt, desto mehr Möglichkeiten gibt es dazwischenzugehen.

Sobald Ihr Haupt-E-Mail Konto angegriffen wurde, resultiert das in dem großen Problem, dass Hacker mit der „Passwort vergessen“ Methode einfach Ihre bestehenden Passwörter neu setzen können. Deswegen sollten Sie unbedingt über mehrere Postfächer verfügen, mit denen Sie abwechselnd wichtige Dienste verknüpfen.

Eigenständige Authentifizierungs-Apps anstelle von Zwei-Faktor-Authentifizierungen mit der Telefonnummer erweisen sich als sicherer. Nur der Mensch, der Ihr Handy in physischer Form vorliegen hat, kann die Anmeldung per App bestätigen. Bestätigungscodes per E-Mail, SMS und Anruf können auf diesen Weg nicht mehr abgefangen werden.

Achten Sie darauf, Klarnamen und Informationen zu Ihren Beziehungen nicht öffentlich zugänglich zu machen. Keinesfalls sollte Ihre private Handynummer mit einer simplen Google-Suche auffindbar sein. In Kombination mit den Daten, die über Jobnetzwerke und soziale Plattformen über Sie auffindbar sind, kann von Hackern ein gesamtes Profil erstellt werden.

Ein Beispiel: Der Name Ihrer Katze sollte keinesfalls auf Social Media geteilt werden und darüber hinaus nicht die Antwort von Sicherheitsfragen sein. Es ist naheliegend, Eltern, Geburtsdaten und Haustiere bei Passwörtern zu verwenden. Besondere Vorsicht ist daher für die Sicherheitsabfrage bei Ihrem Mobilfunkanbieter geboten.

Seien Sie lieber etwas misstrauischer bei fremden Anrufen oder Nachrichten. Insbesondere, wenn Sie darin zur Übermittlung persönlicher Daten, Passwörtern oder Codes aufgefordert werden. Wenn Sie ein unsicheres Gefühl haben, brechen Sie die Kommunikation ab und fragen direkt bei der Organisation nach, die Sie kontaktiert haben. Im Zweifel hilft es auch, Familie, Freunde und fachkundige Menschen um eine Einschätzung zu bitten, rät die Polizei Brandenburg.

Ähnliche Artikel