Berlin  Nach Rentenerhöhung: Warum die Junge Union scharfe Kritik übt

Maria Lentz
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Von Maria Lentz
| 20.03.2024 16:10 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Deutsche Rentner bekommen ab 1. Juli 2024 rund 4,5 Prozent mehr Geld. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand
Deutsche Rentner bekommen ab 1. Juli 2024 rund 4,5 Prozent mehr Geld. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand
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Die Rentner dürfen sich ab 1. Juli über einen satten Anstieg ihrer Bezüge freuen. Doch die Junge Union hält die Erhöhung für falsch. Was ihr Bundesvorsitzender Johannes Winkel daran auszusetzen hat und welche Forderung er stellt.

Während sich rund 21 Millionen Senioren in Deutschland über steigende Renten ab 1. Juli freuen, kritisiert die Junge Union (JU) diese Erhöhung scharf.

Der JU-Bundesvorsitzende Johannes Winkel beschuldigt die Politik gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), eine „atemberaubende Realitätsverweigerung“ bei der Finanzierung der Rente zu betreiben.

Winkel spricht von einem seit Jahren andauernden „Rentenboom“. Immerhin seien die Bezüge in Westdeutschland seit 2010 um 32 Prozent gestiegen, in Ostdeutschland sogar um 47 Prozent. Nun werden die Renten erneut um 4,57 Prozent erhöht – diesmal bundesweit einheitlich, wie das Bundessozialministerium am Dienstag mitteilte.

Grund für die kräftige Rentenerhöhung seien „der starke Arbeitsmarkt und gute Lohnabschlüsse“, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Damit liegt die Erhöhung deutlich über der Inflationsrate, die im Februar bei 2,5 Prozent lag, und fällt zudem stärker aus als prognostiziert.

Der JU-Chef hält offenbar genau das für falsch und fordert bei künftigen Anpassungen eine Orientierung an der Inflation und nicht an den Löhnen. „Die Politik muss wieder zurück zu einer fairen Verteilung der hohen Rentenlasten kommen“, sagte er dem RND. Kommende Erhöhungen dürften nicht nur von der jungen Generation finanziert werden. Genau das sei laut Winkel aber der Plan der Ampel.

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