Berlin  Fettreduzierte Lebensmittel: Sind sie wirklich gut für die Gesundheit?

Anna-Lena Lohmann
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Von Anna-Lena Lohmann
| 08.05.2024 06:55 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Mittlerweile gibt es viele Produkte in einer fettarmen Variante. Foto: IMAGO / Dean Pictures
Mittlerweile gibt es viele Produkte in einer fettarmen Variante. Foto: IMAGO / Dean Pictures
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In den Supermarktregalen finden sich viele Produkte, die mit Fettreduzierung werben. Gerade für Diäten greifen Menschen vermehrt zu diesen Artikeln. Doch was steckt hinter den Begriffen „fettreduziert“ oder „fettarm“ – und sind diese Lebensmittel wirklich gut für die Gesundheit?

Light-Produkte integrieren sich schon seit mehreren Jahren in den Supermärkten. Hierzu zählen unter anderem fettreduzierte Artikel. Mittlerweile finden sich neben bekannten fettarmen Lebensmitteln, wie Käse oder Joghurt, auch Chips, Süßigkeiten und vieles mehr. Aber was bedeutet eigentlich, wenn ein Produkt fettreduziert ist? Und ist es besser als mit normalem Fettgehalt?

Fettarm und fettreduziert meint das Gleiche: Ein Lebensmittel enthält weniger als 3 Gramm Fett pro 100 Gramm (1,5 Gramm je 100 Milliliter). Eine Ausnahme stellt fettarme Milch mit 1,8 Gramm dar. Produkte, die mit diesen Begriffen beworben werden, müssen diesen Festlegungen entsprechen.

In einer Statista-Umfrage zeigt sich, dass viele Menschen beim Einkaufen bewusst darauf achten, wie viel Fett ein Produkt enthält. Zudem ist Fett unter den Top fünf der vermiedenen Inhaltsstoffe beim Essen.

Nur weil ein Produkt „fettreduziert“ ist, ist es aber nicht gleich gesünder. Die Stiftung Warentest deckt auf, dass in fettarmen Lebensmitteln häufig mehr Zucker oder andere Zusatzstoffe enthalten sind. Fett ist ein Geschmacksträger, und der Verlust von Aromen soll so ausgeglichen werden.

Außerdem problematisch sind Trans-Fettsäuren, die sogenannten „ungesunden Fette“. Dass diese grundsätzlich schlecht sind, ist zwar ein Irrglaube, trotzdem sollten sie nur in Maßen konsumiert werden, wie die AOK erklärt. Ähnlich wie Zucker, werden die Trans-Fettsäuren bei fettarmen Produkten häufig zugesetzt, um den guten Geschmack zu wahren.

Also lieber keine fettreduzierten Produkte kaufen? Das lässt sich so nicht verallgemeinern. Einige Produkte, vor allem wenig verarbeitete, haben wirklich nur einen reduzierten Fettanteil und keine versteckten Zusätze. Die Stiftung Warentest nennt hier insbesondere „Frikadellen, Salami, Halbfettmargarine, Schnitt- und Weichkäse sowie teils auch Frischkäse“. Bei Zweifeln hilft jedoch auch stets ein genauerer Blick auf die Zutatenliste oder die Nährwertangaben.

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