Dresden  Spionageverdacht: Mitarbeiter von AfD-Spitzenkandidat Krah festgenommen

Max Brägelmann
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Von Max Brägelmann
| 23.04.2024 08:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Der 43-Jährige infrage gilt als enger Vertrauter und langjähriger Mitarbeiter Krahs im Europaparlament. Foto: dpa/Kay Nietfeld
Der 43-Jährige infrage gilt als enger Vertrauter und langjähriger Mitarbeiter Krahs im Europaparlament. Foto: dpa/Kay Nietfeld
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Nach übereinstimmenden Medienberichten soll ein Mann in Dresden aufgrund eines Spionageverdachts festgenommen worden sein. Dabei soll es sich um einen Mitarbeiter des AfD-Spitzenkandidaten für die Europawahl, Maximilian Krah, handeln. Der Mann soll für China spioniert haben.

Bei dem Beschuldigten handele es sich um einen 43-jährigen gebürtigen Chinesen. Er stehe im dringenden Verdacht, seit Jahren für den chinesischen Geheimdienst spioniert zu haben. Der Generalbundesanwalt wirft ihm vor, für China die chinesische Oppositionsbewegung ausspioniert zu haben. Zuvor hatten „ARD“ und „Zeit“ berichtet.

Der 43-Jährige soll außerdem als enger Vertrauter und langjähriger Mitarbeiter Krahs im Europaparlament Informationen aus dem Parlamentsbetrieb an China weitergegeben haben. Er besitze nach Angaben der „Zeit“ inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft und sei nach seinem Studium zunächst als Geschäftsmann tätig gewesen.

Als Krah dann 2019 ins Europaparlament einzog, soll er den Beschuldigten als Assistenten in sein Brüsseler Team geholt haben. Wenig später soll er Krah auf eine Reise nach China begleitet haben. Spätestens seit dieser Zeit soll er für die Behörden in Peking gearbeitet haben.

Nach der Festnahme von drei mutmaßlichen Spionen für China gestern in Düsseldorf und Bad Homburg ist es die zweite Aktion gegen chinesische Einflussnahme in Deutschland binnen 24 Stunden. Die Fälle würden jedoch nicht zusammenhängen.

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