23:30 gegen Wilhelmshaven  Kämpferisch starker OHV unterliegt vor 1820 Zuschauern

Theo Gerken
|
Von Theo Gerken
| 14.04.2024 20:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Jorit Reshöft fand mehrfach in dem überragenden Torhüter Jakub Lefan seinen Meister. Fotos: Doden/Emden
Jorit Reshöft fand mehrfach in dem überragenden Torhüter Jakub Lefan seinen Meister. Fotos: Doden/Emden
Artikel teilen:

Vor allem Gästetorhüter Jakub Lefan hatte sich für das Derby ganz besonders viel vorgenommen. Der OHV Aurich zieht vor ausverkauftem Haus gegen den Wilhelmshavener HV mit 23:30 den Kürzeren.

Aurich - Trotz einer kämpferisch hervorragenden Leistung verloren die Handballer des OHV Aurich das nachbarschaftliche Derby der dritten Liga, Staffel Nord-West, am frühen Sonntagabend in der mit 1820 Zuschauern ausverkauften Auricher Sparkassen-Arena gegen den Wilhelmshavener HV mit 23:30. Bereits zur Pause hatten die Gäste die anfängliche 4:3-Führung der Auricher in einen 16:12-Vorsprung umgewandelt.

Der OHV Aurich verliert nach dieser Niederlage einen Tabellenplatz und ist jetzt Zehnter. Nächsten Samstag muss das Team von Trainer Pedro Alvarez bei den Sportfreunden Söhre antreten. „Wilhelmshaven hat verdient gewonnen, ihr Torhüter war der Mann des Spiels, der hat alles gehalten, was zu halten war, wir haben vorne versagt“, kommentierte Aurichs Teammanager Ewald Meyer nach dem Schlusspfiff die Niederlage.

Jannes Hertlein (links) bedankt sich und ist enttäuscht.
Jannes Hertlein (links) bedankt sich und ist enttäuscht.

Gästefans feiern Lefan

In der Tat hatte sich Jakub Lefan die „Jakub! Jakub“-Rufe der mitgereisten Fans aus der Jadestadt verdient. Bereits im ersten Abschnitt hatte er fünf Würfe der Auricher entschärft, im zweiten Durchgang wuchs er über sich hinaus und parierte weitere 13 Bälle.

Viel Tempo, viel Kampf und noch mehr Einsatz kennzeichneten das Duell der beiden Nachbarn der dritten Liga vom Anfang bis zum Ende. Dabei zeigten sich die Gäste leider nicht immer von der sportlichen Seite, so ließ Jakob Lefan schon mal einen Ball in seinem Kasten liegen, um ein wenig Zeit zu gewinnen, die Wilhelmshavener Abwehrspieler lieferten sich Wortgefechte mit Aurichs Kreisläufer Jannes Hertlein sowie weitere Nickligkeiten, und Gästetrainer Christian Köhrmann rannte auf das Spielfeld, um den Auricher Angriffselan nach einem Angreiferfoul von Matej Kozul zu stoppen.

Jannes Hertlein (links) bedankt sich und ist enttäuscht.
Jannes Hertlein (links) bedankt sich und ist enttäuscht.

Auch Kuksa mit starker Leistung

Kuzol blieb nach dem Schiedsrichterpfiff liegen. Die Unparteiischen ließen zunächst regelkonform weiterspielen, bis der Wilhelmshavener Coach für die Unterbrechung sorgte. Der sah die gelbe Karte, hatte sein Ziel aber erreicht.

Beide Abwehrreihen bestimmten zunächst das Spiel. Aurich begann zwar kämpferisch stark, leistete sich aber zu viele Fehlpässe im Angriff, die der WHV konsequent bestrafte. Nur weil auch Aurichs Torhüter Edgars Kuksa wieder einmal seine Klasse bewies und der OHV auch spielerisch ordentlich mitmischte, wurde der Rückstand nach dem 4:8 nach 16 Minuten bis zum 12:16 zur Pause nicht größer.

OHV - Wilhelmsh. 23:30 (12:16 ) Aurich: Kuksa, Jungvogel, Ebeling (n.e.); de Buhr (2), Reshöft (5), Wendlandt (3), Fujita (3),Vorontsov (4, davon 1 Siebenmeter), H. Stoehr (1), L, Meinke (n.e.), Hertlein (2), Polishchuk (1/1), Molnar, Hegyi (2), Crnic (n.e.), Puljic.

Spielfilm: 4:3 (10.), 4:9 (17.), 8:13 (23.), 12:16 (30.), 15:21 (40.), 19:25 (50.), 23:30.

Zeitstrafen: Aurich (4), Wilhelmshaven (4).

Zuschauer: 1820 (ausverkauft).

Siebenmeter: Aurich 2 / 2 verwandelt, Wilhelmshaven 3 / 3 verwandelt.

OHV hielt dagegen

Auch nach dem Wiederanpfiff hielt das Team von Trainer Pedro Alvarez dagegen, allerdings wuchs Wilhelmshavens Keeper Lefan über sich hinaus und brachte die OHV-Angreifer zum Verzweifeln. Nach 36 Minuten löste Marten Jungvogel Edgars Kuksa im Aurich Tor ab und konnte sich auch mit einigen Paraden auszeichnen. Bis zum 19:23 hielten die Gastgeber den alten Abstand, dann zog Wilhelmshaven dank eines Jakub Lefan im Tor unaufhaltsam bis zum 23:30-Endstand davon.

Ähnliche Artikel