Hamburg  Weitere Preissenkung bei Tesla? Mit diesem Betrag rechnet ein Autoexperte

Mark Otten
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Von Mark Otten
| 12.02.2024 19:52 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Viele Autobauer wollen derzeit mit hohen Rabatten die Kundschaft für ihre E-Autos begeistern - Tesla ist einer davon. Foto: dpa/XinHua/Ding Ting
Viele Autobauer wollen derzeit mit hohen Rabatten die Kundschaft für ihre E-Autos begeistern - Tesla ist einer davon. Foto: dpa/XinHua/Ding Ting
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Bei vielen E-Autos fallen derzeit die Preise. Zuletzt hat auch Tesla einige Verkaufspreise gesenkt – und laut einem Branchenkenner könnten die Preise auch für Model Y und Model 3 noch weiter fallen.

Viele Autobauer wollen derzeit mit hohen Rabatten die Kundschaft für ihre E-Autos begeistern und gleichzeitig die Auslastung in ihren Fabriken hochhalten. In der Folge gibt es den derzeit günstigsten Elektro-Neuwagen ab 12.750 Euro.

Auch E-Auto-Vorreiter Tesla spürt den zunehmenden Preisdruck der Konkurrenz. Der US-Hersteller reagierte darauf bereits mit einer Preissenkung: Das SUV Model Y – das meistverkaufte E-Auto 2023 in Deutschland – kostet seit Mitte Januar 5000 Euro weniger als vorher. 

Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des Bochumer Center Automotive Research (CAR), sieht jedoch Spielraum für weitere Preissenkungen in Höhe von umgerechnet rund 3700 Euro.

Sollte es so kommen, würde der Einstiegspreis des Tesla Model Y mit Hinterradantrieb auf rund 39.300 Euro (seit Januar: 42.990 Euro) fallen, das Model Y mit Allradantrieb und mehr Reichweite läge bei 46.290 Euro (49.990 Euro).

Eine Garantie dafür, dass Tesla-Chef Elon Musk die Preise seiner Autos bald erneut senkt, gibt es natürlich nicht. Teslas wachstumsorientierte Preispolitik macht sich laut einer CAR-Analyse jedoch bereits bemerkbar: Demnach ist der Durchschnittspreis eines Tesla-Fahrzeugs im vergangenen Jahr bereits von 52.000 auf 45.200 Dollar gesunken.

Warum Dudenhöffer mit weiter fallenden Preisen bei Tesla rechnet? Die sogenannte Umsatzrendite – sie gilt in Bilanzen als Indikator für Profitabilität und Effizienz. Laut Dudenhöffer ist die Umsatzrendite bei Tesla ausreichend hoch, um weitere Preissenkungen zu ermöglichen – und damit Wachstum.

Auch interessant: E-Autos: Verkaufspreise fallen, Leasing-Raten steigen – das steckt dahinter

Teslas Geschäftsmodell brauche dauerhaftes und sehr starkes Wachstum durch entsprechend hohe Verkaufszahlen; das hatte der in der Öffentlichkeit auch als „Autopapst“ bezeichnete Dudenhöffer bereits mehrfach betont.

Ohne dieses Wachstum könnten die auf größtmögliche Auslastung ausgelegten Tesla-Gigafabriken schnell zur finanziellen Belastung werden; vermutlich würden Menschen ihre Arbeitsplätze verlieren, um Kosten zu senken..

Dieser Druck auf Tesla könnte sich noch in diesem Jahr für Kaufinteressenten auszahlen. Der chinesische Auto- und Batteriebauer BYD, der untere anderem Tesla mit Akkus versorgt, ist Ende 2023 bereits an Tesla vorbeigezogen, wie diese Statista-Grafik zeigt:

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