3. Handballliga 27:33 – in der zweiten Hälfte verliert der OHV den Faden
Der OHV Aurich verlor in Bielefeld mit 27:33. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte, zogen die Gastgeber nach dem Wiederanpfiff davon. Bei Aurich sah Marcell Hegyi zudem die Rote Karte.
Bielefeld - Eine weitere Niederlage mussten die Handballspieler des OHV Aurich am Samstagabend im Auswärtsspiel der dritten Liga, Staffel Nord-West, gegen TSG Althagen-Heepen Bielefeld hinnehmen. In der Seidensticker Halle in Bielefeld unterlag die Mannschaft von Interimstrainer Erich Hettmann vor 750 Zuschauern mit 27:33. Bis zur Pause waren die Gäste beim 12:13 noch ein ebenbürtiger Gegner. Durch diesen weiteren doppelten Punktverlust büßt der OHV einen Tabellenplatz ein und ist jetzt Zehnter. „Unsere Mannschaft hat im Angriff und in der Abwehr nicht überzeugt, Bielefeld wollte den Sieg wohl mehr als unser Team“, zeigte sich Aurichs Teammanager Ewald Meyer nach dem Schlusspfiff enttäuscht. Allerdings fehlt trotz der Niederlage nur noch rechnerisch ein Punkt zum Klassenerhalt.
Mit ihrem Anwurf eröffneten die Gäste die Partie und ließen gleich zwei Chancen zur Führung liegen. Jannes Hertlein brachte den Ball nicht am starken Bielefelder Schlussmann Dennis Doden vorbei und nach einem Fehler der Gastgeber traf Rostyvlas Polishchuk das gegnerische Tor nicht. Kurz darauf erzielte Bielefelds Nils Strathmeier das erste seiner insgesamt zehn Tore. Per Strafwurf glich der OHV durch Polishchuk aus, doch dann blieb ein Wurf von Evgeny Vorontsov im Block hängen und Keeper Doden blieb Sieger gegen Wendlandt, Fujita, Polishchuk und Hertlein.
Bielefeld agierte mit sieben Feldspielern – das stellte den OHV vor Probleme
Aurichs Trainer Eric Hettmann blieb noch ruhig, denn seine Sieben fand doch noch ins Spiel. Bis zur Pause hatte der OHV den Rückstand nicht nur aufgeholt, sondern zwischenzeitlich sogar mehrmals geführt. Ab der 25. Minute agierte Bielefeld mit sieben Feldspielern, das schmeckte dem OHV nicht besonders, weil dadurch die 5:1-Deckung mit dem schnellen Henning Stoehr auf eine defensivere Variante zurückgenommen werden musste. Mit 13:12 für Bielefeld ging es in die Pause.
Auch nach dem Wiederbeginn blieb der OHV zunächst ein Gegner auf Augenhöhe. Nach dem Ausgleich zum 14:14 durch Jorit Reshöft, wurde Marcell Hegyi nach einem Foulspiel mit der Roten Karte disqualifiziert. Den daraus resultierenden Strafwurf parierte Nachwuchskeeper Marten Jungvogel. Doch dann war irgendwie der Wurm drin – sowohl in den Angriffsbemühungen des OHV als auch in der Abwehr. Torhüter Jungvogel hielt in den nächsten 20 Minuten noch zwei Bälle, die Fehler seiner Vorderleute konnte er nicht ausgleichen. Immer wieder stellte die Überzahl durch den siebten Feldspieler die Auricher Deckung vor nicht lösbare Probleme, auch wenn der OHV zweimal vom leeren Tor der Gastgeber durch Petar Puljic und Wilke de Buhr profitierte, doch das war beim inzwischen auf den beim 29:22 mit sieben Treffern angewachsenen Vorsprung der TSG viel zu wenig.