Osnabrück Warum Franca-Maria Zander vom Cinema Arthouse „Robot Dreams“ empfiehlt
Dieser Animationsfilm mit einem Hund und seinem Roboter als Protagonisten macht Lust auf New York, bietet einen echten Ohrwurm und kann beim Zuschauer ein wahres Feuerwerk der Emotionen auslösen.
Diese Woche gibt es von „Planet der Affen“ bis zu „Garfield“ gleich mehrere tierische Neustarts in den Osnabrücker Kinos. Aber für Franca-Maria Zander ist der absolute Top-Tipp der Animationsfilm „Robot Dreams“.
Frage: Frau Zander, auch in dieser Woche starten wieder viele neue Filme in Osnabrück. Welcher ist Ihr Favorit?
Antwort: Mein Favorit ist „Robot Dreams“. Das ist ein Animationsfilm, der auch für einen Oscar nominiert war. Der dreht sich um einen kleinen Hund in New York, der sehr einsam in der großen Stadt ist. Um der Einsamkeit zu entkommen, bestellt er sich einen Roboter, den er selber zusammenbaut und dann mit ihm den Sommer genießt.
Frage: Der Film heißt ja „Robot Dreams“. Träumt der Roboter vom Hund?
Antwort: Die beiden besten Freunde verbringen leider auch viel Zeit nicht gemeinsam und träumen dann voneinander und von der Freundschaft, die sie haben. Das ist sehr schön, sehr anrührend dargestellt. Ich hatte nach dem Film auch das Bedürfnis, meine beste Freundin anzurufen! Und da in dem Film nicht gesprochen wurde, wurde auch viel mit Musik gespielt. Insbesondere mit „September“ von Earth, Wind and Fire, den man als Ohrwurm aus dem Kino mit nach Hause nimmt.
Frage: In dem Film wird kein Wort gesprochen?
Antwort: Kein Wort gesprochen, nein.
Frage: Ist das dann so eine Art Stummfilm?
Antwort: Nein, das auch nicht. Es kommt sehr viel über Geräusche rüber, die das Sprechen ersetzen. Man merkt das teilweise gar nicht, dass die gar nicht reden.
Frage: Es geht ja um große Gefühle. Um Freundschaft. Um Einsamkeit in der Großstadt. Es ist ja eine Tragikomödie..?
Antwort: Ja, genau. Der Film basiert ja auf dem gleichnamigen Comic von Sara Vernon, und Regisseur Pablo Berger hält sich da in der Animation sehr an die Vorlage, wie das gezeichnet ist, an die Farbgebung. Und es wird auch sehr viel mit den Jahreszeiten gespielt, die dann auch die Stimmung wiedergeben.
Frage: Und die Musik, das haben Sie ja gerade schon erwähnt, ist hier ein sehr großes Ausdrucksmittel?
Antwort: Auf jeden Fall. Vor allem „September“ von Earth, Wind and Fire.
Frage: Der Film war ja nicht nur für einen Oscar nominiert, sondern hat auch schon zahlreiche weitere Filmpreise einsammeln dürfen. Hat „Robot Dreams“ trotzdem auch kleine Schwächen?
Antwort: Manchmal wirkt die Handlung ein wenig in die Länge gezogen. Und man verlässt das Kino mit einem weinenden und einem lachenden Auge, spürt viele Emotionen, auch Trauer. Aber das ist ja eigentlich keine Schwäche des Filmes. Im Gegenteil.
Frage: Macht der Film vielleicht auch Lust auf New York?
Antwort: Schon! Die haben sehr viele Details in die Stadtkulisse gesteckt und auch in den Strand. Da hätte ich schon Lust, im Sommer nach New York zu fahren.
Frage: Wenn Sie den Film mit maximal fünf Sternen für sehr gut bewerten würden, wie würde er abschneiden?
Antwort: Dann würde ich 4,5 sagen. Der Film hat mir sehr gut gefallen, vor allen Dingen auch der Animationsstil, der Soundtrack, die Storyline sind toll. Am Ende war ich einfach sehr mitgerissen von den unterschiedlichen Emotionen, die der Film auslöst.
Frage: Vielen Dank, Frau Zander!
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