Landwirtschaft  Erste Erdbeeren aus Ostfriesland landen im Körbchen

Oliver Bär
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Von Oliver Bär
| 09.05.2024 08:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Erdbeeren gelten gemeinhin als Königinen der Beeren. Foto: Vennenbernd/DPA
Erdbeeren gelten gemeinhin als Königinen der Beeren. Foto: Vennenbernd/DPA
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Mit einem guten Gefühl gehen die Erdbeerbauern in Niedersachsen in den Mai mit seinen vielen Feiertagen.

Ostfriesland - Sie gilt gemeinhin als die Königin der Beeren, und wer mit wachem Auge durch Ostfriesland streift, kann erste Schälchen mit heimischen Früchten bereits entdecken. Gemeint ist die Erdbeere, die dem königlichen Gemüse, dem Spargel; im Mai auf dem Fuße folgt. Während die Spargelsaison bereits auf Hochtouren läuft, nehmen die Landwirte die Erdbeerernte in den Blick. Die Voraussetzungen für eine gute Erdbeerernte in Niedersachsen seien gegeben, sagt Fred Eickhorst von der Vereinigung der Spargel- und Erdbeerenanbauer in Niedersachsen, der in Sandhatten bei Oldenburg seine Felder hat. „Durch die Wetterkapriolen sind wir gut durchgekommen.“

Im Gewächshaus oder unter Folientunneln word bereits geerntet. Foto: Deck/DPA
Im Gewächshaus oder unter Folientunneln word bereits geerntet. Foto: Deck/DPA

Beim Wittmunder Erdbeerhof Janssen wird bereits seit dem 19. April kräftig gepflückt, berichtet Geschäftsführerin Renske Mammen auf Anfrage. Noch kommen die Früchte aus dem Gewächshaus, seien aber dennoch unbehandelt, wie Mammen betont. Im Freiland fänden sich erste geöffnete Blüten. Etwa vier Wochen später, Anfang Juni, dürften dann die ersten Früchte reif sein.

Selbst pflücken im Freiland erst ab Juni

Wer seine Erdbeeren selbst pflücken möchte, für den öffne der Erdbeerhof etwa ab Mitte Mai sein Gewächshaus. Dort könne im Stehen geerntet werden, da die Erdbeeren in Rinnen auf etwa einem Meter Höhe wachsen würden. „Die Felder zum selbst pflücken öffnen wir dann Anfang Juni, wenn das Wetter passt.“

Mit den ersten reifen Früchten unter Folienabdeckung und aus dem Gewächshaus rechnet auch Daniel Santen vom Hof Santen in Weener täglich. „Auf den Feldern dauert es wohl noch zwei bis drei Wochen“, sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Eine kurze Zeitspanne für Erdbeerfreunde, die sich aber lohne. „Unsere heimischen Erdbeeren schmecken einfach besser als importierte Ware aus dem Supermarkt“, ist er überzeugt.

Angesprochen auf die erwartete Erntemenge gibt sich Santen optimistisch: „Ich gehe von einer guten Ernte aus, auch wenn das Wetter weiter die große Unbekannte bleibt.“ Renske Mammen will sich mit Blick auf die Ernte noch nicht so recht festlegen, auch wenn sie sagt: „Die Pflanzen sehen zurzeit besser als erwartet aus.“ Immerhin habe es gefühlt seit September vergangenen Jahres geregnet: „Und Erdbeeren mögen keine nassen Standorte.“ Im Unterschied zu anderen Bundesländern sei der Kälteeinbruch Mitte April für die niedersächsischen Erdbeerproduzenten glimpflich verlaufen. Auch Eickhorst ist optimistisch, wenn es um Erntemengen geht. „Wir haben keine Schäden zu verzeichnen.“

Mit Material von DPA

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