Meppen siegt gegen HSV  5000 Zuschauer – Fehntjerin trifft vor Rekordkulisse

Dieter Kremer
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Von Dieter Kremer
| 24.03.2024 17:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Da war der Jubel bei Toma Ihlenburg nach ihrem 1:0 sehr groß. Foto: Imago/Scholz
Da war der Jubel bei Toma Ihlenburg nach ihrem 1:0 sehr groß. Foto: Imago/Scholz
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Die Frauen des SV Meppen bleiben in der 2. Bundesliga auf Aufstiegskurs. Vor der Rekordkulisse von 5000 Zuschauern hatte die Fehntjerin Toma Ihlenburg einen ganz großen Auftritt.

Meppen - Klarer Sieg im Spitzenspiel vor Rekordkulisse: Meppens Fußballerinnen haben den bisherigen Tabellenführer Hamburger SV in einer Regenschlacht besiegt. Anders als im Hinspiel ließ sich die Mannschaft von Trainerin Carin Bakhuis ihre Drei-Tore-Führung nicht mehr nehmen.

Vor 5000 Zuschauern - der ab sofort größten Kulisse in der 2. Frauen-Bundesliga - gewannen die Meppenerinnen am Sonntag mit 4:0 (3:0) gegen den Aufsteiger aus der Hansestadt. Toma Ihlenburg (27.), Nina Kossen (37.), Vildan Kardesler (45.) und die eingewechselte Laura Bröring (90.+3) schossen bei Dauerregen auf tiefem Untergrund die Tore.

Bestmarke klar übertroffen

Mit der Zuschauerzahl wurde eine mehr als elf Jahre alte Bestmarke übertroffen. In der Saison 2012/2013 hatten 3050 Besucher am 22. und damit letzten Spieltag der damals zweigleisigen 2. Frauen-Bundesliga das direkte Duell um den Aufstieg zwischen der TSG Hoffenheim und dem 1. FC Köln besucht.

„Es war jetzt spielerisch nicht das schönste Spiel, aber der Rasen war halt auch schwer bespielbar“, fasste Ihlenburg, die in Rhauderfehn aufgewachsen ist, die Partie treffend zusammen. Man sei wieder super effizient gewesen und habe die Konter super ausgespielt, ergänzte die Abwehrchefin. „Jetzt stehen wir an der Spitze und freuen uns.“

Ihlenburg selbst hatte die Meppenerinnen in der 27. Minute in Führung gebracht. Wuchtig ihr Kopfball nach schöner Flanke von Sarah Schulte von der rechten Seite auf den zweiten Pfosten. „Ich hatte noch was gutzumachen von letzter Woche“, schmunzelte Ihlenburg. „Da hatte ich auch einen Kopfball nach einer Ecke, wo ich eigentlich relativ frei stand und den machen muss. Aber diesmal geht er rein.“ Schulte bereitete auch den zweiten und dritten Treffer vor. Beim 2:0 von Nina Kossen passte sie flach in die Mitte, wo Kossen im Nachschuss vollendete (37.). Das dritte Tor resultierte aus einem Pass aus dem Mittelfeld auf Vildan Kardesler, die vor HSV-Torhüterin Lela-Celin Naward die Nerven behielt.

Zur Pause schon klar vorne

Zur Pause lag Meppen bereits mit 3:0 vorne - wie im Hinspiel. Allerdings verlor das Team in Hamburg noch mit 3:4. Dachten die Meppenerinnen in der Kabine daran? „Ja, haben wir“, berichtet Ihlenburg. Aber man habe direkt gesagt, dass es diesmal ein ganz anderes Spiel sei. „Als wir in Hamburg gespielt haben, muss man auch sagen, dass die Führung nicht verdient war. Jetzt war sie schon verdient. Wir wussten, wenn wir weiter in die Zweikämpfe gehen, gewinnen wir das Spiel.“

Man habe die Mannschaft in der Pause darauf angesprochen, aber in positiver Art und Weise, bestätigt Meppens Trainerin Carin Bakhuis. „Wir sind jetzt ein Stück weiter und haben defensiv sehr sauber gespielt“, sieht sie eine erwachsenere SVM-Mannschaft als im Hinspiel.

Ganz cool der Schlusspunkt

Kurz vor Schluss setzte Einwechselspielerin Bröring den Schlusspunkt, als sie alleine vor dem Tor cool blieb und mit einem Schuss ins linke Eck traf.

Der SV Meppen übernimmt nach 18 von 26 Spielen die Tabellenführung. Doch das Rennen ist noch ganz knapp. Bis zu Platz fünf, wo derzeit Carl Zeiss Jena steht, sind es nur zwei Punkte Vorsprung. In einer Woche müssen die Meppenerinnen bei eben jener Mannschaft aus Jena (Sonntag, 31. März, 11 Uhr) antreten. Im ersten Vergleich gab es keine Tore.

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