Norden Nicht zu kaufen: So kriegen Sie das neue Buch vom „Ostfrieslandkrimi“-Autor
Die „Ostfrieslandkrimis“ von Klaus-Peter Wolf werden regelmäßig Bestseller. Seinen neuen Band „Leben und Schreiben in Ostfriesland“ kann man allerdings nicht kaufen. Was dahintersteckt.
Wer wissen will, ob Klaus-Peter Wolf einen neuen Küstenkrimi veröffentlicht hat, muss nur in die Bestseller-Liste gucken: Der Titel dürfte hier weit oben stehen. Seit sieben Jahren verfilmt das ZDF die blutigen Geschichten aus der Kripo Aurich – und erreicht damit um die sieben Millionen Zuschauer.
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Keine Frage: Der Mann aus dem Norden verkauft sich gut. Für sein neues Buch hat er sich allerdings vorgenommen, es überhaupt nicht zu verkaufen. Als Wolf im Januar 70 Jahre alt wurde, hat der Fischer-Verlag ihm den Kolumnen-Band „Leben und Schreiben in Ostfriesland“ gewidmet. Im Buchhandel ist der Band allerdings nicht erhältlich. Fans bekommen das Sammlerstück nur gegen eine Spende für das Hospiz am Meer, das der Autor als Schirmherr unterstützt.
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Passend zum 70. Geburtstag versammelt das gebundene Buch im Pocket-Format genau 70 Zeitungskolumnen, in denen Klaus-Peter Wolf aus seinem Leben zwischen Gelsenkirchen und dem ostfriesischen Norden (Landkreis Aurich) erzählt. Mal spinnt er das Seemannsgarn weiter, mit dem sein Onkel Warfsmann ihm in seiner Kindheit die Zeit vertrieben hat. Mal stichelt er gegen Journalisten, die seine Bücher ungelesen verreißen. Und auch das Hospiz, um das es bei dem Projekt geht, taucht im Buch auf: Unter der Überschrift „Anonymer Spender“ erinnert sich Wolf an den prallen Umschlag, den ein Fan ihm einmal in den Briefkasten gesteckt hat. Darin: 46 Zweihundert-Euro-Scheine und acht Hunderter – 10.000 Euro für das Hospiz.
Wer den Kolumnenband lesen möchte, muss eine Spende an den Förderverein Stationäres Hospiz Norden e.V. überweisen. Den Betrag wählt jeder selbst; 10.000 Euro, wie in Wolfs Geschichte, müssen es also nicht gleich sein. Wer den Spendennachweis dann mitsamt seiner Adresse an den Fischer-Verlag schickt, bekommt das Buch – das aber nur, solange der Vorrat reicht. Gedruckt wurde eine Auflage von 5000 Exemplaren. Alle Details sind auf der Homepage des Hospiz-Vereins nachzulesen.
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