ZDF zeigt „Ostfriesenschwur“ Im neuen Ostfriesenkrimi von Klaus-Peter Wolf rollen die Köpfe
Das ZDF zeigt am Sonnabend einen neuen Ostfriesenkrimi. Der Film wurde Donnerstag vorab geladenen Gästen und Schauspielern gezeigt. Wir waren dabei und haben uns umgehört, wie der Film so ankam.
Norden - Danja Schäfer hat sich extra zwei Tage Urlaub genommen, weil sie unbedingt bei der Premiere des neuen Ostfriesenkrimis „Ostfriesenschwur“ dabei sein wollte. „Ich bin eingefleischter Klaus-Peter-Wolf-Fan“, sagte sie im Gespräch mit dieser Zeitung. Sie ist aus Herne (Nordrhein-Westfalen) angereist, weil sie sich am Donnerstagabend, 15. Februar 2024, gemeinsam mit weiteren geladenen Gästen die neueste Verfilmung aus der Krimireihe ansehen wollte. Ihr Fazit: „Der Film war der absolute Wahnsinn.“
Unter den Gästen waren neben Klaus-Peter Wolf und seiner Lebensgefährtin Bettina Göschl auch Darsteller und die Filmcrew, von denen einige eh vor Ort waren, weil derzeit zwei weitere Krimis der Reihe in Ostfriesland gedreht werden. „Es ist toll, einen Film dort zeigen zu können, wo er hergekommen ist“, sagte Producer Simon Grohe. So ein Filmprojekt lasse sich nur mit Unterstützung derer umsetzen, die die Gegebenheiten vor Ort kennen. „Das klappt nicht, wenn wir alleine gelassen werden. Und dafür möchten wir Danke sagen.“
Darum gehts in „Ostfriesenschwur“
Nordens Bürgermeister Florian Eiben betonte, was für einen Mehrwert die Krimis mittlerweile für die Stadt bedeuten. „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal in der ganzen Region. Wir sind Klaus-Peter wirklich dankbar für das, was er macht“, sagte er. Die Krimis, die Ausstellung im Stadtzentrum, die kostenlose Werbung für die Stadt und die Belebung der Nebensaison: von diesen Dingen könne die Stadt Norden nur profitieren.
Und darum geht‘s in „Ostfriesenschwur“: Der frühpensionierte Ex-Kripochef Ubbo Heide (Kai Maertens) aus Aurich entdeckt seine literarische Ader und schreibt ein Erinnerungsbuch mit dem Titel „Die ungelösten Fälle“. Diese Sammlung nie aufgeklärter Straftaten inspiriert einen Psychopathen (Bernd Hölscher), sich zum Vollstrecker aufzuschwingen und vermeintlich Schuldige auf eigene Faust zu bestrafen. Er sorgt mithilfe eines sehr langen Messers dafür, dass buchstäblich Köpfe rollen.
Klaus-Peter-Wolf-Fan liest jedes Buch und schaut jeden Film
Für die Ermittler Ann Kathrin Klaasen (Picco von Groote), Frank Weller (Christian Erdmann) und Rupert (Barnaby Metschurat) entwickelt sich dieser Rachefeldzug zum Alptraum, weil sie immer einen Schritt zu spät am Tatort sind. Mit dem Galopp des selbst erklärten Vollstreckers können sie nicht mithalten. Gleichzeitig klopft mit Martin Büscher (Wolf Bachofner) ein neuer Chef an die Tür, der erst einmal von allen argwöhnisch beäugt wird. Als ob das nicht reichte, scheint es auf dem Polizeirevier einen Maulwurf zu geben.
„Ich konnte mich gar nicht mehr daran erinnern, wie spannend die Geschichte ist“, sagte Danja Schäfer nach der Vorstellung. Denn das Buch zur Geschichte, es ist der zehnte von mittlerweile 16 Teilen der Reihe, hat sie bereits vor ein paar Jahren gelesen. „Das hat mich jetzt wieder total gefesselt“, sagte sie. Ihre Liebe zu den Geschichten aus Ostfriesland sei eher aus Zufall entstanden: „Ich mache seit 14 Jahren Urlaub hier im Norden und bin eine totale Leseratte. Einmal hatte ich blöde Bücher dabei und hab dann in der Ferienwohnung zu den Klaus-Peter-Wolf-Krimis aus dem Regal gegriffen. Die haben mich einfach geflasht.“ Seitdem liest sie jedes Buch des Norder Autors und schaut sich jede Verfilmung an. „Ich gehe auch auf jede Lesung, die es in der Nähe von Herne gibt. Klaus-Peter erkennt mich mittlerweile auch.“
Ostfrieslandkrimis sollen künftig auch in Frankreich gezeigt werden
So hat es sich Danja Schäfer am Donnerstag auch nicht nehmen lassen, mit ihrem Idol und den Schauspielern Fotos zu machen. Besonders Picco von Groote, die Ermittlerin Ann Kathrin Klaasen spielt, hat es ihr angetan. Sie war am Donnerstag ebenso vor Ort wie Bernd Hölscher, der den brutalen Mörder Kowalski spielte. Hölscher hat bereits in Filmen wie dem Tatort oder dem Polizeiruf mitgespielt. Er konnte die Premiere nicht abwarten und hat sich „Ostfriesenschwur“ bereits vorab mit seiner Familie in der ZDF-Mediathek angeschaut, wie er dieser Zeitung verriet. Das Urteil fiel wie beim Publikum am Donnerstagabend positiv aus: „Meine Tochter sagte mir, dass das mein bisher bester Krimi war“, sagte Hölscher.
Die Bücher des Wahl-Norders Klaus-Peter Wolf wurden in 24 Sprachen übersetzt und über 13,5 Millionen Mal verkauft. Die Verfilmungen des ZDF erreichen Millionen Zuschauer - künftig vielleicht sogar auch in Frankreich. Denn wie Producer Simon Grohe am Donnerstag verkündete, zeigte der deutsch-französische Fernsehsender Arte nun ebenfalls Interesse an den Filmen aus Ostfriesland. Heißt es dann statt „Moin“ also künftig auch „Salut“?
Das Zweite Deutsche Fernsehen zeigt den neuen Ostfrieslandkrimi „Ostfriesenschwur“ am Sonnabend, 17. Februar 2024, um 20.15 Uhr. In der ZDF-Mediathek ist der Fall jetzt schon zu sehen.