Berlin  „Let‘s Dance“: Hape Kerkeling nennt den Grund für sein Aus

Daniel Benedict
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Von Daniel Benedict
| 06.03.2024 10:22 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Zwei Staffeln lang hat Hape Kerkeling mit Nazan Eckes „Lets Dance“ moderiert. Immer noch fragen Fans, warum er dann aufhörte. Foto: Imago/T-F-Foto
Zwei Staffeln lang hat Hape Kerkeling mit Nazan Eckes „Lets Dance“ moderiert. Immer noch fragen Fans, warum er dann aufhörte. Foto: Imago/T-F-Foto
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Es ist eine halbe Ewigkeit her: Und doch fragen die Fans von „Let‘s Dance“ bei Google immer noch: Warum hat Hape Kerkeling nach zwei Staffeln die Moderation aufgegeben? Im Interview verrät er den Grund.

Seit dem Februar zeigt RTL am Freitagabend wieder seine Tanzshow „Let‘s Dance“. Das Format läuft in der 17. Staffel. Die Premiere liegt 18 Jahre zurück. Manch ein Fan von heute war damals noch gar nicht geboren. Andere erinnern sich noch an die Anfänge: Am Jury-Pult drückte auch damals schon Joachim Llambi die Wertung. Moderiert haben 2006 aber weder Daniel Hartwich noch Victoria Swarowski. Die Auftaktsendung präsentierte Hape Kerkeling.

Das Interview im Wortlaut: Hape Kerkeling erklärt, warum Berlin zu homophob für ihn wurde

In den ersten zwei „Let‘s Dance“-Jahren führte Hape Kerkeling gemeinsam mit Nazan Eckes durch die Show. Und wer bei Google seinen Namen eingibt, findet als häufigste Recherche zum Thema noch immer die alte Frage: „Warum hat Hape bei ‚Let‘s Dance‘ aufgehört?“

Das fragt man den Entertainer am besten selbst. Gerade hat Hape Kerkeling Interviews zum „Kung Fu Panda“ gegeben; im vierten Teil der Animationsfilme synchronisiert er den Titelhelden. Am Rande des Gesprächs haben wir den 59-Jährigen auch nach seinem Aus bei „Let‘s Dance“ gefragt.

„Den Grund kann ich verraten“, antwortet Kerkeling. „Ich hatte gemerkt, dass ich nach zwei Staffeln an meine Grenzen komme. Die Sendung musste die Tänzer und die Jury in den Vordergrund stellen und der Moderator verlor an Bedeutung.“

Das solle nicht heißen, dass er seinen Nachfolger nun für unbedeutend hält: „Nicht, dass wir uns missverstehen. Daniel Hartwich macht das ganz wunderbar. Aber die Show ist jetzt anders“, sagte Kerkeling. „Für ‚Let’s Dance‘ zählt das Ensemble. Ich bin mehr so der Typ One-Man-Show.“

Tatsächlich hatte Kerkeling schon in der ersten Staffel von „Let‘s Dance“ mit sich gerungen. Damals hatte Schleswig-Holsteins ehemalige Ministerpräsidentin Heide Simonis als Kandidatin mitgetanzt – was am Boulevard heftigen Spott über die „Hoppel-Heide“ nach sich zog. Kerkeling wäre deshalb um ein Haar aus der Sendung ausgeschieden.

„Die Art und Weise, wie nahezu alle Medien mit der Dame umgegangen sind, fand ich verantwortungslos“, sagte er später der Wochenzeitung „Die Zeit“. Und weiter: „Da ist wirklich versucht worden, einen Menschen zu beschädigen. Und hätte ich es gekonnt und mein Vertrag mich nicht gezwungen, hätte ich mit der Sendung aufgehört.“ Etwas Vergleichbares, so Kerkeling damals, wolle er nicht noch einmal erleben: „Das ist ein schlimmes Gefühl, wenn Sie gegen die Beschädigung eines Menschen an Ihrer Seite nichts tun können.“

Der Grund für sein endgültiges „Let‘s Dance“-Aus wurde die Erfahrung aber nicht. Heide Simonis brach ihre Staffel aus gesundheitlichen Gründen ab. Und Kerkeling moderierte die Sendung im folgenden Jahr noch einmal.

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