Überraschung im Tor  Beim klaren Heimsieg des OHV Aurich startet der dritte Keeper

Theo Gerken
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Von Theo Gerken
| 25.02.2024 20:36 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ryuga Fujita durfte beim Sieg des OHV Aurich sechs eigene Treffer bejubeln. Foto: Doden, Emden
Ryuga Fujita durfte beim Sieg des OHV Aurich sechs eigene Treffer bejubeln. Foto: Doden, Emden
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1150 Zuschauer in der Auricher Sparkassen-Arena sahen am Sonntag ein Torfest des Heimteams. Mit 34:27 besiegte der OHV den MTV Großenheidorn.

Aurich - Einen insgesamt verdienten Sieg feierten die Handballer des OHV Aurich in ihrem Heimspiel der dritten Liga, Staffel Nord-West, am Sonntagabend vor 1150 Zuschauern in der Auricher Sparkassen-Arena mit dem 34:27-Erfolg über den Aufsteiger MTV Großenheidorn. Bereits zum Seitenwechsel lag das Team von Trainer Pedro Alvarez mit 18:14 vorne. Die Auricher verbesserten sich mit diesem doppelten Punktgewinn auf den siebten Tabellenplatz. „Das war über 60 Minuten ein verdienter Sieg unserer Mannschaft. Es war keine überragende, aber eine insgesamt ordentliche Mannschaftsleistung“, bilanzierte Aurichs Teammanager Ewald Meyer.

Ohne den erkrankten Torhüter Marten Jungvogel und auch ohne den angeschlagenen Rückraumspieler Petar Puljic begannen die Auricher mit einer auch sonst üblichen Stammbesetzung, nur das Tor hütete Kai Tristan Ebeling, der wieder genesene Edgars Kuksa nahm zunächst auf der Ersatzbank Platz. Schon nach 35 Sekunden traf Kevin Wendlandt nur die Latte des Gästetores, im Gegenzug musste Ebeling gleich den ersten Ball passieren lassen. Dann traf Wendlandt doch zum 1:1, und Jorit Reshöft brachte sein Team erstmals in Führung. Hin und her ging das Geschehen in den ersten zehn Minuten.

Viel Beifall für Edgars Kuksa

Erst als Aurichs Rechtsaußen Ryuga Fujita einen Ball abfing und nach einem Sprint über das Feld dem gegnerischen Keeper keine Chance ließ, schaffte der OHV mit 5:4 erstmals den Vorsprung, den die Mannschaft bis zum Spielende nicht mehr abgab. Immer deutlicher wurde schon während der ersten 30 Minuten, dass der Gegner absolut kein Drittliganiveau aufweisen konnte. Bis zur 15 Minute hatten dabei beide Torleute, Ebeling beim OHV und Felix Wernlein bei den Gästen noch keine Hand an den Ball bekommen.

Dann parierte Wernlein gleich zweimal gegen Evgeny Vorontsov, bis Aurichs Trainer nach 20 Minuten für viele Zuschauer endlich Edgars Kuksa brachte. Der feierte mit viel Beifall von den Rängen einen Supereinstand, als gleich den ersten Wurf vom Großenheidorner Rechtsaußen hielt. Dank der Paraden von Kuksa retteten die Gastgeber eine 18:14-Führung in die Pause.

Mit der bewährten Sechs auf dem Feld ging es in Halbzeit zwei weiter. Vorontsov warf zwar am gegnerischen Gehäuse vorbei, und Wilke de Buhr traf nach einer Kuksa-Parade (er fing sogar den Wurf von Großenheidorns Joel Wolf!) mit anschließendem langen Pass nur die Latte. Nach einer anfänglichen 5:1-Abwehrformation hatte Trainer Alavarez auf eine 6:0-Deckung umgestellt, in der sich die im Rückraum als harmlos erwiesenen Gäste immer wieder festliefen. Und dann gab doch noch einmal Beifall für Aurichs Nachwuchskeeper Ebeling, er entschärfte einen Strafwurf Großenheidorns Wolf.

Spieldaten

Aurich: Kuksa, Ebeling; de Buhr (4), Reshöft (6), Wendlandt (3), Fujita (6), L. Meinke,Vorontsov (1, davon 1 Siebenmeter), H. Stoehr (6), Hertlein (3), Polishchuk (4/2), Molnar, Hegyi (1), Crnic, S, Stoehr.

Spielfilm: 2:4 (9), 8:5 (14.), 12:11 (19.), 18:14 (30.), 23:18 (44.), 34:27.

Zeitstrafen: Aurich (4) Großenheidorn (2).

Rote Karte: Mauric Nolte (MTV Großenheidorn)

Zuschauer: 1150.

Siebenmeter: Aurich 4 / 3 verwandelt, Großenheidorn 6 / 5 verwandelt.

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