Gedenken an Nazi-Opfer in Leer „Die Erinnerung darf nicht enden“
Hunderte kamen in Leer zusammen, um der Befreiung des KZ Auschwitz zu gedenken. Hier kommen die Bilder.
Leer - „Die Erinnerung darf nicht enden“: Am 27. Januar 2024 jährt sich zum 79. Mal die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Auch in Leer haben Hunderte an einer Kundgebung und Kranzniederlegung zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Denkmalplatz teilgenommen.
Reden hielten der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Jarno Behrens, der Juso-Kreisvorsitzende Simon Bents, Ingo Lindemann vom 1. Sintiverein Ostfriesland, Wolfgang Kellner von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und die SPD-Bundestagsabgeordnete Anja Troff-Schaffarzyk. Auch Zeitzeuge Albrecht Weinberg war unter den Zuhörenden.
Immer wieder brandete Applaus auf, während erinnernde, aber auch mahnende Worte gesprochen wurden. Unter anderem wurde der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog in den Wortbeiträgen zitiert: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“ Besonders der Appell, sich gerade jetzt für den Schutz der Demokratie einzusetzen, wurde immer wieder mit Applaus quittiert.
Am Vormittag hatte es bereits eine weitere Aktion als Zeichen gegen Antisemitismus organisiert worden: Unter anderem der Verein Israelfreunde Ostfriesland und umzu in Leer hatte „auf das Schicksal der 126 israelischen Geiseln“ aufmerksam machen wollen, „die sich seit dem 7. Oktober in Händen der islamistischen Terrorgruppe Hamas befinden“, so die Veranstalte. Die Teilnehmer sind mit Fotos der Entführungsopfer durch die Leeraner Fußgängerzone gelaufen.