Berlin Jeder Zehnte der Gen Z spricht nicht mit Babyboomer-Kollegen
Auf der Arbeit treffen viele Generationen aufeinander – untereinander kommuniziert wird aber wenig. Eine Studie zeigt nun, woran das liegt und welche Folgen der fehlende Austausch haben kann.
Mehr als jeder Zehnte der Gen Z hat seit über einem Jahr nicht mehr mit einem über 50-jährigen Kollegen geredet. Eine Studie von LinkedIn zeigt, dass die Kommunikation zwischen den verschiedenen Generationen auf der Arbeit noch ausbaufähig ist. 25 Prozent der Befragten aus der Generation Z sind unsicher, wie sie auf die ältere Generation wirken und vermeiden deshalb ein Gespräch.
Rund 39 Prozent haben laut Studie Sorge, sich vor den anderen Generationen zu blamieren. Außerdem fühlt sich knapp die Hälfte der Gen Z (49 Prozent) von älteren Generationen missverstanden und bittet deshalb ältere Kollegen ungern um Hilfe. Andersherum sind aber auch 33 Prozent der älteren Generation der Ansicht, die anderen Generationen wüssten mehr als sie selbst.
„An kaum einem Ort innerhalb der Gesellschaft treffen so viele Generationen aufeinander wie am Arbeitsplatz. Für die Zusammenarbeit im Team und deren Erfolg ist es daher enorm wichtig, dass Unternehmen ein Umfeld schaffen, das die Kommunikation zwischen den Generationen fördert. Denn erst der Austausch von Erfahrungen, Perspektiven und Fähigkeiten sorgt für eine dynamische Arbeitskultur, die Innovation und Wachstum ermöglicht und Unternehmen so langfristig einen Wettbewerbsvorteil verschafft.“, sagt Barbara Wittmann, Country Managerin LinkedIn DACH.
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Auch wenn sich die Generation Z oftmals nicht traue, ein Gespräch zu beginnen, sind sich 65 Prozent der Befragten sicher, dass eine bessere Kommunikation zwischen den Generationen für alle vorteilhaft wäre. Gerade deshalb versuche bereits mehr als ein Drittel der jungen Generation, mit Arbeitskollegen aus anderen Generationen ins Gespräch zu kommen. Bei den Babyboomern geben fast zwei Drittel (61 Prozent) der Befragten an, auf die jüngeren Angestellten zuzugehen.