Nato-Übung „Steadfast Defender“ Emden ist Drehscheibe für großes Nato-Manöver
Für die Bundeswehr und ausländische Streitkräfte ist Emden in den kommenden Tagen eine wichtige Drehscheibe. Hintergrund ist die großangelegte Nato-Übung „Steadfast Defender“.
Emden - Sie hat begonnen: Die große Truppenverlegung für das Nato-Großmanöver „Steadfast Defender“. Emden spielt dabei eine zentrale Rolle, denn der Hafen wird zum Verschiffen von Material benötigt.
Den Anfang machen die Briten: Ein Militärtransport der britischen Streitkräfte erreichte bereits am Mittwoch nach laut Deutscher Presseagentur (DPA) den Emder Hafen.
600 Militär-Fahrzeuge aus dem Vereinigten Königreich
Die Streitkräfte sollen von Emden aus Richtung Osten fahren: Mit rund 600 Fahrzeugen soll der große Militärverband britischer Streitkräfte von Mittwoch an über Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg bis zur deutsch-polnischen Grenze in Mecklenburg-Vorpommern fahren, wie das Territoriale Führungskommando der Bundeswehr in Berlin am Mittwoch mitteilte.
Die Fahrt der britischen Streitkräfte über Autobahnen und Bundesstraßen findet nach Angaben der Bundeswehr im Rahmen der Übung Brilliant Jump statt. Diese Übung knüpfe an das Nato-Großmanöver mit dem Namen Steadfast Defender (etwa: „Standhafter Verteidiger“) an. Daran sollen sich bis Ende Mai insgesamt rund 90.000 Soldaten beteiligen, so die DPA.
Wie das Territoriale Führungskommando der Bundeswehr weiter mitteilte, werden die Konvois in mehreren Gruppen unterwegs sein. Verkehrsteilnehmer sollten besonders aufmerksam und aus Sicherheitsgründen nicht zwischen einzelne Militärfahrzeuge fahren.
Bundeswehr nutzt Emden als Startpunkt
In dieser Woche wird die Bundeswehr im Rahmen der Übung „Quadriga 2024“ ebenfalls Material über den Emder Hafen verschiffen. „Als deutscher Beitrag zur Nato-Großübung Steadfast Defender 2024 soll Quadriga 2024 zeigen, dass die Bundeswehr entschlossen und fähig ist, entscheidend zur Verteidigung der Nato-Ostflanke beizutragen“, heißt es dazu auf der Internetseite der Bundeswehr.
Das Heer der Bundeswehr beteilige sich unter dem Dach von Steadfast Defender 2024 mit 12.000 Soldatinnen und Soldaten und 3.000 Fahrzeugen, so die Bundeswehr weiter. Insgesamt gebe es vier Übungen, die wiederum als Quadriga 2024 zusammengefasst werden.
Für sich genommen sei Quadriga 2024 die größte Übung deutscher Landstreitkräfte seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Zusammen mit den Übungen in den Partnerländern sei Steadfast Defender 2024 sogar das größte Nato-Manöver seit dem Ende des Kalten Krieges vor rund 35 Jahren, so die Bundeswehr.
Mit Material der DPA.