Förderung zum Denkmalschutz Stiftung fördert Borkums Alten Leuchtturm
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sagt Förderungen zu – einer der Verträge geht nach Borkum. Warum profitiert der Alte Leuchtturm?
Borkum - Der Alte Leuchtturm ist eines von bundesweit 351 Denkmälern, die auf der Liste der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) für Fördermittel gelandet sind. Das hat die DSD kürzlich mitgeteilt.
Nach Abschluss der Tagung der Wissenschaftlichen Kommission der DSD, bestehend aus fünf Fachleuten aus den Bereichen Denkmalpflege und Kunstwissenschaften sowie dem DSD-Vorstand, wurde die Liste veröffentlicht. In Niedersachsen sind 32 Denkmale gelistet, neben dem Borkumer Leuchtturm unter anderem auch die Hängebrücke Tanzwerder in Hannoversch Münden.
Warum der Alte Leuchtturm?
In der Mitteilung der DSD heißt es zum Leuchtturm: „Das 1576 anstelle eines älteren Kirchturms errichtete Bauwerk gilt als das älteste Bauwerk der Nordseeinsel.“ Seine Doppelfunktion als Leucht- und Kirchturm sei selten. Seit 1982 ist der Turm im Eigentum des Heimatvereins der Insel Borkum.
„Schäden gefährden Sicherheit“, schreibt die DSD auf ihrer Website zum Leuchtturm. Das Denkmal sei lange für Führungen oder Trauungen öffentlich zugänglich gewesen. „All das ist jedoch zurzeit aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Das Innen- und Außenmauerwerk ist schadhaft, Feuchtigkeit und Schimmel setzen dem Turmkopf zu und die Metalltreppe muss restauriert werden.“
Was ist die DSD?
Die DSD ist seit 1985 die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland und setzt sich für den Erhalt von bedrohten Baudenkmalen ein. Auch der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ ist eine Aktion der DSD. Sie finanziert sich durch Spenden treuhänderischen Stiftungen und Erträgen der Lotterie Glücksspirale.
Laut eigenen Angaben habe die Stiftung seit ihrer Gründung über 6600 Denkmale mit rund 720 Millionen Euro helfen und retten können. Dazu zählten Denkmale aller Gattungen, „von der archäologischen Grabung bis hin zur denkmalgeschützten Maschinenhalle“.