Unser neues altes Haus Emder Influencerin zeigt uns ihr neues, altes Traumhaus
Die Influencerin Janine Krause und ihr Mann haben sich ein sanierungsbedürftiges Haus aus den 1920er Jahren in Emden gekauft. Wir begleiten sie beim Umbau und stellen in Folge zwei ihr neues Haus vor.
Emden - Janine und Fabian Krause sind fleißig. An diesem Dienstagvormittag reißen sie Fliesen von den Wänden, in den vergangenen Tagen mussten bereits die Tapeten sowie der Teppich- und Vinylboden dran glauben. Seit dem 1. Mai entkernen sie das alte Haus in Emden, das sie sich vor kurzem gekauft haben. Entstehen soll ein neues Zuhause in alten Mauern, das sich die junge Familie ganz nach ihren Vorstellungen einrichten will.
Was das Thema Einrichtung betrifft, ist Janine Krause gewissermaßen Profi. Die 32-Jährige betreibt beruflich einen Instagram-Account, dem über 70.000 Menschen folgen. Dort teilt sie unter dem Namen „ninivinterior“ jede Menge Einblicke aus ihrer jetzigen Wohnung, die optisch auch in einem Interior-Magazin auftauchen könnte. Die junge Familie ist vor knapp zwei Jahren von Köln nach Emden gezogen, jetzt kam der Schritt zum Eigenheim.
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Dielenboden unter altem Teppich versteckt
Das Haus von 1924 im Herrentorviertel / Kleinfaldern ist knapp 170 Quadratmeter groß und renovierungsbedürftig. Zuletzt lebten dort zwei Parteien, die Mieter im Untergeschoss sind Ende April ausgezogen, die Bewohner des Obergeschosses ziehen Ende Mai aus. Der jetzige Plan sieht so aus, dass sie das Haus in zwei Abschnitten renovieren. Während der Umbauphase des Erdgeschosses zieht die junge Familie zunächst ins Obergeschoss - aus ihrer jetzigen Wohnung müssen sie Ende Juni ausziehen. Bis dahin wollen sie unten aber schon so viel es geht erledigt haben.
Wenn man das Haus über einen der zwei Eingänge betritt, kommt man in einen schönen Flur mit hohen Decken und alten Holzdielen. Die haben Janine Krause und ihr Mann unter einem alten Teppich aus den 1970er-Jahren entdeckt, den die Vorbesitzer verlegt hatten. Die Dielen wollen die beiden in jedem Raum aufbereiten. Dazu muss das Holz von einem roten Schelllack befreit, abgeschliffen und gelaugt werden, erklärt Fabian Krause. An der ein oder anderen Stelle wird das Holz wohl auch ausgebessert werden müssen, das wollen die beiden aber lieber einem Fachmann überlassen, der auch das entsprechende Werkzeug dafür hat.
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Zimmer über Durchbrüche verbinden
In dem jetzigen Badezimmer wird eine Küche entstehen. Gerade ist das Paar dabei, die Fliesen, die Holzpaneele und den Trockenvorbau rauszureißen. Unter den Paneelen haben die beiden eine schicke Tapete aus den 70er-Jahren entdeckt, die wohl auch nicht bleiben wird. Dort, wo sich in einer Nische aktuell noch die Dusche befindet, sollen künftig Vorräte und Küchengeräte ihren Platz finden. „Das wollen wir als Abstellraum nutzen“, sagt Janine Krause. Das Fenster in diesem Raum wollen die beiden herausnehmen und durch ein bodentiefes Modell ersetzen. Über eine Treppe soll man dann auf die Terrasse und in den Garten gelangen, was zuvor nicht möglich war.
Küche, Ess- und Wohnzimmer sollen künftig miteinander verbunden sein. Dazu müssen in den kommenden Tagen drei Wände eingerissen und die Decken teilweise mit Stahlträgern verstärkt werden. Im benachbarten Esszimmer wird Janine Krause vermutlich auch ihr Lieblings-Sideboard aufstellen - das wohl meistfotografierte Motiv aus ihrer jetzigen Wohnung. „Hier hat man auch richtig schönes Licht, worüber ich mich sehr gefreut habe.“ Das ist für sie als Content-Creatorin schließlich auch von beruflichem Interesse.
100 Jahre alte Türen
Im benachbarten Wohnzimmer sticht vor allem eine alte Schiebetür mit Glaselementen ins Auge. Sie führt in das künftige Arbeitszimmer. Die Tür wollen Janine und Fabian Krause auf jeden Fall erhalten. Die gesamten alten Türen im Haus müssen abgebeizt, abgeschliffen und neu lackiert werden. „Ich habe gestern an einer Stelle schon mal probegeschliffen, das wird auf jeden Fall viel Zeit in Anspruch nehmen“, sagt Fabian Krause. Hinzu kommt, dass die Türen von vor 100 Jahren schmuckvoller waren als die Türen, die man heute verbaut. Die Zierelemente müssen per Hand abgeschliffen werden, weil eine Maschine sie wohl kaputt machen würde.
Generell weist das Haus aber glücklicherweise eine gute Kernsubstanz auf, sagt Fabian Krause. Böse Überraschungen, wie feuchte Wände oder morscher Boden, hat es bisher nicht gegeben. „Wir sind aber auch gespannt, was und im Dachgeschoss erwartet. Das haben wir ja zuletzt im September bei der Besichtigung gesehen, weil aktuell noch Leute oben wohnen“, sagt Janine Krause. Diese Zeitung wird den Umbau und die Renovierung in den nächsten Wochen und Monaten mit Artikeln, Videos und Fotos begleiten. In der nächsten Folge wird es über das Dachgeschoss und den Baufortschritt im Erdgeschoss gehen.
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