Finalturnier in Barsinghausen erreicht Ostfriesische Fußballtalente „gewinnen“ Turnier und schulfrei
Beim Avacon-Cup sichtet der Verband Talente für die Landesauswahl. Nun fanden zwei Vorrundenturniere in Moorhusen statt. Die regionalen Stützpunkte spielten groß auf. Einem gelang etwas Besonderes.
Moorhusen - Rassige Zweikämpfe, kernige Torschüsse und viele technische Kabinettstückchen – all das bekamen die zahlreichen Zuschauer am Sonntag in der Sporthalle in Moorhusen geboten. Grund dafür waren zwei Turniere im Rahmen der Vorrunde des Avacon-Cups. Zum ersten Mal fanden zwei der sechs Turniere, die dem Niedersächsischen Fußball-Verband (NFV) als erste Sichtung zur Bildung der Niedersachsenauswahl des Jahrgangs 2012 dienen, in Ostfriesland statt. Der Stützpunkt in Timmel hatte sich beim NFV als Gastgeber beworben und den Zuschlag erhalten. Die Ostfriesen nutzten den Heimvorteil und gewannen das Turnier.
Als „Belohnung“ haben sich die ostfriesischen Talente, die im Landkreis Aurich leben, nun für die Endrunde in Barsinghausen qualifiziert. „Das ist viele Jahre her, dass das zuletzt gelang“, sagte Thomas Kuhlmann, neben Ingo Jakobs und Carsten Schubert Stützpunkttrainer in Timmel. Mit dem Stützpunkt aus Jever, auch mit Talenten aus dem Landkreis Wittmund, spielte ein weiteres regionales Team lange um den Gruppensieg mit, wurde am Ende Dritter.
Firreler Spieler trainiert Jever-Team
Nach der Begrüßung durch den DFB-Stützpunktkoordinator Malte Fröhlich traten am Sonntag in der Vormittagsgruppe die drei regionalen Stützpunkte Timmel, Heisfelde und Jever zusammen mit den Stützpunkten Oldenburg, Sögel und Lastrup an. Siebtes Team war die U12 des Nachwuchsleistungszentrums aus Meppen. Es wurde mit vier Feldspielern plus Keeper im Modus „jeder gegen jeden“ nach Futsalregeln gespielt.
In der Vormittagsgruppe lieferten sich die Stützpunkte Jever, Timmel und Oldenburg einen spannenden Kampf um den Gruppensieg. Nur der Gruppensieger nimmt an der Endrunde um den Avacon-Cup teil. Nach vier Spielen hatte der Stützpunkt Jever mit dem Trainer Henning Röbke die Nase vorn, fiel aber nach zwei knappen Niederlagen in den letzten beiden Spielen auf Platz drei zurück. Röbke ist in Ostfriesland auch als Landesliga-Spieler von Grün-Weiß Firrel bekannt.
Timmel feiert Turniersieg
Die Spieler des Stützpunkts Oldenburg gewannen ihr letztes Spiel gegen den Stützpunkt Lastrup mit 4:1, so dass der Stützpunkt Timmel seine letzte Partie unbedingt gewinnen musste. Dies gelang auch mit einem 3:0-Erfolg gegen den Stützpunkt Heisfelde. Somit sicherten sich die Ostfriesen-Jungs unter dem Beifall der zahlreich mitgereisten Anhänger den Gruppensieg.
Thomas Kuhlmann bilanzierte nach dem Vormittagsturnier: „Organisatorisch ist alles reibungslos verlaufen. Vom Sportlichen her war die Leistungsdichte ziemlich eng und es hat sehr viele Spiele mit knappen Ergebnissen gegeben. Für unseren Stützpunkt und unsere Jungs ist es ein großartiger Erfolg, dass wir es geschafft haben, uns für das Endturnier zu qualifizieren.“
Nun wartet auch Hannover 96
Am Nachmittag kämpften folgende Teams in Moorhusen um den Gruppensieg: Stützpunkt Nordhorn, Stützpunkt Damme, Stützpunkt Baccum, Stützpunkt Hagen, Stützpunkt Ankum und der Stützpunkt Huntlosen. Außerdem waren die Spieler des Leistungszentrums des VfL Osnabrück dabei. Dieses technisch sehr versierte Team dominierte eindeutig die Konkurrenz und hatte schon nach fünf Siegen vor dem letzten Spiel gegen den Stützpunkt Nordhorn die Endrunde in Barsinghausen erreicht. Zweiter wurde mit neun Punkten Nordhorn vor Damme.
Endstände
Vormittagsgruppe
1. Stützpunkt Timmel 14:4 Tore 15 Punkte 2. Stützpunkt Oldenburg 16:8 15 3. Stützpunkt Jever 10:7 12 4. Stützpunkt Sögel 10:11 9 5. Stützpunkt Heisfelde 6:10 7 6. SV Meppen U12 5:11 4 7. Stützpunkt Lastrup 5:15 0
Nachmittagsgruppe
1. VfL Osnabrück U12 14:4 15 2. Stützpunkt Nordhorn 7:12 9 3. Stützpunkt Damme 15:10 8 4. Stützpunkt Baccum 8:9 8 5. Stützpunkt Hagen 7:10 7 6. Stützpunkt Huntlosen 11:5 7 7. Stützpunkt Ankum 9:11 6Avacon-Cup-Vorrunde in Moorhusen
Am Ende eines anstrengenden Sichtungstages zog DFB-Stützpunktkoordinator Malte Fröhlich ein positives Fazit: „Mit den Rahmenbedingungen in Ostfriesland bin ich sehr zufrieden. Wir haben hier ausgezeichnete Bedingungen vorgefunden, um den Jahrgang 2012 zu sichten. Sowohl am Vor- als auch am Nachmittag sind mir einige Spieler aufgefallen, die sehr gute Leistungen geboten haben. Allerdings war heute erst die erste Sichtung und die Jungen haben in Zukunft noch mehr Möglichkeiten, um auf sich aufmerksam zu machen.“
Für die Timmeler bietet sich die nächste Chance schon in der kommenden Woche. Am Montagabend und Dienstagvormittag geht es in die Zentrale des Niedersächsischen Fußball-Verbandes. In der Karl-Laue-Halle in Barsinghausen treffen die Ostfriesen bei der Avacon-Cup-Endrunde die Nachwuchsteams von Hannover 96 und VfL Osnabrück sowie die Stützpunkte Hannover-Ost, Hannover-West und Heide-Wendland. Die Talente dürfen sich auf tolle Spiele, eine Nacht in der NFV-Sportschule und schulfrei freuen.
Zum Team des Stützpunktes Timmel gehörten: Fynn Thaden (SG Egels-Popens), Gustav Stoppa (TuS Westerende), Rezi Takidze (Rot-Weiß/Kickers Emden), Mikko Cassens (JSG Großefehn), Paul Willms (SpVg Aurich), Jason Kurtaj (JSG Großefehn), Julian Uphoff (TuS Halbemond), Trainerteam: Ingo Jakobs, Carsten Schubert, Thomas Kuhlmann.