Niederlage in der Landesliga  TuS Esens verspielt gegen Holthausen-Biene 2:0-Führung

Heiner Steenhoff
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Von Heiner Steenhoff
| 03.03.2024 20:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Esenser (Remko Til) zeigten eine engagierte Leistung, die aber nicht mit Punkten belohnt wurde. Foto: Steenhoff
Die Esenser (Remko Til) zeigten eine engagierte Leistung, die aber nicht mit Punkten belohnt wurde. Foto: Steenhoff
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Die Ostfriesen legten gegen das Spitzenteam einen Traumstart hin. Doch die 2:0-Führung hielt nicht lange. Zwischenzeitlich war das 2:4 möglich, in der Schlussphase lag dann das 3:3 einige Mal in der Luft.

Esens - Die Hoffnungen der Landesliga-Fußballer des TuS Esens auf einen erfolgreichen Start in das neue Jahr gegen den SV Holthausen-Biene waren groß. Hatte das Kellerkind aus Ostfriesland gegen den Tabellendritten aus dem Emsland im Hinspiel doch eine ihre besten Saisonleistungen gezeigt. Zudem hatte Trainer Ralf Backhaus noch gute Erinnerungen an diesen Gegner aus seiner aktiven Zeit als Spieler. Am Ende stand der TuS Esens gestern Nachmittag nach der 2:3-Niederlage dann doch wieder ohne Punkte da.

Spieldaten

Esens: Havemann; R. Til, Ahrends, Taddigs (71. Hohn), Claassen (46. Bents), Janssen, Rosenboom, Schuil (78. S. Stainbank), Pinkernell, Bamezon (78. Sukowski), Meints.

Tore: 1:0 Meints (12.), 2:0 Bamezon (18.), 2:1 Schmitz (19.), 2:2 Elfert (Foulelfmeter, 25.), 2:3 Selishta (54.).

„Heute war mehr für uns drin,“ stellte Trainer Backhaus nach Spielende fest. „Das ist schon sehr ärgerlich. Dennoch hat meine Mannschaft eine gute Leistung gezeigt und wir können trotz der Niederlage viel Positives mitnehmen.“

Bamezon nutzt Torwartfehler

Ein wenig Respekt zeigten die Gastgeber zu Beginn doch. Doch nach wenigen Minuten, als Esens zu einer ersten Angriffsaktion kam, änderte sich das Bild. Die Gastgeber hatten nun mehr Spielanteile, agierten sehr körperbetont, laufstark und gingen aggressiv in die Zweikämpfe. Der frühe Lohn dieses Engagements war nach zwölf Minuten das 1:0 für den TuS. Gabriel Bamezon setzte sich auf der rechten Seite durch, flankte auf den hinteren Pfosten, wo Manuel Meints mit einem Kopfball gegen die Laufrichtung des Biener Torhüters Nils Zumbeel den Führungstreffer erzielte.

Gabriel Bamezon (am Ball) bereitete das 1:0 vor und erzielte das 2:0 selbst. Foto: Steenhoff
Gabriel Bamezon (am Ball) bereitete das 1:0 vor und erzielte das 2:0 selbst. Foto: Steenhoff

Die Gastgeber ließen in der Folge nicht locker und bestimmten das Spiel. Die Gästespieler liefen ihren Gegenspielern das ein und andere Mal hinterher. Die Esenser Angreifer versuchten den Gegner unter Druck zu setzen. Dies hatte bereits in der 18. Minute erneut Erfolg, als Holthausen-Schlussmann Zumbeel einen Ball aus der Gefahrenzone genau auf Bamezon spielte und dieser diese Vorlage mit einem Distanzschuss über den Torhüter zum 2:0 nutzte.

So drehte „Biene“ das Spiel

Alles schien auf einen erfolgreichen Start 2024 hinauszulaufen. Doch bereits 60 Sekunden später kam der Gästespieler Christopher Schmidt im Esenser Strafraum frei zum Schuss und sein abgefälschter Schuss landete unhaltbar für Jannes Havemann zum 2:1 im Netz. Mit diesem Anschlusstreffer bekamen die Gäste nun Oberwasser und nur sechs Minuten später wurde der Biener Angreifer Lion Wedekind im Strafraum gefoult. Schiedsrichter Jan Kruse (TuS Ekern) zeigte auf den Elfmeterpunkt und David Elfert nutzte diese Gelegenheit zum 2:2-Ausgleich.

In den folgenden Minuten stellten die Gäste die Esenser Abwehrspieler gleich mehrfach vor große Probleme. So konnte zunächst Tom Claassen auf der Torlinie einen weiteren Gästetreffer verhindern. Kurz vor der Pause reagierte Esens-Torhüter Havemann glänzend und rettete das 2:2 für seine Elf in die Kabine. Trainer Backhaus stellte nach der Pause auf Viererkette um. Doch so richtig in den Griff bekamen die Gastgeber die Angriffsaktionen der Holthausener nicht. Als ein Gästeangreifer in der 54. Minute auf der rechten Seite freigespielt wurde und in den Fünf-Meter-Raum passte, nutzte Hedon Selishta diese Gelegenheit zum 3:2-Führungstreffer für den SV.

3:3 war noch möglich

Wenig später verfehlte Wedekind mit einem Heber nur knapp das Esenser Tor. Eine weitere Großchance vergab Holthausen in der 66. Minute, als der Esenser Luca Janssen für seinen ausgespielten Torhüter auf der Torlinie klärte und der Nachschuss neben das Tor ging.

In dieser Szene rettete Luca Janssen (rechts) in der zweiten Halbzeit auf der Torlinie. Foto: Steenhoff
In dieser Szene rettete Luca Janssen (rechts) in der zweiten Halbzeit auf der Torlinie. Foto: Steenhoff

In der Schlussphase steigerte sich Esens mit der Einwechselung von frischen Spielern noch einmal und hätte durchaus noch den Ausgleichstreffer erzielen können. Chancen dazu waren da.

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