Hamburg Warum geht es vielen Menschen im Frühling und Sommer besser?
Winterdepressionen sind für viele wahrscheinlich ein bekanntes Gefühl. Nicht ohne Grund ist der Frühling und der Sommer so beliebt, denn zu diesen Jahreszeiten steigt die gute Laune erheblich. Doch warum ist das so?
Dass Menschen die sonnigeren Jahreszeiten lieben, liegt wohl an dem warmen Wetter mit oft blauem Himmel und viel Sonne – beziehungsweise Vitamin D. Das Vitamin ist eines der wichtigsten Stoffe, die der menschliche Körper benötigt. Besonders unser Immunsystem ist darauf angewiesen, um Krankheiten besser zu bekämpfen. Die Hauptquelle für Vitamin D ist UV-Strahlung auf der Haut, weshalb es häufig als „Sonnenvitamin“ bezeichnet wird. Es beeinflusst verschiedene hormonelle Prozesse im Körper, die sich auf unsere psychische Verfassung auswirken können.
Vitamin D fördert viele Vorgänge im menschlichen Körper. Es unterstützt einerseits die Produktion spezifischer Abwehrzellen und andererseits reguliert es eine übermäßige Immunantwort auf ein normales Niveau. Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle beim Knochenaufbau und ist dafür wesentlich wie Kalzium. Genauso wie den Knochenaufbau unterstützt das Vitamin auch den Muskelaufbau, so das Portal „Gesundheitsinformation“.
Studien und Untersuchungen zeigen, dass Vitamin D verschiedene Erkrankungen des Gehirns und der Nerven vorbeugen kann, etwa bei Demenzerkrankungen wie Alzheimer, Morbus Parkinson sowie Schlaganfall. Da Winterdepressionen oft durch Lichtmangel entstehen, kann Sonne diese auch verhindern. Eine Untersuchung der „National Library of Medicine“ zeigt, dass ein großer Zusammenhang zwischen Depressionen und Vitamin-D-Mangel herrscht. Das „Ärzteblatt“ weist aber darauf hin, dass eine schwere Depression bisher noch nicht erfolgreich mit Vitamin D behandelt werden konnte.
Vitamin D beeinflusst zudem die Aktivität eines bedeutsamen Enzyms namens Tyrosin-Hydroxylase in den Nebennieren. Dieses Enzym hat Auswirkungen auf die Produktion der Neurotransmitters Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin. Diese Botenstoffe spielen eine Rolle bei der Regulation von Stimmung, Lebensfreude und Stressbewältigung.
Wenn die Nebennieren nicht genügend Vitamin D erhalten, kommt es zu einer verstärkten Freisetzung der Neurotransmitter, was den Körper in einen stressigen Zustand versetzt. Dies kann zu chronischer Müdigkeit und Erschöpfung führen. Ein Mangel an Vitamin D kann auch Schlafprobleme verursachen.