Hamburg  Diese 10 Slang-Wörter verraten, dass Sie Boomer sind

Svana Kühn
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Von Svana Kühn
| 23.04.2024 20:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Als Opa noch „Schwofen“ ging: Jede Generation prägt eigene Wörter, die sich vor allem in der Jugendsprache etablieren. Foto: imago/Addictive Stock
Als Opa noch „Schwofen“ ging: Jede Generation prägt eigene Wörter, die sich vor allem in der Jugendsprache etablieren. Foto: imago/Addictive Stock
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Sie wollen mit steilen Zähnen auf der Fete schwofen? Dann sind Sie wahrscheinlich vor 1964 geboren. Die aktuellen Jugendwörter werden gerne belächelt – dabei war die Sprache der Teenager schon immer kreativ. Das sind die besten Wortkreationen der Boomer.

„Diggah, darf er so?“ „Bombastic Side Eye!“ Die Begrifflichkeiten der jungen Generation sorgen immer wieder für Irritationen. Doch Sprache verändert sich. Jede Generation prägt eigene Wörter und Wendungen, die sich vor allem in der Jugendsprache etablieren. Was früher einmal bombastisch oder oberaffengeil war, ist heute lit oder wild.

So kann die Verwendung von bestimmten Wörtern auch einen Hinweis darauf geben, wann jemand aufgewachsen ist. Die Sprachlern-App „Babbel“ hat ermittelt, welche Slangwörter für welche Generation typisch sind. Gehören Sie zur Generation der Babyboomer, sind also zwischen 1946 und 1964 geboren, dann sind Sie vermutlich mit diesen Begriffen groß geworden:

Wer müde ist, der geht in die Poofe. Genug geschlafen? Dann hat es sich ausgepooft! Mit dem Ausdruck „poofen“ ist in der Regel der Nachtschlaf gemeint, kein Nickerchen oder Mittagsschlaf. Teils sind regionale Varianten mit „b“ am Anfang verbreitet.

Locker, flott und oft ein wenig ausgefallen: Der Begriff „flippig“ ist wohl allen Generationen bekannt. In unseren Sprachgebrauch etabliert haben ihn aber die Boomer.

„Schwofen“, das heißt tanzen, und das nicht nur ein bisschen, sondern die ganze Nacht hindurch. „Gepooft“ wird später.

Der Begriff „steil“ hat in unterschiedlichen Generationen gleich verschiedene Bedeutungen. Wer heute steil geht, der lässt die Sau raus, haut richtig auf den Putz, hat Erfolg oder ärgert sich massiv über irgendetwas. Ist für die Boomer etwas „steil“, dann ist es cool, großartig, beeindruckend oder imponierend.

Gemeint ist eine attraktive Person. Besonders Frauen mussten sich damals gefallen lassen als Bombe, Biene, Eule, Ische, dufte Kante, Wuchtbrumme oder eben „steiler Zahn“ bezeichnet zu werden.

Eine tolle Fete ist das gewesen! Gemeint ist eine lockere, ungezwungene Feier. Der Ausdruck kommt aus dem Französischen: la fête steht hier für das Fest.

Übertrieben? Aufgeblasen? Überladen? Ganz im Gegenteil: In Zeiten der Babyboomer hat sich für „bombastisch“ die Definition cool, großartig, phänomenal durchgesetzt.

Röhrenjeans? Kennen wir alle. Aber wer hätte gewusst, dass die Boomer das Wort erfunden haben?

Was früher Gammler waren, sind die heutigen Hippies. Seit den frühen 1960er-Jahren gehörten die Gammler zum alltäglichen Bild der europäischen Metropolen. Jugendliche also, die alle Formen der gesellschaftlichen Norm ablehnen. Die Gammler waren gemächlicher, aber lebendiger Protest. Sie galten als ungepflegt, trugen die Haare lang und stellten öffentlich die Leistungsgesellschaft infrage.

Der Bürstenschnitt war bei Männern Anfang der 60er Jahre besonders angesagt. Für ihn kannte man gleich drei Ausdrücke: Bürste, Blocker oder Koreapeitsche – letzteres, weil man die Frisur zuerst bei den amerikanischen Soldaten gesehen hatte, die in den Fünfzigerjahren im Koreakrieg kämpfen mussten.

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