Fußball-Bezirkspokal  Riesenjubel bei Firrel und TuRa – Enttäuschung in Esens

| | 30.03.2024 19:25 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Tim Schouwer (links) war am Ostersamstag der Firreler Pokalheld. Er erzielte den ganz späten Siegtreffer in Vechta. Foto: Doden, Emden, Archiv
Tim Schouwer (links) war am Ostersamstag der Firreler Pokalheld. Er erzielte den ganz späten Siegtreffer in Vechta. Foto: Doden, Emden, Archiv
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Zwei der drei noch verbliebenen ostfriesischen Teilnehmer haben am Ostersamstag das Halbfinale erreicht. Firrel und Westrhauderfehn haben jeweils einen Rückstand gedreht.

Ostfriesland - Aus einem rein ostfriesischen Bezirkspokal-Halbfinale ist nichts geworden. Denn Fußball-Landesligist TuS Esens hat, trotz hochkarätiger Chancen, am Ostersamstag, 30. März, das Viertelfinale bei Bezirksligist RW Damme mit 0:1 verloren. Klassengefährte GW Firrel gewann dagegen, wenn auch glücklich, sein Viertelfinale mit 2:1 bei Bezirksligist SFN Vechta. Auch Bezirksligist TuRa Westrhauderfehn hat zeitgleich mit einem 2:1-Sieg gegen Bezirksligist SV Bad Laer das Halbfinal-Ticket gebucht.

Die Halbfinalspiele sind für Himmelfahrt (Donnerstag, 9. Mai) angesetzt. Westrhauderfehn empfängt Landesliga-Topteam SV Holthausen-Biene. Firrel gastiert bei Esens-Besieger Damme.

SFN Vechta – GW Firrel 1:2 (1:0)

Von Beginn an erwies sich Vechta als schwer zu bespielenden Gegner für die klassenhöheren Firreler. In der 17. Minute wären die Gastgeber beinahe in Führung gegangen, doch Flemming Sager schob den Ball am Firreler Kasten vorbei. Grün-Weiß bekam kaum einen Zugriff, Vechta spielte den besseren Fußball. Kurz vor der Pause gingen die Gastgeber durch Felix Klaphake in Führung. Das schmeckte GW-Coach Bernd Grotlüschen natürlich nicht. „Die erste Halbzeit war unterirdisch von der gesamten Truppe“, wird Grotlüschen deutlich. Er nahm zur Pause zwei Wechsel vor, brachte Jendrik Janßen und Sebastian Bloem für Michael Olbrys und Steef Borgman. Kaum auf dem Feld, verletzte sich Bloem auch schon. Er wurde in der 53. Minute durch Lasse Härtel ersetzt.

Am Spielverlauf änderte sich erstmal nichts, Vechta war dem 2:0 näher als Firrel dem Ausgleich. Doch nach einer Stunde Spielzeit wurde Firrel aktiver. „Wir haben uns dann auch körperlich verbessert“, so Grotlüschen. Der eingewechselte Lasse Härtel belohnte GW mit dem 1:1 durch einen platzierten Schuss (69.). Beinahe wäre Härtel der Doppelpack gelungen (73.). In der 90. Minute fiel dann der Firreler Siegtreffer: Tim Schouwer nickte einen Janßen-Eckball in die Maschen. Beinahe wäre dem aufgerückten Vechta-Keeper Fabian-Joel Stuke noch der Ausgleich gelungen, doch Firrel konnte in höchster Not klären. „Am Ende zählt im Pokal nur das Weiterkommen und das haben wir geschafft“, sagt Firrel-Coach Bernd Grotlüschen.

Tore: 1:0 Klaphake (45. +2), 1:1 Härtel (69.), 1:2 Schouwer (90.).

Die Freude bei TuRa Westrhauderfehn war nach den Toren groß. Foto: Damm, Archiv
Die Freude bei TuRa Westrhauderfehn war nach den Toren groß. Foto: Damm, Archiv

TuRa Westrhauderfehn – SV Bad Laer 2:1 (0:0)

Vor einer stattlichen Kulisse ging es torlos in die Pause. Danach jubelten zuerst die Gäste, die mit zwei Fanbussen angereist waren. Maximilian Tellkamp erzielte die Führung für Bad Laer (58.). TuRa bewies Moral und drehte die Partie durch Tore von Felix Schütte (70.) und Onno Janßen (81.). Der ostfriesische Bezirksligist hat sich damit erstmals in seiner Vereinsgeschichte bis ins Bezirkspokal-Halbfinale vorgekämpft. Ein ausführlicher Bericht zu diesem Spiel folgt.

Tore: 0:1 Tellkamp (58.), 1:1 F. Schütte (70.), 2:1 Janßen (81.).

RW Damme – TuS Esens 1:0 (0:0)

Auch für den TuS Esens wäre ein Weiterkommen historisch gewesen. Doch dieses blieb den Bärenstädtern verwehrt. „Wir hatten vier 100-prozentige Torchancen und machen keine davon“, hadert TuS-Coach Ralf Backhaus. „Defensiv hat mir das gut gefallen.“

Bereits in der vierten Minute besaß Niklas Pinkernell die große Chance zur Esenser Führung, schob aber am Tor vorbei. Ansonsten passierte in der ersten Hälfte nicht viel vor den Toren. Nach dem Seitenwechsel hatte Niklas Sukowski eine Möglichkeit, doch auch er brachte den Ball nicht auf den Kasten. Das rächte sich. Dammes Julian Beckmann gelang aus der Ferne ein Traumtor (82.).

Danach hatte Esens mehrere Ausgleichschancen. Ein Freistoß von Malte Ahrends wurde vom Damme-Torwart ebenso gut gehalten wie ein Schuss von Gabriel Bamezon. Dann behinderten sich Bamezon und Samuel Stainbank gegenseitig beim Torschuss, sodass der Ball, der Richtung Torlinie trudelte, noch geklärt werden konnte. „Die Enttäuschung der Jungs ist groß. Hier war was möglich“, sagt Backhaus.

Tor: 1:0 Beckmann (82.).

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