Projekt vom Landkreis Leer Schule in Brinkum macht Platz für neue Feuerwehr-Zentrale
Bis Sommer 2027 soll die neue Feuerwehrtechnische Zentrale des Landkreises in Brinkum stehen. Bis dahin ist noch einiges zu tun. Das ist der aktuelle Stand.
Leer/Brinkum - Er gehört wohl zu den größten Projekten, die der Landkreis Leer zurzeit plant: Der Neubau der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Brinkum. Rund 26 Millionen Euro soll der Bau kosten und einmal eine Grundfläche von 8000 Quadratmetern haben. Denn: Die alte FTZ auf der Leeraner Nesse ist in die Jahre gekommen.
Dieses Gebäude, in dem nicht nur die Kreisfeuerwehr Leer, sondern auch die Tierseuchenzentrale und der Katastrophenschutz einziehen sollen, wird dort gebaut, wo jetzt noch ein Gebäude der Oberschule Hesel steht. Dieses soll abgerissen werden. Bis es so weit ist, ist allerdings noch einiges zu tun, wie Jens Lüning, Leiter des Gebäudemanagements des Landkreises, den Mitgliedern des Feuerschutzausschusses nun erläuterte.
Umzug der Oberschule noch im Sommer
„Wir hinken sechs Wochen hinterher. Damit sind wir aber noch im Zeitplan, da wir Puffer eingebaut haben“, versicherte Lüning. Das Raumkonzept für das Gebäude sei inzwischen abgeschlossen. Es kann also in die nächste Phase gehen. Zwar gebe es noch keinen endgültigen Bebauungsplan für das Gelände, „wir wissen aber, was wir erwarten dürfen“, so Lüning.
Eine erste Maßnahme wird daher noch in diesem Jahr zu sehen sein. Die Schülerinnen und Schüler der Oberschule in Brinkum werden bereits im Sommer nach Hesel umziehen. Der Abriss des Gebäudes werde bereits vorbereitet. „Wir haben zugesichert, dass sie die Turnhalle noch bis zum Schluss, also bis kurz vor Abriss, benutzt werden kann“, sagte Lüning.
Frühgeschichtliche Funde erwartet
Bevor das Schulgebäude zurückgebaut werden kann, gibt es eine weitere Aufgabe zu bewältigen. „Wir haben keine großen Altlasten dort, aber die üblichen Schadstoffe sind auch da gefunden worden“, so Lüning. So seien in einigen Bodenbelägen Teer sowie Asbest festgestellt worden. „Das ist aber nicht gravierend und wird mit wenigen Maßnahmen zu entfernen sein, sodass wir planmäßig abreißen können“, sagte er.
Bis es dann mit den Arbeiten am Neubau losgeht, werden die Arbeiten des Landkreises einige Monaten ruhen müssen. „Damit können wir der Archäologie und der Ostfriesischen Landschaft Raum geben, entsprechend zu forschen. Die werden da sicherlich frühgeschichtliche Funde machen“, so Lüning. Denn: Das Gelände sei „prädestinierter Bereich“ für frühe Siedlungsstrukturen in Ostfriesland. „Das ist zwar für einen Planer etwas hinderlich, aber auch sehr interessant und wichtiger Teil der Geschichte, der gesichert werden muss“, sagte Lüning.
Parallel gehen die Planungen für die tatsächlichen Bauarbeiten der neuen FTZ aber natürlich weiter, versicherte er. Der Einzug in das fertige Gebäude ist für den Sommer 2027 geplant.