Gebürtiger Norder verlässt Jeddeloh  Transferhammer – Julian Bennert kehrt nach Ostfriesland zurück

| | 21.03.2024 17:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Julian Bennert (blaues Trikot) spielt seit 2014 für den SSV Jeddeloh. Archivfoto: Rahn
Julian Bennert (blaues Trikot) spielt seit 2014 für den SSV Jeddeloh. Archivfoto: Rahn
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Nach zehn Jahren kehrt Julian Bennert dem Fußball-Regionalligisten SV Jeddeloh den Rücken. Der Ostfriese hat einen neuen Klub hier in der Region. Das sagt er zu seinem Wechsel.

Firrel - Als junger Herrenspieler hat Julian Bennert die ostfriesische Fußball-Bühne verlassen. Als erfahrener Fußballer kehrt er nun zwölf Jahre später in die Region zurück. Der Angreifer wechselt zur neuen Saison zu Fußball-Landesligist GW Firrel, wie der Klub am Donnerstagmittag bekannt gegeben hat. „Ich freue mich wirklich sehr auf das neue Fußball-Kapitel“, sagt Bennert glaubhaft. „Ich kenne ja schon viele aus der Firreler Mannschaft – da sind ja einige ehemalige Emder dabei.“

Seit 2014 läuft Julian Bennert für den Regionalligisten SSV Jeddeloh auf. Nun möchte Bennert ein wenig kürzer treten. „Höre ich ganz auf? Spiele ich hier vor der Haustür in Ofenerdiek in der Kreisliga?“ Auch das waren Gedankenspiele des 32-Jährigen, der seine ersten Erfahrungen im Herrenbereich bei Kickers Emden gesammelt hatte.

Julian Bennert spielte zu Beginn seiner Herrenzeit für Kickers Emden. Archivfoto: Doden, Emden
Julian Bennert spielte zu Beginn seiner Herrenzeit für Kickers Emden. Archivfoto: Doden, Emden

Bennert freut sich auf zweimal Training die Woche

Als der Verein im Winter der Saison 2011/12 Insolvenz angemeldet hatte, wechselte Bennert zum damaligen Oberliga-Klassengefährten VfB Oldenburg. Anderthalb Jahre später zog er für ein Jahr zu BV Cloppenburg weiter – dann ging es zum SSV Jeddeloh. Es gelang der Aufstieg in die 4. Liga, in der sich der Dorfverein aus der Gemeinde Edewecht seitdem bravourös hält. Ostfriese Julian Bennert zählt dort mittlerweile zu den dienstältesten Spielern. Im Sommer wird es in Jeddeloh laut ihm einen „größeren Umbruch“ geben, auch er habe schon länger seinen Abschied angekündigt.

Jetzt hat sich Julian Bennert auch für einen neuen Klub entschieden: GW Firrel. Die vielen Kontakte zur Mannschaft von Bernd Grotlüschen, mit dem Bennert bei Kickers Emden auch zusammengespielt hat, hätten eine wichtige Rolle bei dem Wechsel gespielt. Zudem wolle er etwas weniger Zeit für das Fußballspielen aufbringen. „Da passt es mir ganz gut, dass Firrel nur zweimal die Woche trainiert“, sagt der zweifache Familienvater. Sohnemann Emil (sechs Jahre) spielt mittlerweile selbst im Verein, in der G-Jugend des SV Ofenerdiek. Und wer ist Trainer? Papa Julian Bennert.

Weiterer Jeddeloh-Spieler zu GW Firrel?

Anfang des Jahres hat Bennert mit dem SSV Jeddeloh selbst noch zweimal gegen GW Firrel gespielt: in der Halle im Finale des Energy-Cups in Wilhelmshaven (1:0 für Firrel) und im Testspiel (4:0 für Jeddeloh). „Da habe ich mit den Firrelern ein wenig geflachst. Und dann hatte ich etwas später auch ein sehr gutes Gespräch mit Bernd Grotlüschen“, schildert Bennert. Runter von der Regionalliga in die Landesliga, das fußballerische Pensum wird reduziert. Aber ehrgeizig ist Bennert weiterhin. „Ich stecke mir das kleine, interne Ziel oben mitzuspielen. Das ist auch möglich – und vielleicht bekommen wir ja noch den ein oder anderen dazu“, deutet Bennert wohl weitere Neuzugänge an.

Mit Angreifer Mario Fredehorst, der in Apen wohnt, wird ein weiterer Jeddeloh-Spieler mit GW Firrel in Kontakt gebracht. „Wäre echt cool, wenn das klappen würde“, sagt Bennert dazu. Seine Zusage für Firrel gilt übrigens ligenunabhängig. Firrel steht in der Landesliga knapp über der Abstiegszone. „Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Jungs drin bleiben“, sagt der 32-Jährige.

Firrel-Klubboss Johannes Poppen freut sich sehr über den Bennert-Coup, einen der „besten Stürmer im weiten Umfeld“ verpflichtet zu haben. Allgemein ist Poppen mit der Kaderplanung für die kommende Saison sehr zufrieden. „Es wird auch Abgänge geben, aber der Großteil der Mannschaft bleibt zusammen“, sagt der GW-Vorsitzende, ohne auf Namen einzugehen.

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