Spargelessen zu Ostern  So früh wie selten – Spargelernte hat begonnen

Tatjana Gettkowski
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Von Tatjana Gettkowski
| 28.03.2024 13:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Daniel Santen baut auf den Flächen verschiedene, vor allem alte Spargelsorten an. Weil es frühe und späte Sorten gibt, kann bis zum Ende der Spargelzeit am 24. Juni kontinuierlich geerntet werden. Foto: Gettkowski
Daniel Santen baut auf den Flächen verschiedene, vor allem alte Spargelsorten an. Weil es frühe und späte Sorten gibt, kann bis zum Ende der Spargelzeit am 24. Juni kontinuierlich geerntet werden. Foto: Gettkowski
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Spargelfans fiebern dem Beginn der Spargelsaison schon entgegen. Für viele gehört das Gemüse als traditionelles Festessen zu Ostern dazu. Wo bekommt man so früh im Jahr Spargel frisch vom Feld?

Landkreis Leer - Dem Spargelessen zum Osterfest steht nichts mehr im Wege. Auf den Feldern des Hofs Santen in Diele und Brual hat die Ernte bereits begonnen – so früh wie selten. Bei Hofbetreiber Daniel Santen kam der Spargel bereits am Mittwoch, 27. März 2024, auf den Tisch. Ostersonntag und Ostermontag wird im Hofladen in Diele erstmals Spargel frisch vom Feld verkauft.

So sieht der erste Spargel der Saison aus. Foto: Gettkowski
So sieht der erste Spargel der Saison aus. Foto: Gettkowski

„Wir geben uns immer Mühe, mit der Ernte die Ersten in der Region zu sein“, sagt Daniel Santen. Er sehe das aber eher als sportlichen Ehrgeiz und nicht als Konkurrenzkampf mit den Berufskollegen im Landkreis, betont er. Wie Nachfragen bei Janno Schmid aus Großwolde und Hermann Saathoff aus Holtland ergaben, wird auf den dortigen Anbauflächen voraussichtlich Mitte April mit dem Spargelstechen begonnen.

So mögen viele Spargelfans das Stangengemüse am liebsten: klassisch mit Kartoffeln, Schinken und Sauce Hollandaise. Foto: Ortgies/Archiv
So mögen viele Spargelfans das Stangengemüse am liebsten: klassisch mit Kartoffeln, Schinken und Sauce Hollandaise. Foto: Ortgies/Archiv

Sonne der vergangenen Tage sorgte für Wachstum

Dass im Rheiderland bereits seit Beginn der Woche Spargel gestochen werden kann, ist keine Selbstverständlichkeit. „Weil der Boden durch die Regenfälle so nass war, konnten wir die Folien erst relativ spät auf die Dämme ziehen“, erklärt er. Doch die Sonnenstrahlen der vergangenen Tage waren gut fürs Wachstum. Um zu sprießen, brauche der Spargel Temperaturen um die zwölf Grad. Damit das Klima in den Dämmen stimmt, wird auf den Feldern eine Doppelfolie verwendet. Wenn die Sonne scheint, herrschen in der Zwischenschicht Temperaturen bis zu 30 Grad. „Diese Treibhausatmosphäre sorgt dafür, dass die Dämme nachts selbst bei niedrigen Temperaturen nicht so stark auskühlen.“

Daniel Santen sticht die Spargelstangen mit einem speziellen Stechmesser aus den Dämmen, die mit Folien abgedeckt sind, um ein gutes Wachstum zu gewährleisten. Foto: Gettkowski
Daniel Santen sticht die Spargelstangen mit einem speziellen Stechmesser aus den Dämmen, die mit Folien abgedeckt sind, um ein gutes Wachstum zu gewährleisten. Foto: Gettkowski

Santen geht davon aus, dass die für Sonnabend vorausgesagten Temperaturen um die 17 Grad beim Spargel für einen ordentlichen Wachstumsschub sorgen werden. Trotzdem würden noch keine Vorbestellungen von Kunden angenommen. „Wir wissen einfach nicht, wie viel wir tatsächlich ernten können“, sagt Santen. Der Kilopreis für den Spargel werde nach seinen Worten je nach Qualität zwischen 16 und 18 Euro liegen.

Daniel Santen und seine Erntehelfer haben auf diesem Feld in Brual in dieser Woche mit dem Spargelstechen begonnen. Foto: Gettkowski
Daniel Santen und seine Erntehelfer haben auf diesem Feld in Brual in dieser Woche mit dem Spargelstechen begonnen. Foto: Gettkowski

In diesem Bereich bewegte sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes das Preisniveau auch im vergangenen Jahr. Zum Start der Saison im März und April ist der Kilopreis höher als gegen Ende der Saison im Juni. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen die Preise im April rund 34,6 Prozent höher als im Folgemonat Mai.

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