VW-Betriebsversammlung  Manfred Wulff – Werk in Emden benötigt Verlässlichkeit bei Auslastung

Oliver Bär
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Von Oliver Bär
| 22.03.2024 17:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Betriebsratschef Manfred Wulff zog eine klare Bilanz während der ersten Betriebsversammlung des Jahres. Foto: Volkswagen
Betriebsratschef Manfred Wulff zog eine klare Bilanz während der ersten Betriebsversammlung des Jahres. Foto: Volkswagen
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Für VW-Markenchef Thomas Schäfer ist die Umstellung des Werks auf Elektroautos der richtige Weg für Emden. Das betonte er während einer Betriebsversammlung.

Emden - „Die Zukunft von Volkswagen ist elektrisch. Wir stehen zur Mobilitätswende“, bekräftigte VW-Markenchef Thomas Schäfer am Mittwoch in Emden die Ausrichtung des VW-Konzerns für die kommenden Jahre. Der Manager aus Wolfsburg war zur Freude des Betriebsrates der Einladung zur Betriebsversammlung am Standort Emden gefolgt und betonte vor den rund 4000 versammelten Mitarbeitern einer Unternehmensmitteilung zufolge: „Es war und es ist richtig, das Werk Emden auf Elektro umzustellen und damit optimal auf die Anforderungen der Zukunft vorzubereiten.“ Mit den neuen Modellen ID.7 und ID.7 Tourer habe der Konzern hervorragende Produkte am Start. Dies bestätige das Feedback von Medien, Händlern und Kunden. Mit seiner Kompetenz und Flexibilität leiste das Team Emden einen wichtigen Beitrag zur Neuausrichtung der Marke.

Marken-Chef Thomas Schäfer sprach ein deutliches Bekenntnis zum Standort aus. Foto: Volkswagen
Marken-Chef Thomas Schäfer sprach ein deutliches Bekenntnis zum Standort aus. Foto: Volkswagen

Für das laufende Jahr habe der Konzern zwei Top-Prioritäten, sagte Schäfer: „Erstens – voller Fokus auf das operative Geschäft, um unsere Jahresziele trotz Gegenläufer zu erreichen. Und zweitens: Wir setzen unser Performance Programm konsequent um.“ Schließlich gelte es sicherzustellen, dass sich der VW-Konzern seine Zukunft, sprich neue Modelle und Investitionen in neue Technologien, auch leisten könne.

Bereits zwei Mal standen die Bänder still

Der Betriebsratsvorsitzende Manfred Wulff rückte der Mitteilung zufolge besonders die Auslastung des Werks in den Fokus. „Die Belegschaft des Standorts Emden ist gewillt, ID.4, ID.7 und ID.7 Tourer auf die Straße zu bringen, aber dafür benötigen wir dringend Verlässlichkeit und Stabilität in Bezug auf Fahrweise und Versorgung. Es ist an der Zeit, dass diese Anliegen ernst genommen und umgesetzt werden“, betonte er. Die Priorität des Betriebsrats liege klar darin, grundlegende Fragen zum Absatz von E-Fahrzeugen anzusprechen und die damit verbundenen fehlenden Förderungen und Kaufanreize für Kunden anzugehen.

Im laufenden Jahr standen bereits zwei Mal in Emden die Bänder still, zuletzt Anfang März als Komponenten für die Elektroautos fehlten. Davor hatte es im Januar einen Produktionsstopp im Werk gegeben, als auch keine Verbrennermodelle produziert wurden. Damals hatten Absatzschwierigkeiten im Allgemeinen für den Stillstand im Werk gesorgt, von dem Tausende Mitarbeiter betroffen waren.

Werkleiter Uwe Schwartz sprach vor den anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die aktuelle Situation des Unternehmens. Foto: Volkswagen
Werkleiter Uwe Schwartz sprach vor den anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die aktuelle Situation des Unternehmens. Foto: Volkswagen

Werkleiter Uwe Schwarz sah auch in den neuen Modellen ID.7 und ID.7 Tourer echte Ostfriesen in der Tradition der vorangegangenen 60 Jahre, heißt es in der Mitteilung weiter. Mit der Elektromobilität gebe es für den Standort Emden eine klare Vision, mit der sich das Werk innerhalb der Marke und des Produktionsnetzwerks klar positioniere.

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