Polizei durch Video alarmiert  Ein Mann wird bei Rangelei auf dem Neuen Markt verletzt

Mona Hanssen
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Von Mona Hanssen
| 03.04.2024 16:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Nachdem Beamte in der Polizeiwache auf den Bildschirmen, auf der die Videoübertragung vom Neuen Markt gezeigt wird, eine Körperverletzung gesehen haben, rückten zwei Streifenwagen aus. Foto: Hanssen
Nachdem Beamte in der Polizeiwache auf den Bildschirmen, auf der die Videoübertragung vom Neuen Markt gezeigt wird, eine Körperverletzung gesehen haben, rückten zwei Streifenwagen aus. Foto: Hanssen
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Der Neue Markt in Emden ist kameraüberwacht. Am Mittwoch schauten Polizeibeamte in der Wache auf das Live-Bild – und wurden Zeuge einer Körperverletzung.

Emden - Zwei Streifenwagen der Polizei in Emden sind am Mittwochnachmittag eilig zum Neuen Markt gedüst. Der Grund: Gegen 15.33 Uhr hatte Beamte auf den Bildschirmen in der Wache, auf denen die Video-Übertragung von den Kameras am Neuen Markt gezeigt wird, eine Körperverletzung beobachtet. Das sagt Svenia Temmen, Sprecherin der Polizeiinspektion Leer/Emden auf Nachfrage.

Auch ein Krankenwagen wurde alarmiert. Ein Mann wurde vor Ort versorgt. Er hatte augenscheinliche eine Kopfverletzung. Nach einer Person, die die Verletzung verursacht hatte, wird noch gesucht, sagte Temmen gegen 15.50 Uhr. Wie es zu dem Streit kam, ist unklar. Die beteiligten Personen seien der Polizei aber bekannt. Diese Zeitung hatte vor dem Polizeieinsatz bereits zufällig Rangeleien vor dem Edeka-Markt beobachtet. Ob die zu der Zeit rangelnden Personen später auch an der Körperverletzung beteiligt gewesen waren, ist aber nicht klar.

Rückt die Polizei häufiger wegen Video-Überwachung aus?

Wir haben Svenia Temmen gefragt, ob es häufiger passiert, dass Polizeibeamte ausrücken, weil sie auf den Bildschirmen einen Zwischenfall auf dem Neuen Markt beobachtet haben. „Das könnte häufiger passieren“, sagt sie. Genauer wisse sie das nach einem Gespräch mit der Emder Dienststelle.

Klar sei aber: „Die Video-Überwachung ist eine Gefahrenabwehr-Maßnahme. Es gibt kein 24/7-Monitoring.“ Heißt: Es wird nicht durchgehend auf die Bildschirme geschaut. Die Kameras sollen abschrecken, nicht unbedingt zur Straftaten-Verfolgung dienen. Im Fall einer Straftat auf dem Neuen Markt kann aber im Nachhinein ein Video zurate gezogen werden.

Der Neue Markt wird seit 2017 videoüberwacht, nachdem es vorher häufiger gewalttätige Auseinandersetzung insbesondere zwischen feiernden Leuten nachts am Wochenende gegeben hatte. Gleich neun Kameras haben den Platz im Blick.

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