Bei „Kampf der Realitystars“  „De Schwatten Ostfrees Jung“ Keno Veith fliegt aus TV-Show

Susanne Ullrich
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Von Susanne Ullrich
| 02.05.2024 10:39 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Zeit von Keno Veith am Strand von Thailand ist vorbei. Er flog aus der RTL2-Show „Kampf der Realitystars“. Foto: RTLZWEI - Luis Zeno Kuhn
Die Zeit von Keno Veith am Strand von Thailand ist vorbei. Er flog aus der RTL2-Show „Kampf der Realitystars“. Foto: RTLZWEI - Luis Zeno Kuhn
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„De Schwatten Ostfrees Jung“ Keno Veith war nicht unterhaltsam genug, fanden die anderen Kandidaten der TV-Show „Kampf der Realitystars“ auf RTL 2. Vielleicht bekam er ihnen aber auch zu viel Gage.

Wiesmoor/Wittmund - Der Urlaub am Strand von Thailand hat für Keno Veith ein jähes Ende gefunden: Am Mittwochabend konnten die Fernsehzuschauer miterleben, wie der aus Asel (Stadt Wittmund) stammende Ostfriese mit dem einnehmenden Lachen die Strandvilla und damit auch die Show verlassen musste. RTL 2 zeigte am 1. Mai die wöchentliche Fortsetzung des Formats, in dem verschiedene Reality-TV-Stars und -Sternchen gemeinsam in Thailand abhängen und Aufgaben meistern. In Folge 4 der fünften Staffel von „Kampf der Realitystars“ kam für „De Schwatten Ostfrees Jung“ das Aus. Damit überdauerte er immerhin deutlich bekanntere Teilnehmer wie Ben Tewaag, der Sohn von Uschi Glas.

Die „Startaufstellung“ bei der fünften Staffel „Kampf der Realitystars“ (oben, von links): Theresia Fischer, Tanja Tischewitsch, Kevin Schäfer, Valencia Stöhr, Cecilia Asoro, Keno Veith und Maurice Dziwak sowie (unten) Calvin Kleinen, Elsa Latifaj, Noah Cremer und Ben Tewaag. Foto: RTLZWEI - Luis Zeno Kuhn
Die „Startaufstellung“ bei der fünften Staffel „Kampf der Realitystars“ (oben, von links): Theresia Fischer, Tanja Tischewitsch, Kevin Schäfer, Valencia Stöhr, Cecilia Asoro, Keno Veith und Maurice Dziwak sowie (unten) Calvin Kleinen, Elsa Latifaj, Noah Cremer und Ben Tewaag. Foto: RTLZWEI - Luis Zeno Kuhn

Keno Veith nahm es sportlich – und verabschiedete sich standesgemäß auf Plattdeutsch mit einem „Bit anner Mol“ in die Fernsehkameras. Für den 43-Jährigen ist diese erste Reality-TV-Erfahrung super gelaufen, wie er bereits vor einigen Wochen auf Kenos Playground in Wiesmoor gegenüber der Redaktion sagte: „Es hat mega Spaß gemacht.“ Vier Wochen Thailand – und das bei einer offenbar nicht unerheblich hohen Gage. Die nämlich hatte in Folge 3 zu einigen Diskussionen geführt: Im Spiel „Der deutsche Realitypreis“ ging es dem Sprecher zufolge ums „Gagenraten mit ganz viel frischem Schleim“. Hier mussten die Kandidaten selbst einschätzen, wer die höchste und wer die niedrigste Summe für die Teilnahme an dem Format ausgehandelt hatte.

„Über Geld redet man halt nicht“

Natürlich führt das – vorhersehbar und von den Machern vermutlich geplant – zu Unverständnis, Missgunst und Neid. Diese und ähnliche Spiele stehen bei dem Unterhaltungsformat auf der Tagesordnung. Zum Beispiel gibt es Rankings zu Fragen wie: Wer ist der Bekannteste im Cast? Wer hat die meisten Follower? Nachdem seine Mitstreiter Veith im Vorfeld der Show offenbar alle nicht kannten, hielten sie ihn für den günstigsten Fang der Produktionsfirma. Doch weit gefehlt: Keno reihte sich deutlich weiter oben ein als erwartet. Über das Gezeter der anderen sagte er im Einzelinterview: „Ich steh da ja total drüber.“ Eine Gelassenheit, die sich allerdings nicht jeder leisten konnte. „Über Geld redet man halt nicht“, meint der Ostfriese.

Der Kult-Ostfriese bei einem Besuch in Kenos Playground. Foto: Ortgies/Archiv
Der Kult-Ostfriese bei einem Besuch in Kenos Playground. Foto: Ortgies/Archiv

Angeeckt war der 43-Jährige schon vorher: ausgerechnet durch sein frühes Aufstehen. Zur Erklärung: Veith ist einer der wenigen Teilnehmer mit Beruf. Und in der Landwirtschaft beginnt der Tag bekanntermaßen früh. Entscheidend für seinen Rauswurf war dann aber doch ein anderer Störfaktor. Drei Teilnehmer mussten sich auf den Kandidaten mit dem geringsten Unterhaltungswert einigen. Die Wahl fiel auf „De Schwatten Ostfrees Jung“. Der machte auch beim Auszug eine gute Figur und freute sich, es überhaupt bis dahin gebracht zu haben.

Keno Veith liebt schnelle Autos. Mit diesem trifft man ihn zuweilen auf Rennstrecken an. Foto: Ortgies/Archiv
Keno Veith liebt schnelle Autos. Mit diesem trifft man ihn zuweilen auf Rennstrecken an. Foto: Ortgies/Archiv

Die Teilnahme hat er nicht bereut, bestätigt er auf Nachfrage der Redaktion: „Hier geht es heftig zur Sache.“ Er habe – angestoßen durch seinen TV-Auftritt – bereits neue Projekte in Aussicht. Keno Veith wird oft auch der ostfriesische Mr. T genannt. Ein Spitzname, den er seit der Kindheit trägt. Seinen Durchbruch hatte er 2017 über Nacht mit einem Video: Der gelernte Land-Kfz-Mechaniker hatte sich mit dem Trecker bei seiner Arbeit als Lohner festgefahren. Er filmte, wie er munter auf Plattdeutsch schimpfte. Nach diesem Überraschungserfolg nutzte der Ostfriese seine Chance und baute eine Marke auf. Heute hat er allein bei Instagram mehr als 161.000 Follower – vor vier Wochen und damit vor Beginn der TV-Ausstrahlung von „Kampf der Realitystars“ waren es noch gut 150.000. Veith ist vielseitig: Neben seinem Hauptjob als Lohner baut er mit Kenos Playground in Wiesmoor ein Unternehmen auf, bei dem sich alles um Pferdestärken dreht. Er tunt dort beispielsweise Sportwagen oder bereitet Autos auf.

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