Osnabrück  Middelberg: Friedrich Merz wäre ein „top Kandidat“

Rena Lehmann
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Von Rena Lehmann
| 08.05.2024 06:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
CDU-Mann Mathias Middelberg sieht im neuen Grundsatzprogramm keine Abkehr von Angela Merkel. Aber nicht alles gefällt ihm. Foto: Kay Nietfeld
CDU-Mann Mathias Middelberg sieht im neuen Grundsatzprogramm keine Abkehr von Angela Merkel. Aber nicht alles gefällt ihm. Foto: Kay Nietfeld
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Was ist neu an der CDU? Wir haben den Osnabrücker Mathias Middelberg beim Parteitag in Berlin gefragt.

Der Fraktionsvize der CDU Mathias Middelberg hält das neue Grundsatzprogramm der CDU nicht für eine Abkehr von Angela Merkel. Was er an der neuen CDU gut findet und was nicht. Sieben Fragen, sieben Antworten:

Frage: Jedes CDU-Mitglied soll nachts um drei Uhr wach werden und wieder sagen können, wofür die CDU steht. Was werden Sie sagen? 

Antwort: Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit sind die entscheidenden Werte. Und: Wir vertrauen auf die Menschen und nicht zuerst auf den Staat. 

Frage: Ist das neue Programm ein Bruch mit Angela Merkel?

Antwort: Nein. Aber die Zeiten haben sich geändert und wir stehen vor neuen Herausforderungen. In bestimmten Fragen mussten wir den Kurs verschärfen, zum Beispiel in der Asylpolitik. 

Frage: Warum braucht es eine Leitkultur? 

Antwort: Es ist sinnvoll, sich über Grundwerte klar zu werden, die unsere Gesellschaft zusammenhalten. Das sind zum Beispiel wirklich gleiche Rechte und Chancen für Frauen und Männer. Das hilft auch beim Thema Integration. 

Frage: Warum braucht es die Abgrenzung zum politischen Islam? 

Antwort: Weil da ein gewaltiges Problem wächst. Gerade die jüngsten Ereignisse, wie zum Beispiel Kalifat-Demos, machen das deutlich. Mir wäre aber eine Formulierung lieber gewesen, die nicht nur eine Religion anspricht, sondern allgemein jeden religiösen Fanatismus und Terrorismus verurteilt.

Frage: Ist Friedrich Merz der richtige Kanzlerkandidat? 

Antwort: Er wäre ein top Kandidat und bringt vor allem wirtschaftspolitische Kompetenz ein, die wir in Deutschland - leider - wieder dringend nötig haben. 

Frage: Hat Daniel Günther einen Punkt, wenn er in Thüringen zur Öffnung zur Linkspartei rät? 

Antwort: Wir sollten nicht zu viele Handlungsoptionen ausschließen, aber entscheidend ist, dass wir als CDU für uns kämpfen und maximal stark werden.

Frage: Täuscht der Eindruck, dass Frauen in der Partei auf dem Rückzug sind? Wer hat das Zeug zur Angela Merkel 2.0? 

Antwort: Das sehe ich überhaupt nicht so. Die Frauen machen auf diesem Parteitag einen sehr starken Eindruck. Julia Klöckner, Serap Güler, Franziska Hoppermann oder Carina Hermann zum Beispiel.

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