Stuttgart  Wegen neuer EU-Vorschrift: Porsche muss drei Modelle vom Markt nehmen

Jakob Patzke
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Von Jakob Patzke
| 29.02.2024 09:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Porsche lässt die aktuelle Version seines Modells Macan auslaufen. Foto: IMAGO/PanoramiC
Porsche lässt die aktuelle Version seines Modells Macan auslaufen. Foto: IMAGO/PanoramiC
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Gleich drei Modelle des deutschen Sportwagenherstellers Porsche fallen einer neuen EU-Richtlinie zum Opfer. Warum der Konzern dennoch seine Kunden beruhigt.

Die VW-Tochter Porsche muss drei Modelle aus seinem Angebot streichen. Grund dafür ist eine neue EU-Vorschrift zur Cybersicherheit. Das neue Regelwerk sieht für Automobilhersteller einheitliche Anforderungen an die IT-Sicherheit und Softwareupdates vor.

Für neu auf den Markt gebrachte Baureihen gelten die Vorgaben bereits seit Juli 2022, ab Juli dieses Jahres greift die Regelung für alle ab diesem Zeitpunkt hergestellten Neufahrzeuge.

Aus diesem Grund nimmt Porsche seine Modelle Macan, 718 Boxster und 718 Cayman vom Markt, weil diese ihre Zulassungsfähigkeit verlieren. Dabei will der deutsche Sportwagenhersteller das Ende der Autos schrittweise gestalten, der Verkauf des SUV Macan wird beispielsweise im Laufe des Frühjahrs eingestellt. „Es gibt keinen harten Stichtag“, erklärte ein Sprecher des Konzerns gegenüber dem Magazin „Auto, Motor und Sport“.

Darüber hinaus gibt es gute Nachrichten für Kunden, die sich weiterhin für eines der betroffenen Modelle interessieren. Noch in diesem Jahr will Porsche einen Nachfolger des Macan auf den Markt bringen, dieses Mal in einer rein elektrischen Version. Im nächsten Jahr sollen dann auch 718 Cayman und 718 Boxster als reine Elektroversionen folgen.

Porsche ist dabei längst nicht der einzige Automobilhersteller, der Modelle wegen der neuen EU-Vorschrift einstellen muss. So nahm beispielsweise Volkswagen im vergangenen Jahr seinen Kleinwagen Up vom Markt.

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