Straßenbau in Emden  Diese Straßen werden 2024 in Emden gemacht

Stephanie Schuurman
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Von Stephanie Schuurman
| 15.02.2024 16:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Gehwege Mitte April, Straße Ende April fertig: das Nordertor. Foto: Schuurman
Gehwege Mitte April, Straße Ende April fertig: das Nordertor. Foto: Schuurman
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Das ist die Liste der Straßensanierungen in Emden für 2024. Eine Straße fehlt darauf.

Emden - Im Emder Stadtgebiet werden in diesem Jahr wieder einige Straßen, Brücken oder Radwege saniert oder das Sanierungsende von bereits laufenden Baustellen erwartet. Eine entsprechende Liste stellte der Abteilungsleiter für Straßen- und Brückenbau beim Bau- und Entsorgungsbetrieb Emden (BEE), Wolfgang Fecht, jetzt im Bauausschuss vor.

Für Anwohner bereits bestehender Straßenbaustellen dürfte der Baufortschritt und damit ein absehbares Ende besonders interessant sein. Besonders gut laufe es auf der Wolthuser Straße beziehungsweise auf der Nordertorstraße, sagte Fecht. Nach der auch witterungsbedingten langen Winterpause sind die Arbeiten dort seit einigen Tagen wieder im vollem Gange. Bis zum 15. April 2024 sollen alle Gehwege fertig gepflastert sein, die Asphaltierung der etwa 200 Meter langen Straße soll bis Ende April planmäßig erfolgen.

Treckfahrtstief läuft, Eggenastraße in Verzug

Im Plan sei auch die Sanierung des vierten Abschnitts Treckfahrtstief, wo mit der Asphaltierung und damit Fertigstellung Ende März gerechnet werde. In der Althusiusstraße laufen die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt auch weiter. Der soll Ende April abgeschlossen sein.

Liegt trotz Winterpause im Zeitplan: der Treckfahrtsweg. Foto: Schuurman
Liegt trotz Winterpause im Zeitplan: der Treckfahrtsweg. Foto: Schuurman

Einen Zeitverzug gibt es dagegen in der Eggenastraße. Auf der Schlaglochpiste waren die Arbeiten schon weit vor den üblichen Bauferien zum Jahreswechsel eingestellt worden. Grund war ein hoher Krankenstand bei der relativ kleinen Firma, wie Fecht sagte. „Ab diesem Donnerstag, dem 15. Februar, sollen die Arbeiten aber fortgesetzt werden.“ Die abschließende Asphaltierung der Straße sei bewusst in die Osterferien gelegt worden, weil dort viele Schüler lang müssen.

Auch hier soll die Arbeit jetzt wieder aufgenommen werden: die Eggenastraße. Foto: Schuurman
Auch hier soll die Arbeit jetzt wieder aufgenommen werden: die Eggenastraße. Foto: Schuurman

Dauerbaustelle geht ins neunte Jahr

Zur Fertigstellung laufender Straßenbaumaßnahmen gehört auch die Trogstrecke, für die erstmals mit dem Ende 2024 ein fester Zeitplan genannt wurde. Das besondere Verfahren dort zeige Erfolge, ließ Stadtbaurätin Irina Krantz mitteilen. „Das ermöglicht uns, die Sanierung des Trogs endlich zügig weiter voranzutreiben.“

Die Liste der neuen Baumaßnahmen für 2024 ist umfangreich, und doch fällt das Fehlen der Wolthuser beziehungsweise Uphuser Straße auf. Nach Beendigung der Bauarbeiten am Nadelöhr nach Wolthusen nahe des Lindenhofs sollte sich eigentlich der letzte Abschnitt in Höhe Osterhörn bis zur Uphuser Luftbrücke anschließen. Die etwa vier Kilometer lange Ausfallstraße wird seit nunmehr fast neun Jahren in Teilabschnitten saniert. „Wir werden diesen Abschnitt natürlich noch machen müssen“, sagte Fecht dieser Zeitung. „Doch ob das dieses Jahr noch klappt, hängt noch von Fördergeldern und dem Etat ab.“

Brücke am Blumenpavillon, Asphalt in der Blumenstraße

Auf die Liste für 2024 hat es dagegen längst die Brücke an der Bolardusstraße nahe des Blumenpavillons zum Wall geschafft. Die Ausführungsplanung läuft, Ende September soll das bereits beauftragte Unternehmen die neue Brücke aufsetzen. Mit 2,50 Meter Breite wird sie für Fußgänger und Radfahrer deutlich komfortabler.

Ende September ist es soweit: Die Bolardusbrücke kommt neu und breiter. Foto: Schuurman
Ende September ist es soweit: Die Bolardusbrücke kommt neu und breiter. Foto: Schuurman

In der Bahnhofstraße in Widdelswehr soll die Asphaltfahrbahn von der Kreuzung der Blumenstraße bis einschließlich der Brückenrampe über den Ems-Seitenkanal saniert werden. Zudem soll die Straßenentwässerung in diesem Bereich verbessert werden. Der Auftrag wurde vergeben und der Beginn der Bauarbeiten ist für das Frühjahr angesetzt.

Asphalt für den VW-Radweg

Nachdem die Fördermittel-Suche erfolglos aufgegeben wurde und die Entscheidung getroffen wurde, es aus dem eigenen Radweg-Etat zu bezahlen, soll jetzt auch der Radweg am Frisiaschloot asphaltiert werden. Anfang April geht’s los, Ende April soll die Verbindung von Larrelt zum VW-Werk fertig sein.

Lange Schotterpiste, Mitte April aspahltiert: der Radweg am Frisiaschloot. Foto: Schuurman
Lange Schotterpiste, Mitte April aspahltiert: der Radweg am Frisiaschloot. Foto: Schuurman

Während die Uphuser Straße warten muss, soll der Vollausbau in der Althusiusstraße im dritten Abschnitt fortgesetzt werden. In der Thorner Straße werden die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt weitergeführt, die Ausschreibung geht bald raus. Die gesamte Straße ist dann abschließend saniert.

Die nächste Fahrradstraße in Emden

Zwischen der Butjadinger Straße und dem Zweiten Polderweg wird in Asphaltbauweise eine Verbindungsstraße hergestellt. Hierfür ist derzeit eine Ausschreibung in Vorbereitung. Allerdings sei der Bereich noch kampfmittelbelastet, wie Fecht erklärte. Die Kampfmittel-Funde müssten vorab gegebenenfalls noch geborgen werden.

Die Jahnstraße soll in diesem Jahr, wie lange geplant, nun tatsächlich zur Fahrradstraße umgebaut werden. Die Ausschreibung läuft bereits, die Vergabe wird schleunigst im nächsten Verwaltungsausschuss erfolgen müssen, damit noch alle Fördergelder abgeschöpft werden können, erklärte Fecht. Über die genaue Ausgestaltung der Straße will die Stadt die Anwohner noch informieren.

Wie geplant soll auch der Flickenteppich auf der Nesserlander Straße von der Ringstraße zum Bahnübergang mit einer neuen Asphaltdecke beseitigt werden. Der BEE nutzt dafür die Vollsperrung des Bahnübergangs, den die Deutsche Bahn ab Ende März terminiert hatte. Diesen Übergang saniert die Bahn im Anschluss an die Sanierungen Cirksenastraße und Am Eisenbahndock. In 2023 hatte die Bahn bereits den Bahnübergang an der Schlesierstraße und Gleise bis zum Hauptbahnhof aufwendig saniert.

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